Kammer (Traunstein)

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Kammer
Koordinaten: 47° 55′ 26″ N, 12° 39′ 6″ O
Einwohner: 1000
Eingemeindung: 1. Juli 1972
Postleitzahl: 83278
Vorwahl: 0861

Kammer ist ein Pfarrdorf mit ca. 1000 Einwohnern im oberbayerischen Landkreis Traunstein und Sitz einer katholischen Pfarrgemeinde. Kammer ist Teil der Stadt Traunstein.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

790 wurden Kammer und seine Umgebung in der Salzburger Urkunde Notitia Arnonis erstmals erwähnt. Es wurden 80 abgabenpflichtige Romanen an der Traun erwähnt. Romanische Bevölkerung kann man für die Orte Litzlwalchen, Traunwalchen, Walchenberg, Roitwalchen, Kammer, Oberwalchen und Katzwalchen annehmen. Kammer war im Mittelalter ein Amt des Landgerichts Traunstein und umfasste die Hauptmannschaften Berg, Traunwalchen, Pierling, Rettenbach, Thunstetten, Kammer und Weissenkirchen.

1805 wurde Kammer zu einer eigenen königlichen Pfarrei erhoben. 1818 erfolgte durch das Gemeindeedikt die Umwandlung der früheren Hauptmannschaft in eine politische Gemeinde. Diese hatte im Jahr 1933 (mit dem Ort Rettenbach) 613 Einwohner. Am 1. Juli 1972 wurde Kammer im Zuge der Gemeindegebietsreform in die Stadt Traunstein eingemeindet.[1]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Pfarrkirche
  • ehemaliger Schlosshügel

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Balthasar Permoser (1651–1732), einer der bedeutendsten Bildhauer des Barock, geboren in Kammer

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kammer verfügt über eine Pfarrjugend, den Sportverein DJK Kammer, die Schützengesellschaft Kammer-Rettenbach, den Arbeiter- und Burschenverein, die Krieger- und Soldatenkameradschaft, die Freiwillige Feuerwehr Kammer[2] und den GTEV Eschenwald Rettenbach.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Klaus Oberkandler: Kammer – 1200 Jahre Geschichte und G’schichtln. Eigenverlag, Traunstein-Kammer 1988.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 602.
  2. http://feuerwehr-kammer.de