Kamienna Góra (Landgemeinde)

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Gmina Kamienna Góra
Wappen der Landgemeinde Kamienna Góra
Gmina Kamienna Góra (Polen)
Gmina Kamienna Góra
Gmina Kamienna Góra
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Niederschlesien
Powiat: Kamienna Góra
Geographische Lage: 50° 47′ N, 16° 2′ OKoordinaten: 50° 47′ 0″ N, 16° 2′ 0″ O
Einwohner: siehe Gmina
Postleitzahl: 58-400
Telefonvorwahl: (+48) 75
Kfz-Kennzeichen: DKA
Wirtschaft und Verkehr
Straße: LegnicaTrutnov
Schienenweg: Sędzisław–Lubawka
Nächster int. Flughafen: Breslau
Gmina
Gminatyp: Landgemeinde
Fläche: 158,1 km²
Einwohner: 9042
(31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 57 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 0207022
Verwaltung (Stand: 2014)
Wójt: Patryk Straus
Adresse: al. Wojska Polskiego 10
58-400 Kamienna Góra
Webpräsenz: www.gminakamiennagora.pl



Die Gmina wiejska Kamienna Góra [kaˈmʲɛnːa ˈgura] ist eine selbständige Landgemeinde in Polen im Powiat Kamienna Góra in der Woiwodschaft Niederschlesien. Ihr Sitz befindet sich in der Stadt Kamienna Góra (deutsch Landeshut in Schlesien). Die Landgemeinde, zu der die Stadt Kamienna Góra selbst nicht gehört, hat eine Fläche von 158 km², auf der (Stand: 31. Dezember 2016) 9042 Menschen leben. Die Gemeinde ist Teil der Euroregion Neiße.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karte der Landgemeinde

Die Landgemeinde liegt in Niederschlesien, etwa 20 Kilometer südöstlich von Jelenia Góra (Hirschberg). Ihr Gebiet umgibt die Stadt Kamienna Góra zu 98 Prozent.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die evangelische Kirche im sieben Kilometer westlich von Landeshut gelegenen Schreibendorf (ehemals im Herzogtum Schweidnitz-Jauer; seit 1945 Pisarzowice genannt) wurde am 6. Februar 1654 im Rahmen der Rekatholisierung Schlesiens in ein katholisches Gotteshaus umgewandelt. Der Ortsteil Niederschreibendorf gehörte zu dieser Zeit dem evangelischen Heinrich von Planitz und Oberschreibendorf (in der Literatur oft nur als Schreibendorf bezeichnet) dem katholischen Gutsherrn Christoph von Zedlitz (1630–1690).[2]

Von 1975 bis 1998 gehörte die Landgemeinde Kamienna Góra zur Woiwodschaft Jelenia Góra.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Landgemeinde Kamienna Góra besteht aus folgenden Ortschaften mit Schulzenämtern:

  • Czadrów (Oberzieder)
  • Czarnów (Rothenzechau)
  • Dobromyśl (Kindelsdorf)
  • Debrznik (Krausendorf)
  • Gorzeszów (Görtelsdorf)
  • Janiszów (Johnsdorf)
  • Kochanów (Trautliebersdorf)
  • Krzeszów (Grüssau)
  • Krzeszówek (Neuen/Alt-Grüssau)
  • Leszczyniec (Haselbach)
  • Nowa Białka (Neuweistritz)
  • Ogorzelec (Städtisch Dittersbach)
  • Olszyny (Erlendorf)
  • Pisarzowice (Schreibendorf[3]), früher auch Niederschreibendorf und Oberschreibendorf[4]
  • Przedwojów (Reichhennersdorf)
  • Ptaszków (Vogelsdorf)
  • Raszów (Reußendorf)
  • Rędziny (Wüstenröhrsdorf; 1937–45: Röhrsdorf (Riesengeb.))
  • Szarocin (Pfaffendorf)

Ein weiterer Ort der Landgemeinde ist Betlejem.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gmina Kamienna Góra – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Population. Size and Structure by Territorial Division. As of December 31, 2016. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF-Dateien; 5,19 MiB), abgerufen am 29. September 2017.
  2. Michael Sachs: Die Flucht der evangelischen Frau Anna Magdalena von Reibnitz (1664–~1745) mit ihren von der Zwangskatholisierung bedrohten fünf Kindern aus Schlesien im Jahre 1703 – ein Stimmungsbild aus dem Zeitalter der Gegenreformation und des Pietismus. In: Medizinhistorische Mitteilungen. Zeitschrift für Wissenschaftsgeschichte und Fachprosaforschung. Band 34, 2015 (2016), S. 221–263, hier: S. 221, Anm. 1, und S. 239, Anm. 41.
  3. Gustav Trogisch: Schreibendorf. Ortsnachrichten. Schreiberhau-Diesdorfer Rettungsanstalten, Diesdorf bei Kuhnern 1887.
  4. Michael Sachs: Die Flucht der evangelischen Frau Anna Magdalena von Reibnitz (1664–~1745) mit ihren von der Zwangskatholisierung bedrohten fünf Kindern aus Schlesien im Jahre 1703 – ein Stimmungsbild aus dem Zeitalter der Gegenreformation und des Pietismus. In: Medizinhistorische Mitteilungen. Zeitschrift für Wissenschaftsgeschichte und Fachprosaforschung. Band 34, 2015 (2016), S. 221–263, hier: S. 221, Anm. 1.