Kamienka (Humenné)

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Kamienka
Wappen Karte
Wappen fehlt
Kamienka (Slowakei)
Kamienka
Basisdaten
Staat: Slowakei
Kraj: Prešovský kraj
Okres: Humenné
Region: Horný Zemplín
Fläche: 5,403 km²
Einwohner: 534 (31. Dez. 2020)
Bevölkerungsdichte: 99 Einwohner je km²
Höhe: 228 m n.m.
Postleitzahl: 067 83 (Postamt Kamenica nad Cirochou)
Telefonvorwahl: 0 57
Geographische Lage: 48° 54′ N, 22° 0′ OKoordinaten: 48° 54′ 24″ N, 21° 59′ 56″ O
Kfz-Kennzeichen: HE
Kód obce: 520349
Struktur
Gemeindeart: Gemeinde
Verwaltung (Stand: November 2018)
Bürgermeister: Benjamín Blaha
Adresse: Obecný úrad Kamienka
č. 143
067 83 Kamenica nad Cirochou
Webpräsenz: www.kamienka.sk
Statistikinformation auf statistics.sk

Kamienka (ungarisch Kiskemence)[1] ist eine Gemeinde im Osten der Slowakei mit 534 Einwohnern (Stand: 31. Dezember 2020), die zum Okres Humenné, einem Kreis des Prešovský kraj, gehört. Sie ist Teil der traditionellen Landschaft Zemplín.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde befindet sich am nordwestlichen Hang Vihorlatgebirges, am Bach Kamenica, einem linksseitigen Zufluss der Cirocha im Einzugsgebiet des Laborec. Das Ortszentrum liegt auf einer Höhe von 228 m n.m. und ist 10 Kilometer von Humenné entfernt.

Nachbargemeinden sind Kamenica nad Cirochou im Norden, Nordosten und Osten, Valaškovce (Militärgebiet) im Südosten und Süden, Ptičie im Südwesten und Westen und Hažín nad Cirochou im Nordwesten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kamienka wurde zum ersten Mal 1416 als Kyskemencze (nach älteren Quellen erst 1451 als Kemenche utraque) schriftlich erwähnt, weitere historische Bezeichnungen sind unter anderen Mala Kamenka (1773) sowie Kis-Kemencze, Malá Kaměnka, Malá Kamenica (alle 1808). Das Dorf war Teil der Drugeth'schen Herrschaft von Humenné, ab 1613 gehörte ein Teil den Jesuiten von Humenné. Im späten 17. Jahrhundert war es Besitz der Familie Széchy, gefolgt von der Familie Csáky im 18. sowie vom Geschlecht Andrássy im 19. Jahrhundert. 1556 wurden fünf Porta verzeichnet, 1720 gab es zwei Mühlen. 1787 hatte die Ortschaft 51 Häuser und 382 Einwohner, 1828 zählte man 65 Häuser und 489 Einwohner, die als Köhler, Viehzüchter und Waldarbeiter tätig waren, dazu gab es ab dem 19. Jahrhundert eine Säge. Von 1890 bis 1910 wanderten viele Einwohner aus.

Bis 1918 gehörte der im Komitat Semplin liegende Ort zum Königreich Ungarn und kam danach zur Tschechoslowakei beziehungsweise heute Slowakei. Nach 1918 waren die Einwohner als Landwirte, Waldarbeiter sowie als Arbeiter in der Säge in Kamenica nad Cirochou beschäftigt. Während des Zweiten Weltkriegs unterstützten die Einwohner die Partisanenbewegung. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde 1958 die örtliche Einheitliche landwirtschaftliche Genossenschaft (Abk. JRD) gegründet, ein Teil der Einwohner pendelte zur Arbeit nach Humenné und Snina, während andere weiterhin im Wald arbeiteten.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Volkszählung 2011 wohnten in Kamienka 561 Einwohner, davon 519 Slowaken, vier Russinen und ein Ukrainer. 37 Einwohner machten keine Angabe zur Ethnie.

471 Einwohner bekannten sich zur römisch-katholischen Kirche, 23 Einwohner zur griechisch-katholischen Kirche und sieben Einwohner zur orthodoxen Kirche. Ein Einwohner bekannte sich zu einer anderen Konfession, 17 Einwohner waren konfessionslos und bei 42 Einwohnern wurde die Konfession nicht ermittelt.[2]

Bauwerke und Denkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • römisch-katholische Johannes-Nepomuk-Kirche im klassizistischen Stil aus den Jahren 1798–1799, 1892 saniert[3]
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Kamienka

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Kamienka führt nur die Cesta III. triedy 3835 („Straße 3. Ordnung“) von Kamenica nad Cirochou (Anschluss an die Cesta I. triedy 74 („Straße 1. Ordnung“)) heraus. Der nächste Bahnanschluss ist in Kamenica nad Cirochou an der Bahnstrecke Humenné–Stakčín.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Slovníkový portál Jazykovedného ústavu Ľ. Štúra SAV. Abgerufen am 2. September 2021 (slowakisch).
  2. Ergebnisse der Volkszählung 2011. Abgerufen am 2. September 2021 (slowakisch).
  3. Kamienka - Kostol sv. Jána Nepomuckého In: pamiatkynaslovensku.sk, abgerufen am 2. September 2021 (slowakisch)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]