Kamow Ka-31

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Kamow Ka-31
Kamow Ka-31 auf der MAKS 2007
Kamow Ka-31 auf der MAKS 2007
Typ: Bordgestützter Frühwarnhubschrauber
Entwurfsland:

Sowjetunion 1955Sowjetunion Sowjetunion

Hersteller: Kamow
Erstflug: 1987
Indienststellung: 1995
Stückzahl: ca. 35

Der Kamow Ka-31 (russisch Камов Ка-31, NATO-Codename: Helix) ist ein Hubschrauber im Dienst der russischen Marine. Es handelt sich um ein in nur wenigen Exemplaren hergestelltes Modell, das speziell für die Radarseeaufklärung entwickelt wurde.

Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Arbeiten begannen 1985 als Ka-25PLD oder Ka-29RLD, die Projektverteidigung erfolgte im darauffolgenden Jahr. Der Ka-31 basiert auf dem bewährten Kamow Ka-27, mit dem er die wesentlichen technischen Parameter gemein hat. Die Besonderheit des Hubschraubers ist sein sechs Meter langer Radarschild, der unterhalb des Rumpfes angebracht ist. Er ist Teil des im Wissenschaftlichen Forschungsinstitut für Radiotechnik in Gorki konstruierten Radarsystems E-801, das 1987 erstmals mit einem Ka-27 getestet wurde. Im normalen Flugmodus liegt der Schild flach am Rumpf an, im Aufklärungsmodus wird er heruntergeklappt und rotiert mit sechs Umdrehungen pro Minute unter dem Hubschrauber. Das Fahrwerk wird dazu eingefahren; die Marschgeschwindigkeit sinkt hierbei auf 100 km/h. Die Reichweite für die Erkennung von Flugobjekten der Größe eines Kampfflugzeuges beträgt bis zu 150 km, bei Überwasserschiffen bis zu 200 km. Insgesamt können vierzig Zielobjekte gleichzeitig verfolgt werden.

Im Flug mit heruntergeklapptem Radarschild

Technische Daten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kenngröße Daten
Besatzung 2
Rotorkreisdurchmesser jeweils 15,90 m
Länge 11,25 m ohne Rotorblätter und Staurohr
12,5 gesamt
Höhe 5,60 m
Breite 3,8 m
Spurbreite 3,05 m
Startmasse max. 12.500 kg
Höchstgeschwindigkeit 255 km/h
Marschgeschwindigkeit 220 km/h
Patrouilliergeschwindigkeit 100 km/h
Dienstgipfelhöhe 3.700 m
Reichweite 680 km
Triebwerke zwei Klimow/Isotow TW3-117WMAR
Leistung 2 × 1.633 kW (2.220 PS)

Militärische Nutzer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

China VolksrepublikVolksrepublik China Volksrepublik China
IndienIndien Indien
RusslandRussland Russland

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dieter Stammer: AWACS-Flugzeuge in den sowjetisch-russischen Streitkräften. Elbe-Dnjepr, Klitzschen 2009, ISBN 978-3-940541-30-7.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kamow Ka-31 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. RIA Novosti: Russland verkauft Aufklärungs- und U-Boot-Abwehr-Hubschrauber an China abgerufen am 22. Juni 2011.