Kallnach

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Kallnach
Wappen von Kallnach
Staat: Schweiz
Kanton: Bern BE
Verwaltungskreis: Seelandw
BFS-Nr.: 0304i1f3f4
Postleitzahl: 3283
Koordinaten: 584604 / 207929Koordinaten: 47° 1′ 20″ N, 7° 14′ 10″ O; CH1903: 584604 / 207929
Höhe: 445 m ü. M.
Fläche: 15.26 km²
Einwohner: 1951 (31. Dezember 2014)[1]
Einwohnerdichte: 128 Einw. pro km²
Website: www.kallnach.ch
Dorfzentrum von Kallnach

Dorfzentrum von Kallnach

Karte
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Kallnach (französisch Chouchignies) ist eine politische Gemeinde im Verwaltungskreis Seeland des Kantons Bern in der Schweiz.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kallnach gilt als das längste Strassendorf der Schweiz. Es erstreckt sich am Fuss einer Moräne des Rhonegletschers am Rande des Grossen Mooses und liegt an der Strasse von Lyss über Aarberg nach Kerzers. Der Ort verfügt über eine Bahnstation an der Broyelinie (Strecke Lyss-Aarberg-Kerzers).

Nachbargemeinden sind, im Norden begonnen: Bargen, Fräschels FR, Kerzers FR, Treiten, Finsterhennen und Siselen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Überreste einer Römerstrasse, welche die Siedlungen Aventicum und Petinesca verband, wurden im Aspi gefunden. Ausgrabungen im Jahre 1989 förderten Strukturen zutage, die als römische Raststätte, Zollposten oder Pferdewechselstation interpretiert werden können. Noch im Frühmittelalter, während des 7. Jahrhunderts, lebten auf dem Gebiet des heutigen Kallnach Romanen, was anhand von Fundgegenständen und Grabbeilagen festgestellt werden konnte. Im Ersten Weltkrieg wurde das Dorf aus Versehen von französischen Bomben getroffen, es kam jedoch zu keinen Personen- und äusserst geringen Materialschäden.[2]

Ortsadel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kallnach hatte, zumindest zeitweise, einen eigenen Ortsadel. So taucht beispielsweise ein Ritter Berthold von Kallnach urkundlich in den Jahren zwischen 1255 und 1265 in Erscheinung.[3] Dieses Adelsgeschlecht taucht nochmals im Jahre 1363 auf, als eine Christina von Kallnach zusammen mit ihrem Mann Heinrich von Schünen einen jährlichen Zins von 3 Schilling an das Dominikaner Kloster in Bern von einer halben Hofstatt in Bern in der Herrengasse stiftet.[4] Einkünfte aus der zweiten Hälfte dieser Hofstatt wurden bereits ein Jahr zuvor von Albrecht Schäfers und seiner Frau zum Seelenheil gestiftet, was auf ein mögliches Verwandtschaftsverhältnis der beiden Familien hindeuten könnte.[5]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stimmenanteile der Parteien anlässlich der Nationalratswahl 2015 betrugen: SVP 47.5 %, BDP 15.6 %, SP 12.4 %, FDP 5.5 %, EDU 4.9 %, glp 4.4 %, GPS 3.9 %, EVP 2.5 %, SD 1.2 %, CVP 1.2 %.[6]

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kallnach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. http://doc.rero.ch/record/166736/files/1918-01-10.pdf
  3. Quelle Archiv des historischen Vereins des Kantons Bern Band 9-10
  4. Quelle: Das Dominikaner Kloster in Bern
  5. Das Dominikaner Kloster in Bern von 1269 bis 1400, 1857, S. 34
  6. Resultate der Gemeinde Kallnach. Staatskanzlei des Kantons Bern, 18. Oktober 2015, abgerufen am 17. April 2016 (html, deutsch).