Kampf um Rom

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Filmdaten
Deutscher Titel Kampf um Rom – 1. Teil
Kampf um Rom – 2. Teil: Der Verrat
Produktionsland Deutschland, Italien, Rumänien
Erscheinungsjahr 1968
Länge 99 (Teil 1) / 91 (Teil 2) Minuten
Stab
Regie Robert Siodmak
Drehbuch Ladislas Fodor
Produktion Artur Brauner für CCC-Film (Berlin)
Pegaso Films (Rom) in Zusammenarbeit mit Studioul Cinematografic (Bukarest)
Musik Riz Ortolani
Kamera Richard Angst
Schnitt Alfred Srp
Besetzung

Kampf um Rom ist ein zweiteiliger Historienfilm des deutschen Regisseurs Robert Siodmak nach dem gleichnamigen Roman von Felix Dahn. Die beiden Teile Kampf um Rom – 1. Teil und Kampf um Rom – 2. Teil: Der Verrat starteten 1968 und 1969 in den deutschen Kinos. Vor der Veröffentlichung in den USA wurden die beiden Teile 1973 zusammengefasst und auf 94 Minuten gekürzt. Diese gekürzte Fassung kam 1976 als Wiederaufführung auch in die deutschen Kinos.

Handlung[Bearbeiten]

Um 500 nach Christus liegt das einstige Römische Reich darnieder. Byzanz ist weggebrochen und Teile Italiens wurden vom Ostgotenkönig Theoderich erobert. Nach dessen Tod beginnt ein Machtkampf um sein Erbe zwischen seinen Töchtern Amalaswintha und Mathaswintha. Der königliche Rat entscheidet sich für Amalaswintha, was Mathaswintha nicht akzeptiert. Der Römer Cethegus strebt nach Macht und schadet so seinem eigenen römischen Vaterland. Die Ostgoten belagern Rom und werden von Mathaswintha verraten, die aus gekränkter Eitelkeit die gotischen Schlachtpläne an die Römer liefert.

Hintergrund[Bearbeiten]

Die wechselvolle Handlung mit ihrer Mischung aus Palastintrigen und monumentalen Schlachten folgt weitgehend dem historischen Roman Ein Kampf um Rom von Felix Dahn aus dem Jahr 1876. Die Bauten stammen von Ernst Schomer. Andrew Marton und Sergiu Nicolaescu waren als zusätzliche Regisseure beteiligt. Der Film entstand aus Kostengründen in Rumänien. Die Dreharbeiten, die vom 6. Mai bis zum September 1968 andauerten [1], erfolgten unter schwierigen logistischen Bedingungen und erwiesen sich als sehr strapaziös.[2] Während der Dreharbeiten mit rund 3.000 rumänischen Komparsen erlitt Regisseur Robert Siodmak einen schweren Autounfall.[3] Laut Kay Wenigers Das große Personenlexikon des Films war Kampf um Rom mit 15 Millionen DM Herstellungskosten die bis dahin teuerste deutsche Filmproduktion.[4]

Kritik[Bearbeiten]

„Machtkampf-, Intrigen- und Schlachtspektakel in überholtem Historien- und Ausstattungsstil; von Felix Dahns Romanvorlage wurde das ideologische Element rigoros ausgeklammert. […] Sehr aufwendig, prominent besetzt, naiv-unterhaltsam, aber psychologisch grob gestrickt und allzu sehr veräußerlicht.“

Lexikon des internationalen Films[5][6]

„Aufwendige Germanen-Schau mit viel Liebe, Prunk und Pathos, aber ohne den Versuch historischer Fundierung. Augenfutter ab 14.“

Evangelischer Filmbeobachter[7]

„Bunter Historienfilm mit formalen Mängeln. […] Die vielen Schlachtszenen und Stars können auch hier die Drehbuchmängel nicht kaschieren.“

Heyne Filmlexikon[8]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. CineGraph – Lexikon zum deutschsprachigen Film, F28 Robert Siodmak
  2. Michael Petzel: Karl May Filmbuch, Karl-May-Verlag, Bamberg, zweite erweiterte Auflage 1999, S. 374/375
  3. Kampf um Rom - 1. Teil
  4. Eintrag zu Robert Siodmak in: Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Die Schauspieler, Regisseure, Kameraleute, Produzenten, Komponisten, Drehbuchautoren, Filmarchitekten, Ausstatter, Kostümbildner, Cutter, Tontechniker, Maskenbildner und Special Effects Designer des 20. Jahrhunderts. 8 Bände. Schwarzkopf und Schwarzkopf, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3.
  5. Kampf um Rom – 1. Teil im Lexikon des internationalen Films.
  6. Kampf um Rom – 2. Teil: Der Verrat im Lexikon des internationalen Films.
  7. Evangelischer Filmbeobachter, Kritik Nr. 2/1969, S. 5.
  8. Lothar R. Just: Heyne Filmlexikon. 10 000 Filme aus 100 Jahren Filmgeschichte, Heyne, München 1996, ISBN 978-3-453-08685-2.