Kalvarienberg (Alendorf)

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Kalvarienberg (Alendorf)
Kalvarienberg Südseite

Kalvarienberg Südseite

Höhe 522,8 m ü. NHN
Lage Blankenheim (Ahr), Kreis Euskirchen, Nordrhein-Westfalen
Gebirge Ahrgebirge, Eifel
Koordinaten 50° 22′ 2″ N, 6° 38′ 29″ OKoordinaten: 50° 22′ 2″ N, 6° 38′ 29″ O
Kalvarienberg (Alendorf) (Nordrhein-Westfalen)
Kalvarienberg (Alendorf)

Der Kalvarienberg Alendorf ist ein 523 Meter[1] hoher Kalvarienberg im Naturschutzgebiet Lampertstal bei Alendorf, einem Ort in der Gemeinde Blankenheim im Kreis Euskirchen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Graf Salentin Ernst von Manderscheid-Blankenheim (* 1630) realisierte die Idee eines Vorfahren, den die Alendorfer Landschaft und der (ursprünglich so heißende) Kelberg an die in Jerusalem erinnert haben soll. Zwischen 1663 und 1680 ließ Salentin zuerst nach der älteren Tradition sieben Kreuzwegstationen und eine Kapelle auf dem Berg bauen. Im 19. Jh. wurden sieben weitere Stationen ergänzt. Die am Ort des heutigen Kreuzes stehende Kapelle besteht nicht mehr.[2] Die teilweise stark verwitterten Stationen wurden mit Unterstützung der NRW-Stiftung restauriert.[3]

Aussicht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von der Spitze des Kalvarienbergs bietet sich ein weiter Blick über die Eifel. So sind die Hohe Acht und die 23 Kilometer entfernte Nürburg zu sehen. Außerdem kann man die umliegenden Gemeinden wie Ripsdorf erkennen. Beim Alendorfer Kalvarienberg handelt es sich um einen der vom Naturpark Nordeifel anerkannten sogenannten Eifel-Blicke.[4]

Wallfahrt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Karwoche finden Prozessionen von der gotischen Kirche St. Agatha (1494) auf den Alendorfer Kalvarienberg statt. Der Aufstieg aus dem Dorf beträgt gut einen Kilometer. Unterwegs passieren die Pilger Kreuzwegstationen, die den Leidensweg Jesu Christi nachzeichnen. Rund um den Gipfel stehen weitere Kreuze. Die Kreuze bestehen aus rotem Sandstein. Insgesamt gibt es vierzehn Stationen.

Vegetation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Hügel ist von Kalk-Magerrasen überzogen, der von regelmäßig weidenden Schafen freigehalten wird. Im Abstand von wenigen Metern zueinander wachsen Wacholderbüsche.[5] Sie prägen das Bild des Alendorfer Kalvarienberges schon von Weitem.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Deutsche Grundkarte 1:5000
  2. Wildemann, Th. In Jahrbuch der Rheinischen Denkmalpflege 1936, Heft 3 zit. bei http://www.karmantan.de/kreuzwegalendorf2.html
  3. http://www.nrw-stiftung.de/projekte/projekt.php?pid=460
  4. Kalvarienberg in Blankenheim-Alendorf. eifel-blicke.de. 3. Januar 2013. Abgerufen am 3. Januar 2013.
  5. KREUZWEG AUF DEM KALVARIENBERG BEI ALENDORF WILLKOMMEN ZUM BETEN UND BOTANISIEREN. nrw-stiftung.de. 1. März 2007. Abgerufen am 3. Januar 2013.