Kangal (Sivas)

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Kangal
Wappen fehlt
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Kangal (Sivas) (Türkei)
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Basisdaten
Provinz (il): Sivas
Koordinaten: 39° 14′ N, 37° 23′ OKoordinaten: 39° 14′ 12″ N, 37° 23′ 19″ O
Höhe: 1540 m
Einwohner: 9.410[1] (2018)
Telefonvorwahl: (+90) 346
Postleitzahl: 58 900
Kfz-Kennzeichen: 58
Struktur und Verwaltung (Stand: 2019)
Gliederung: 8 Mahalles
Bürgermeister: Ahmet Kürşad Apaydın (BPP)
Postanschrift: Gürsel Mahallesi,
Çarşı İçi No:1
58900 Kangal
Website:
Landkreis Kangal
Einwohner: 21.669[1] (2018)
Fläche: 3.342 km²
Bevölkerungsdichte: 6 Einwohner je km²
Kaymakam: Cuma Emeç
Website (Kaymakam):
Vorlage:Infobox Ort in der Türkei/Wartung/Landkreis

Kangal ist eine Kleinstadt und Hauptort des gleichnamigen Landkreises (İlçe) in der zentralanatolischen Provinz Sivas. Die Stadt liegt etwa 90 Straßenkilometer (Luftlinie: 65 km) südsüdöstlich von der Provinzhauptstadt Sivas. Der ursprüngliche Name lautete Kangara, laut Stadtsiegel wurde der Ort 1923 in den Rang einer Gemeinde (Belediye) erhoben.

Der Landkreis Kangal liegt im Süden der Provinz und ist der zweitgrößte hier. Er grenzt im Westen an den Kreis Altınyayla, im Nordosten an den Kreis Ulaş, im Nordosten an den Kreis Zara, im Osten an den Kreis Divriği und im Süden an den Kreis Gürün. Die Außengrenzen bilden die Provinzen Kayseri im Westen und Malatya im Südosten.

Zentrum mit der Hauptmoschee
Ulu Karsi Cami von 1968

Kangal liegt knapp 70 Kilometer südöstlich von Sivas an der Schnellstraße nach Malatya (D850). Eine kleinere Straße führt nach Osten über einen 1950 Meter hohen Pass in der Yama-Bergkette bis ins 68 Kilometer entfernte Divriği. Kangal hat Eisenbahnanschluß. Die Stadt ist ein landwirtschaftliches Versorgungszentrum für die umliegenden Dörfer.

Carl Ritter gab 1859 die Reisebeschreibung des armenischen Patriarchen Macarius wieder, wonach Kangal 1695 eine Karawanenstation auf dem Weg zwischen Konstantinopel und Persien war.[2] Nach archäologischen Funden existierte eine Handelsroute zwischen Sivas und der Ebene von Malatya über Ulaş, Kangal und Alacahan nahezu ohne zeitliche Unterbrechung bereits seit der Mitte des 3. Jahrtausends v. Chr.[3]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt ist auch bekannt für die in der Region gezüchtete Hunderasse Kangal. Nach ihrem Vorkommen in der Region heißen die Rötlichen Saugbarben auch „Kangalfische“. Der Ortsname Kangal ist vom Ethnonym Kaŋlı, Kangly, Kangar abgeleitet, das bis heute bei den Turkvölkern Zentralasiens als Stammesname vorkommt.[4]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kangal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Türkiye Nüfusu İl ilçe Mahalle Köy Nüfusları, abgerufen am 21. Juli 2019
  2. Carl Ritter: Die Erdkunde von Asien. Band IX: Klein-Asien. Teil 2. G. Reimer, Berlin 1859, S. 23
  3. A. Tuba Ökse: Ancient Mountain Routes Connecting Central Anatolia to the Upper Euphrates Region. In: Anatolian Studies, Vol. 57: Transanatolia: Bridging the Gap between East and West inthe Archaeology of Ancient Anatolia. British Institute at Ankara, 2007, S. 35–45, hier S. 38
  4. Linguistics and Language Behavior Abstracts: LLBA, Band 37, Ausgabe 4. Sociological Abstracts, Incorporated, 2003, S. 1669.