Kanton Cernay

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Kanton Cernay
Region Grand Est
Département Haut-Rhin
Arrondissement Thann-Guebwiller
Hauptort Cernay
Einwohner 49.587 (1. Jan. 2018)
Bevölkerungsdichte 153 Einw./km²
Fläche 324,91 km²
Gemeinden 31
INSEE-Code 6803

Lage des Kantons Cernay im
Département Haut-Rhin

Der Kanton Cernay ist ein Wahlkreis im Arrondissement Thann-Guebwiller, im Département Haut-Rhin in der Region Grand Est in Frankreich.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kanton wurde am 4. März 1790 im Zuge der Einrichtung der Départements als Teil des damaligen "Distrikts Belfort" gegründet. Mit der Gründung der Arrondissements am 17. Februar 1800 wurde der Kanton als Teil des damaligen Arrondissements Belfort neu zugeschnitten. Von 1871 bis 1919 gab es keine weitere Untergliederung des damaligen Kreises Thann. Am 28. Juni 1919 wurde der Kanton Teil des neu gegründeten Arrondissements Thann. Am 22. März 2015 wurde der Kanton von ehemals 11 auf jetzt 32 Gemeinden vergrößert.[1] Von den 11 bisherigen Gemeinden des Kantons wechselten 5 zu anderen Kantonen. Hinzu kamen 27 Gemeinden aus anderen Kantonen. Diese 27 Gemeinden gehörten bis 2015 zu den Kantonen Saint-Amarin (alle 15 Gemeinden), Thann (10 der 11 Gemeinden) und Masevaux (1 Gemeinde).

Siehe auch Geschichte Département Haut-Rhin und Geschichte Arrondissement Thann.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kanton grenzte bis 2014 im Norden an die Kantone Soultz-Haut-Rhin und Ensisheim im Arrondissement Guebwiller, im Osten an die Kantone Wittenheim und Mulhouse-Ouest im Arrondissement Mulhouse, im Süden an die Kantone Altkirch und Dannemarie im Arrondissement Altkirch, im Südwesten an den Kanton Masevaux und im Westen an den Kanton Thann.

Der heutige Kanton Cernay grenzt im Nordosten an die Kantone Wintzenheim und Guebwiller, im Osten an die Kantone Wittenheim und Kingersheim, im Süden und Südwesten an den Kanton Masevaux und im Westen an das Département Vosges.[2]

Gemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kanton besteht aus 31 Gemeinden mit insgesamt 49.587 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2018) auf einer Gesamtfläche von 324,91 km²:

 Gemeinde   Elsässisch   Deutsch   Einwohner 
(2018)
 Fläche 
(km²)
 Code
postal
 
Code
Insee
Aspach-le-Bas Neederàschbàch Niederaspach 1.319 8,08 68700 68011
Aspach-Michelbach Àschbàch-Michelbàch Aspach-Michelbach 1.777 12,01 68700 68012
Bitschwiller-lès-Thann Bitschwiller Bitschweiler 1.974 12,56 68620 68040
Bourbach-le-Bas Neederburbàch Niederburbach 557 6,02 68290 68045
Bourbach-le-Haut Ewerburbàch Burbach 418 6,83 68290 68046
Cernay Sanne Sennheim 11.326 17,92 68700 68063
Fellering Falleri Fellering 1.604 21,16 68470 68089
Geishouse Gaishüse Geishausen 440 7,19 68690 68102
Goldbach-Altenbach Golbàch-Àltebàch Goldbach-Altenbach 282 9,09 68760 68106
Husseren-Wesserling Hüser-Wasserlíng Häusern-Wesserling 1.048 5,31 68470 68151
Kruth Krit Krüt 944 22,05 68820 68171
Leimbach Laimbàch Leimbach 898 3,56 68800 68180
Malmerspach Màlmerschbàch Malmerspach 503 2,66 68550 68199
Mitzach Mitzàch Mitzach 389 6,37 68470 68211
Mollau Mollo Mollau 343 8,76 68470 68213
Moosch Mohsch Moosch 1.659 15,29 68690 68217
Oderen Odere Odern 1.262 19,09 68830 68247
Rammersmatt Ràmmerschmàtt Rammersmatt 229 5,48 68800 68261
Ranspach Rànschbàch Ranspach 806 11,24 68470 68262
Roderen Rodre Rodern 895 7,18 68800 68279
Saint-Amarin Sàntàmàrì Sankt Amarin 2.241 11,62 68550 68292
Schweighouse-Thann Schwaighüse-Thànn Schweighausen 759 10,74 68520 68302
Steinbach Staibàch Steinbach 1.355 6,12 68700 68322
Storckensohn Storksoh Storckensohn 204 5,09 68470 68328
Thann Dànn Thann 7.721 12,43 68800 68334
Uffholtz Üffholz Uffholz 1.747 11,89 68700 68342
Urbès Urwes Urbis 437 12,53 68121 68344
Vieux-Thann Àlt-Dànn Alt-Thann 2.825 5,12 68800 68348
Wattwiller Wàttwiller Wattweiler 1.649 13,61 68700 68359
Wildenstein Wìldestai Wildenstein 174 9,85 68820 68370
Willer-sur-Thur Willer Weiler 1.802 18,06 68760 68372
Kanton Cernay Sanne Sennheim 49.587 324,91 - 6803

Bis zur landesweiten Neuordnung der französischen Kantone im März 2015 gehörten zum Kanton Cernay die elf Gemeinden Aspach-le-Bas, Bernwiller, Burnhaupt-le-Bas, Burnhaupt-le-Haut, Cernay, Schweighouse-Thann, Staffelfelden, Steinbach, Uffholtz, Wattwiller und Wittelsheim. Sein Zuschnitt entsprach einer Fläche von 131,35 km2.

Veränderungen im Gemeindebestand seit der landesweiten Neuordnung der Kantone[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2016: Fusion Aspach-le-Haut und MichelbachAspach-Michelbach

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im 1. Wahlgang am 22. März 2015 erreichte keines der vier Wahlpaare die absolute Mehrheit. Bei der Stichwahl am 29. März 2015 gewann das Gespann Annick Lutenbacher/Raphaël Schellenberger (beide UMP/LR) gegen Stéphanie Faesch/Serge Klein (beide FN) mit einem Stimmenanteil von 64,58 % (Wahlbeteiligung:46,66 %).[3]

Seit 1945 hatte der Kanton folgende Abgeordnete im Rat des Départements:

Vertreter im conseil général des Départements
Amtszeit Name Partei
1945–1951 Henri Kauffmann MRP
1951–1958 Xavier Herrgott RPF, danach Républicains sociaux
1958–1970 Jules Ebner MRP, dann Centre démocrate
1970–1976 Gilbert Michel Centre démocrate
1976–1982 Fernand Weber PS
1982–1993 Gilbert Michel UDF
1993–2008 Charles Wilhelm UDF
2008–2015 Pierre Vogt DVG
2015– Annick Lutenbacher
Raphaël Schellenberger
UMP

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dekret Nr. 2014-207 des französischen Innenministeriums zur Neueinteilung der Kantone im Département Haut-Rhin
  2. Lage des Kantons Cernay im Département Haut-Rhin
  3. Wahlergebnis der beiden Wahlgänge