Kammweg

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Dieser Artikel erläutert den historischen Fernwanderweg, zum allgemeinen Begriff siehe Höhenweg. Für den Kammweg auf der Teufelsmauer, siehe Kammweg (Teufelsmauer).
Kammweg
Daten
Länge 289 kmdep1
Lage Sachsen/Thüringen,
Deutschland
Betreut durch Tourismusverband Erzgebirge e. V., Tourismusverband Vogtland e. V.
Markierungszeichen
Alter Kammweg

Erzgebirge–Vogtland
Startpunkt Geising
50° 45′ 29″ N, 13° 47′ 28″ O
Zielpunkt Blankenstein
50° 24′ 7″ N, 11° 42′ 1″ O
Typ Fernwanderweg
Jahreszeit ganzjährig

Der Kammweg war ein 1904 eröffneter Fernwanderweg entlang der Kammlinien von Elstergebirge, Erzgebirge, Böhmischer Schweiz, Lausitzer Gebirge, Jeschkengebirge, Iser- und Riesengebirge, Glatzer Schneegebirge und Altvatergebirge. Dieser Weg war einst der längste Touristenweg im deutschsprachigen Raum. Seit 2011 wird die Kammweg-Tradition mit dem Kammweg Erzgebirge–Vogtland fortgeführt, der auf deutscher Seite verläuft.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geplant war eine Trassierung über alle Grenzgebirge Böhmens und Mährisch-Schlesiens von der Donau bis zur Oder, in der längsten Ausdehnung führte der Weg vom Hainberg bei Asch (tschechisch Háj u Aše) bis zum Altvater (Praděd) im Altvatergebirge.

Nach 1945 wurde die durchgängige Markierung des Weges aufgelassen, die meisten Abschnitte des Weges wurden jedoch als Wanderweg erhalten. Nach 1990 wurde auf weiten Teilen der historischen Wegtrasse der Europäische Fernwanderweg E3 neu markiert.

Seit 2011 gehört der Kammweg zu den Top Trails of Germany.[1]

Kammweg im Riesengebirge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kammweg Erzgebirge–Vogtland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 13. Mai 2011 wurde der Kammweg Erzgebirge–Vogtland eingeweiht, der ausschließlich auf deutscher Seite verläuft. Er beginnt in Geising im Osterzgebirge und endet nach 289 Kilometern in Blankenstein in Thüringen, wo er an den Rennsteig und Frankenweg anschließt. Hauptträger des Kammweges Erzgebirges – Vogtland sind der Tourismusverband Erzgebirge e. V. und der Tourismusverband Vogtland e. V. Die Umsetzung des Gemeinschaftsprojektes erfolgte mit Unterstützung der Kommunen und Landkreise am Kammweg, des Staatsbetriebes Sachsenforst, des Naturparkes Erzgebirge–Vogtland und den Wanderverbänden des Vogtlandes, Erzgebirges und Frankenwaldes. Der Kammweg Erzgebirge–Vogtland wurde vom Verband Deutscher Gebirgs- und Wandervereine als Qualitätsweg zertifiziert.

Verlauf: GeisingAltenbergRehefeld – oberhalb HolzhauRechenberg-BienenmühleClausnitzFriedebachNeuhausenSeiffen – oberhalb OlbernhauRübenauKühnhaideReitzenhainSatzungSchmalzgrubeJöhstadt-SchlösselKönigswaldeBärensteinNeudorf/Kretscham-Rothensehma – Fichtelberg (1214,7 m)OberwiesenthalTellerhäuserRittersgrünJohanngeorgenstadtAuersberg (1019 m)WildenthalWeitersglashütteCarlsfeldMühlleithenMuldenbergSchöneck – Hermsgrün – Leubetha – Dreiländereck – Bobenneukirchen – Burgstein/Krebes – Gutenfürst – GebersreuthHirschbergPottigaBlankenbergBlankenstein.

Rastplatz in Wildenthal
Abstieg vom Auersberg

Der Kammweg gliedert sich in folgende 17 Etappen:

Etappe Etappen-Endpunkt Etappen-
länge (km)
Gesamt-
länge (km)
- Geising, Bf. 000,0
1 Holzhau, Zeichen 314 - Parkplatz, StVO 2013.svg an der Fischerbaude 24,5 024,5
2 Sayda, Alte Kreuztanne 12,5 037,0
3 Seiffen, Kirche 10,0 047,0
4 Olbernhau, Zeichen 314 - Parkplatz, StVO 2013.svg Saigerhütte 11,5 058,5
5 Kühnhaide, Zeichen 314 - Parkplatz, StVO 2013.svg Schwarzwassertal 21,0 079,5
6 Satzung, Hirtstein 14,0 093,5
7 Bärenstein, Zeichen 314 - Parkplatz, StVO 2013.svg Bergauffahrt 22,5 116,0
8 Fichtelberg, Kurort Oberwiesenthal 18,0 134,0
9 Breitenbrunn, Himmelswiese 18,0 152,0
10 Johanngeorgenstadt, Steinbach 14,5 166,5
11 Weitersglashütte 11,0 177,5
12 Mühlleithen, Passhöhe B 283 14,0 191,5
13 Schöneck, IFA Ferienpark 15,0 206,5
14 Eichigt, Bushaltestelle Obereichigt 25,0 231,5
15 Burgsteingebiet, Krebes, Zeichen 314 - Parkplatz, StVO 2013.svg an den Burgsteinruinen 21,0 252,5
16 Mödlareuth, Ghs. „Zum Grenzgänger“ 14,5 267,0
17 Blankenstein, Selbitzplatz 22,0 289,0

Wegemarkierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wegemarke des alten Kammweges Der alte Kammweg war in der Örtlichkeit mit dem Kammzeichen markiert.

Wegemarke Kammweg Erzgebirge - Vogtland Wegemarke des Kammweges Erzgebirge – Vogtland.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Einsteigen und Abschalten. Übersichtskarte Kammweg Erzgebirge – Vogtland. Tourismusverband Erzgebirge e. V., 2011.
  • Über fast allen Gipfeln ist Ruh ... - Vom Kammweg, Malerweg und Nonnensteig in DAV Panorama 5/2012, S. 94 ff.
  • Peter Rölke: Kammwegführer. Vom Jeschken zum Rosenberg. Berg- und Naturverlag Rölke, Dresden 2017, ISBN 978-3-934514-38-6

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.freiepresse.de/LOKALES/REGIOTICKER/Annaberg-Buchholz-Tourismusverband-wirbt-fuer-Kammweg-artikel7725957.php