Kallithea (Chalkidiki)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Kallithea (Chalkidikis)
Καλλιθέα (Χαλκιδικής)
(Τοπική Κοινότητα Καλλιθέας)
Kallithea (Chalkidiki) (Griechenland)
Bluedot.svg
Basisdaten
Staat Griechenland
Region Zentralmakedonien
Regionalbezirk Chalkidiki
Gemeinde Kassandra
Gemeindebezirk Kassandra
Geographische Koordinaten 40° 4′ N, 23° 27′ OKoordinaten: 40° 4′ N, 23° 27′ O
Höhe ü. d. M. 49 m unter dem Meeresspiegel
Küste - Durchschnitt
Fläche 3,775 km²[1]
Einwohner 1217 (2011[2])
Bevölkerungsdichte 400,3 Ew./km²
LAU-1-Code-Nr. 640604

Kallithea (griechisch Καλλιθέα (f. sg.); wörtl. Übersetzung ‚gute Aussicht‘) ist eine Ortschaft auf der griechischen Halbinsel Chalkidiki. Sie besteht aus dem eigentlichen Ort Kallithea (1.179 Einwohner) und dem Dorf Solina (38 Einwohner). Kallithea liegt an der Ostküste der Halbinsel Kassandra zwischen ihrem nördlichen und südlichen Ende an der Toroneos-Bucht. Kallithea liegt 3 km südlich von Afytos, 73 km Luftlinie (ca. 110 km Straßenentfernung) südöstlich von Thessaloniki und ca. 25 km südöstlich von Nea Moudania.

Das Gebiet des heutigen Kallithea war bereits im 8. Jahrhundert vor Christus von Kolonisten der Insel Euböa besiedelt. Es war allerdings keine eigenständige Stadt oder Ortschaft, sondern gehörte zur Nachbarortschaft Afytos. Eine Siedlung war weder in der Antike noch in nachfolgender Zeit (im Gegensatz zu Afytos selbst) vorhanden. 1922 siedelten sich in Kallithea aus dem kleinasiatischen Siedlungsraum vertriebene Griechen nach der griechischen Niederlage im Griechisch-Türkischen-Krieg an.

Kallithea hat insbesondere in den 1970er Jahren seinen Aufschwung durch den Tourismus und den Verkehr genommen. Im Ortsgebiet von Kallithea wurden zwei große Hotelanlagen unmittelbar an das Meer gebaut. In den 1990er Jahren entwickelte sich gegenüber diesen beiden Hotels eine regelrechte Vergnügungsmeile in sehr kleinem Maßstab mit Diskotheken, Restaurants und Souvenir-Geschäften. Mit dem Bau der Ringstraße um Kassandra nahm Kallithea einen weiteren Aufschwung: die Ringstraße der Ostküste und die Ringstraße der Westküste vereinigen sich im Dorfzentrum von Kallithea.

Eine antike Sehenswürdigkeit in Kallithea ist der am Meer gelegene Tempel des Ammon Zeus. Ausgrabungsfunde von diesem Tempel befinden sich im Archäologischen Museum von Polygyros.[3]

In Kallithea beginnt die alljährlich einmalig stattfindende Durchschwimmung des Toroneischen Golfs (24 km), welche in Nikiti endet.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Klaus Bötig: Chalkidiki. Reisen mit Insider-Tipps. (Mit Reiseatlas) (= Marco Polo). 7., aktualisierte Auflage. MairDuMont, Ostfildern 2006, ISBN 3-8297-0116-0.
  • Ioakim A. Papangelos: Chalkidiki. 3. Auflage. Moorland, Ashbourne 1987, ISBN 0-86190-200-9 (englisch).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Angaben des griechischen Amts für Statistik nach Volkszählung 2001 (Memento vom 29. September 2007 im Internet Archive)
  2. Ergebnisse der Volkszählung 2011 beim Nationalen Statistischen Dienst Griechenlands (ΕΛ.ΣΤΑΤ) (Memento vom 27. Juni 2015 im Internet Archive) (Excel-Dokument, 2,6 MB)
  3. Informationen des Griechischen Kulturministeriums über das Archäologische Museum von Polygyros (Memento des Originals vom 4. Oktober 2006 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/alexander.macedonia.culture.gr