Kanton Cernay

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Kanton Cernay
Region Grand Est
Département Haut-Rhin
Arrondissement Thann-Guebwiller
Hauptort Cernay
Einwohner 50.628 (1. Jan. 2014)
Bevölkerungsdichte 155 Einw./km²
Fläche 325,60 km²
Gemeinden 31
INSEE-Code 6803
Lage des Kantons Cernay im Arrondissement Thann und im Département Haut-Rhin bis 2015
Lage des Kantons Cernay im Département Haut-Rhin SEIT 2015

Der Kanton Cernay ist eine Untergliederung des Arrondissements Thann-Guebwiller im Département Haut-Rhin in der Region Grand Est in Frankreich.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kanton wurde am 4. März 1790 im Zuge der Einrichtung der Départements als Teil des damaligen "Distrikts Belfort" gegründet. Mit der Gründung der Arrondissements am 17. Februar 1800 wurde der Kanton als Teil des damaligen Arrondissements Belfort neu zugeschnitten. Von 1871 bis 1919 gab es keine weitere Untergliederung des damaligen Kreises Thann. Am 28. Juni 1919 wurde der Kanton Teil des neu gegründeten Arrondissements Thann. Am 22. März 2015 wurde der Kanton von ehemals 11 auf jetzt 32 Gemeinden vergrößert.[1] Von den 11 bisherigen Gemeinden des Kantons wechselten 5 zu anderen Kantonen. Hinzu kamen 27 Gemeinden aus anderen Kantonen. Diese 27 Gemeinden gehörten bis 2015 zu den Kantonen Saint-Amarin (alle 15 Gemeinden), Thann (10 der 11 Gemeinden) und Masevaux (1 Gemeinde). Durch die Vereinigung von Aspach-le-Haut und Michelbach zur Gemeinde Aspach-Michelbach am 1. Januar 2016 sank die Zahl der Gemeinden auf 31.

Siehe auch Geschichte Département Haut-Rhin und Geschichte Arrondissement Thann.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kanton grenzte bis 2014 im Norden an die Kantone Soultz-Haut-Rhin und Ensisheim im Arrondissement Guebwiller, im Osten an die Kantone Wittenheim und Mulhouse-Ouest im Arrondissement Mulhouse, im Süden an die Kantone Altkirch und Dannemarie im Arrondissement Altkirch, im Südwesten an den Kanton Masevaux und im Westen an den Kanton Thann.

Der heutige Kanton Cernay grenzt im Nordosten an die Kantone Wintzenheim und Guebwiller, im Osten an die Kantone Wittenheim und Kingersheim, im Süden und Südwesten an den Kanton Masevaux und im Westen an das Département Vosges.[2]

Gemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Kantonsreform 2015 gehörten dem Kanton die folgenden 11 Gemeinden an: Aspach-le-Bas, Bernwiller, Burnhaupt-le-Bas, Burnhaupt-le-Haut, Cernay, Schweighouse-Thann, Staffelfelden, Steinbach, Uffholtz, Wattwiller und Wittelsheim.

Ab 2015[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 22. März 2015 wurde der Kanton Cernay vergrößert und bestand nun aus 32 Gemeinden. Die größte davon ist Cernay, die wie schon zuvor auch Hauptort des Kantons ist. Die heute 31 Gemeinden des Kantons sind:

 Gemeinde   Elsässisch   Deutsch   Einwohner 
(2014)
 Fläche 
(km²)
 Code
postal
 
Code
Insee
Aspach-le-Bas Neederàschbàch Niederaspach 1.315 8,01 68700 68011
Aspach-Michelbach Àschbàch-Michelbàch Aspach-Michelbach 1.845 12,03 68700 68012
Bitschwiller-lès-Thann Bitschwiller Bitschweiler 1.984 12,64 68620 68040
Bourbach-le-Bas Neederburbàch Niederburbach 587 6,04 68290 68045
Bourbach-le-Haut Ewerburbàch Burbach 414 6,86 68290 68046
Cernay Sanne Sennheim 11.723 18,04 68700 68063
Fellering Falleri Fellering 1.659 21,29 68470 68089
Geishouse Gaishüse Geishausen 462 7,28 68690 68102
Goldbach-Altenbach Golbàch-Àltebàch Goldbach-Altenbach 286 9,14 68760 68106
Husseren-Wesserling Hüser-Wasserlíng Häusern-Wesserling 978 5,09 68470 68151
Kruth Krit Krüt 948 22,06 68820 68171
Leimbach Laimbàch Leimbach 849 3,57 68800 68180
Malmerspach Màlmerschbàch Malmerspach 520 2,66 68550 68199
Mitzach Mitzàch Mitzach 418 6,41 68470 68211
Mollau Mollo Mollau 368 8,82 68470 68213
Moosch Mohsch Moosch 1.700 15,25 68690 68217
Oderen Odere Odern 1.296 19,12 68830 68247
Rammersmatt Ràmmerschmàtt Rammersmatt 207 5,47 68800 68261
Ranspach Rànschbàch Ranspach 843 11,40 68470 68262
Roderen Rodre Rodern 895 7,16 68800 68279
Saint-Amarin Sàntàmàrì Sankt Amarin 2.310 11,61 68550 68292
Schweighouse-Thann Schwaighüse-Thànn Schweighausen 760 10,78 68520 68302
Steinbach Staibàch Steinbach 1.370 6,09 68700 68322
Storckensohn Storksoh Storckensohn 222 5,10 68470 68328
Thann Dànn Thann 7.915 12,51 68800 68334
Uffholtz Üffholz Uffholz 1.661 11,91 68700 68342
Urbès Urwes Urbis 434 12,68 68121 68344
Vieux-Thann Àlt-Dànn Alt-Thann 2.938 5,11 68800 68348
Wattwiller Wàttwiller Wattweiler 1.681 13,61 68700 68359
Wildenstein Wìldestai Wildenstein 185 9,86 68820 68370
Willer-sur-Thur Willer Weiler 1.855 18,00 68760 68372

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im 1. Wahlgang am 22. März 2015 erreichte keines der vier Wahlpaare die absolute Mehrheit. Bei der Stichwahl am 29. März 2015 gewann das Gespann Annick Lutenbacher/Raphaël Schellenberger (beide UMP/LR) gegen Stéphanie Faesch/Serge Klein (beide FN) mit einem Stimmenanteil von 64,58 % (Wahlbeteiligung:46,66 %).[3]

Seit 1945 hatte der Kanton folgende Abgeordnete im Rat des Départements:

Vertreter im conseil général des Départements
Amtszeit Name Partei
1945-1951 Henri Kauffmann MRP
1951-1958 Xavier Herrgott RPF, danach Républicains sociaux
1958-1970 Jules Ebner MRP, dann Centre démocrate
1970-1976 Gilbert Michel Centre démocrate
1976-1982 Fernand Weber PS
1982-1993 Gilbert Michel UDF
1993-2008 Charles Wilhelm UDF
2008-2015 Pierre Vogt DVG
2015– Annick Lutenbacher
Raphaël Schellenberger
UMP

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dekret Nr. 2014-207 des französischen Innenministeriums zur Neueinteilung der Kantone im Département Haut-Rhin
  2. Lage des Kantons Cernay im Département Haut-Rhin
  3. Wahlergebnis der beiden Wahlgänge