Kalonymos ben Meschullam

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Kalonymos ben Meschullam (gestorben am 27. Mai 1096[1] in Mainz) war ein jüdischer Dichter, Gelehrter und Rabbiner, Sohn des Meschullam ben Kalonymos und bis zur Judenverfolgung des Jahres 1096 („Verfolgung des Jahres 4856“/Gezerot Tatnu) Oberrabbiner der jüdischen Gemeinde von Mainz.

Meschullam entstammt dem Familienverband der Kalonymiden, die ursprünglich aus Lucca in Italien stammt und später in der Provence und in Deutschland, in Mainz und Speyer ansässig wurde.

Kalonymos ben Meschullam schrieb im Auftrag der rheinischen Gemeinden an den obersten Lehnsherrn des Herzogs, Kaiser Heinrich IV., der bis dahin die Juden geschützt hatte, und bat ihn erfolglos, die Pogrome zu verhindern. Er wird in der Erzählung des Amnon von Mainz genannt, von dem er im Traum den Text des Pijjut Unetaneh tokef erhalten haben soll. Er wurde nach Bericht des Chronisten Salomo bar Simson im Jahr 1096 im Rahmen des oben genannten Judenpogroms ermordet bzw. beging Selbstmord (Kiddusch HaSchem). [2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kalonymos ben Meschullam in der Jewish Encyclopedia
  2. Thomas Kollatz: Kalonymos ben Meschullam Beiträge zur deutsch-jüdischen Geschichte aus dem Salomon Ludwig Steinheim-Institut, 3. Jahrgang 2000 Heft 1