Kandinat

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Kandinat war ein in der DDR gebräuchlicher Ersatzstoff für Orangeat und Zitronat.

Da Zitrusfrüchte nur teuer importiert werden konnten, entwickelte man im Zentralinstitut für Ernährung in Potsdam-Rehbrücke[1] Alternativen, um weiterhin Backwaren wie den Dresdner Christstollen produzieren und vermarkten zu können.[2][3] Als Ersatz für Orangeat diente Kandinat M, hergestellt aus gekochten und danach kandierten Möhren, als Zitronatersatz wurde Kandinat T aus kandierten grünen Tomaten produziert.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johannes Seidemann: World spice plants. Springer, Berlin 2005.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stefan Locke: Dresdner Christstollen: Aus aller Welt. FAZ, 21. Dezember 2015, abgerufen am 30. September 2016.
  2. Ein Wink aus der Geschichte – Stollen backen zu Zeiten des Zweiten Weltkriegs. 15. Dezember 2013, abgerufen am 5. November 2014.
  3. Michael Dietrich: Das Wunder von Dresden. Der Tagesspiegel, 16. Dezember 2012, abgerufen am 5. November 2014.