Kanton Schwyz

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Kanton Schwyz
Wappen
Wappen
Kanton der Schweizerischen Eidgenossenschaft
Kürzel/Kontrollschild: SZ
Amtssprache: Deutsch
Hauptort: Schwyz
Grösster Ort: Freienbach
Beitritt zum Bund: 1291
Fläche: 907,88 km²
Höhenbereich: 404–2800 m ü. M.
Website: www.sz.ch
Bevölkerung
Einwohner: 159'165 (31. Dezember 2018)[1]
Einwohnerdichte: 175 Einwohner pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne Bürgerrecht)
20,2 % (31. Dezember 2015)[2]
Arbeitslosenquote: 1,9 % (31. Dezember 2015)[3]
Lage des Kantons in der Schweiz
Lage des Kantons in der Schweiz
Karte des Kantons
Karte des Kantons
Gemeinden des Kantons
Gemeinden des Kantons

Koordinaten: 47° 3′ N, 8° 42′ O; CH1903: 695842 / 211767

Der Kanton Schwyz ([ʃviːts], schweizerdeutsch Schwyz, französisch Schwytz[4] oder Schwyz, italienisch Svitto, rätoromanisch Audio-Datei / Hörbeispiel Sviz?/i) ist ein Kanton in der Deutschschweiz und zählt zur Grossregion Zentralschweiz (Innerschweiz) sowie zur Metropolregion Zürich. Der Hauptort ist die gleichnamige Gemeinde Schwyz, der einwohnerstärkste Ort ist Freienbach.

Logo der kantonalen Verwaltung (1995)

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Benannt ist der Kanton nach seinem Hauptort Schwyz.

Da der Kanton Schwyz der wichtigste der drei Schweizer Urkantone war, wurde sein Name bald auf die gesamte Eidgenossenschaft verallgemeinert. Die ins Neuhochdeutsche übertragene Form Schweiz (mit dem typisch nicht-alemannischen Diphthong) wurde in der Folge im gesamten deutschen Sprachraum als Bezeichnung des Staates üblich; die einheimische Form (wie im Mittelhochdeutschen ohne Diphthong) wurde hingegen als Suisse ins Französische übernommen. Die Schwyzer- und die Schweizerfahne sind dagegen unabhängig voneinander entstanden.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kanton Schwyz liegt in der Zentralschweiz zwischen Zuger-, Vierwaldstätter- und Zürichsee und grenzt an die sieben Kantone Uri, Glarus, St. Gallen, Zürich, Zug, Luzern und Nidwalden. Er gehört grösstenteils zu den Schwyzer Voralpen, einem Teil der Zentralschweizer Voralpen. Ein kleiner Teil im Südosten gehört zu den Glarner Alpen (bzw. nach anderer Einteilung zu den Schwyzer Alpen). Dort liegt auf der Kantonsgrenze der Gipfel des Bös Fulen (2801,8 m) als höchster Punkt des Kantons. Weniger als einen Kilometer südwestlich des Bös Fulen befindet sich mit dem Grisset (2721 m, auch Guet Fulen genannt) der höchste Gipfel, der vollständig im Kanton Schwyz liegt.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Einwohner des Kantons werden Schwyzer genannt. Per 31. Dezember 2018 betrug die Einwohnerzahl des Kantons Schwyz 159'165.[5] Die Bevölkerungsdichte liegt mit 175 Einwohnern pro Quadratkilometer unter dem Schweizer Durchschnitt (207 Einwohner pro Quadratkilometer). Der Ausländeranteil (gemeldete Einwohner ohne Schweizer Bürgerrecht) bezifferte sich am 31. Dezember 2015 auf 20,2 Prozent, während landesweit 24,6 Prozent Ausländer registriert waren.[6] Per 31. Dezember 2015 betrug die Arbeitslosenquote 1,9 Prozent gegenüber 3,7 Prozent auf eidgenössischer Ebene.[7]

Sprachen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Amtssprache und weitere Sprachen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Amtssprache im Kanton Schwyz ist Deutsch. 2012 gaben 89,6 Prozent der Bevölkerung Deutsch und 2,8 Prozent der Bevölkerung Italienisch als Hauptsprache an.[8] Angaben zu den anderen Schweizer Amtssprachen Französisch und Rätoromanisch wurden nicht gemacht. Englisch gaben 3,8 Prozent als Hauptsprache an.

Dialekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die im Kantonsgebiet verbreiteten deutschen Mundarten gehören mit Ausnahme des Bezirks Höfe, dessen Dialekt dem Zürichdeutschen nahesteht, dem Höchstalemannischen an. Mittelhochdeutsche lange /iː/, /üː/ und /uː/ sind hier also auch im Hiat und im Wortauslaut und nicht nur wie im Hochalemannischen im Wortinnern erhalten geblieben, es heisst also etwa schnyyä [ʃniːæ] «schneien», nüü [nyː] «neu», buuä [buːæ] «bauen». Von den benachbarten höchstalemannischen Mundarten im Süden und Westen unterscheidet sich das Schwyzerische durch die fehlende Rundung und Entrundung, man sagt also beispielsweise Baum [bæʊ̯m] «Baum» und Müüs [myːs] «Mäuse», nicht Boüm [bɔʏ̯m] und Myys [miːs] wie in Uri. Vom benachbarten Höchstalemannisch im Osten unterscheidet sich Schwyzerdeutsch durch die Dehnung von mittelhochdeutsch /a/, /æ/ und /ë/ in offener Silbe, man sagt also wie in Uri etwa Naasä [nɑːsæ] «Nase», nicht Nasä [nɑsæ] wie in Glarus. Charakteristisch für Teile der Schwyzer Mundart ist die Zerdehnung von langem (auch sekundär gelängtem und sekundär verdumpftem) /eː/, /oː/ und /öː/ zu /ei/, /ou/ und /öü/, beispielsweise Schnei [ʃneɪ̯] «Schnee», schöün [ʃøʏ̯n] «schön» und Broud [broʊ̯d] «Brot». Die in fast dem ganzen deutschen Sprachraum eingetretene Verdumpfung von althochdeutsch /aː/ kennen im Kanton Schwyz nur dessen nördliche Gebiete; so gilt im Bezirk Höfe Òòbig [ɔːbɪg] und im Zusammenwirken mit der vorgenannten Zerdehnung in den Bezirken Einsiedeln und March Oubig [ɔʊ̯bɪg], ansonsten Aabet [ɑːbət] «Abend» wie auch in der weiteren höchstalemannischen Nachbarschaft.[9]

Staatsangehörigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nationalitäten im Kanton Schwyz bei der Volkszählung 2010
Staat[10] Anteil
in Prozent
SchweizSchweiz Schweiz 81,37
DeutschlandDeutschland Deutschland 04,29
SerbienSerbien Serbien 02,22
ItalienItalien Italien 02,12
KosovoKosovo Kosovo 01,29
PortugalPortugal Portugal 00,84
Bosnien und HerzegowinaBosnien und Herzegowina Bosnien und Herzegowina 00,80
KroatienKroatien Kroatien 00,79
NordmazedonienNordmazedonien Nordmazedonien 00,66
TurkeiTürkei Türkei 00,65
OsterreichÖsterreich Österreich 00,59
Sri LankaSri Lanka Sri Lanka 00,51

Religionen – Konfessionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wie alle Kantone der Zentralschweiz ist der Kanton Schwyz traditionell katholisch geprägt. Von der gesamten Schwyzer Wohnbevölkerung waren im Jahr 2018 60,2 Prozent (95'794 Einwohner) Mitglied der römisch-katholischen Kirche und 11,6 Prozent (18'390 Einwohner) gehörten der evangelisch-reformierten Kirche an (100 Prozent: 159'165 Einwohner).[11]

Seit der Volkszählung 2000 liegen keine genauen Mitgliederzahlen zu weiteren Religionsgemeinschaften (neben den beiden Landeskirchen) für die Gesamtbevölkerung des Kanton Schwyz mehr vor. Jedoch führt das Bundesamt für Statistik Stichprobenerhebungen durch[12], bei welchen auch andere Religionsgemeinschaften im Kanton erfasst werden. Bei der Stichprobenerhebung von 2017 gab fast ein Drittel der Befragten ab 15 Jahren im Kanton Schwyz an, keiner der beiden Landeskirchen anzugehören. Zudem unterscheidet sich gemäss der Erhebung die Religionszugehörigkeit der verschiedenen Bevölkerungsgruppen, je nach Staatsangehörigkeit beziehungsweise Herkunft, teilweise deutlich:

Schwyzer Bevölkerung ab 15 Jahren nach Religionszugehörigkeit und Staatsangehörigkeit/Herkunft, 2017
(Angaben in Prozent, gerundet)[13][12]
Religion Total
aller
Befragten
Schweizer
Staats-
angehörigkeit
Schweizer
ohne Migrations-
hintergrund
Schweizer
mit Migrations-
hintergrund
Ausländische
Staats-
angehörigkeit
Christentum 75 82 86 60 47
römisch-katholische Kirche 60 68 72 36 31
evangelisch-reformierte Kirche 10 11 12 09 06
andere christliche Kirchen 05 03 02 15 10
Islam 05 01 00 10 19
andere Religionen 01 01 00 03 03
konfessionslos 18 15 14 25 29
keine Angabe 01 01 01 02 01
Religionszugehörigkeit
nach der Eidgenössischen Volkszählung 2000[14]
Religionsgemeinschaft Einwohner
absolut
Anteil
in Prozent
römisch-katholisch 92'868 72,20
evangelisch-reformiert 15'140 11,80
konfessionslos 06'331 04,90
islamische Gemeinschaften 05'598 04,35
ohne Angabe 03'752 02,92
orthodox 02'758 02,14
evangelische Freikirchen 00'724 00,56
hinduistische Vereinigungen 00'429 00,33
neuapostolische Kirche 00'343 00,27
buddhistische Vereinigungen 00'272 00,21
Zeugen Jehovas 00'177 00,14
andere christliche Gemeinschaften 00'136 00,11
übrige Religionsgemeinschaften 00'062 00,05
jüdische Gemeinschaft 00'051 00,04
christkatholische Kirche 00'046 00,04
evangelisch-methodistische Kirche 00'017 00,01
Gesamt 128'7040 100,000

Der Kanton Schwyz gehörte zu den fünf inneren katholischen Berg-Kantonen, die an den zwei Kappeler Kriegen teilnahmen. Infolge des zweiten Kappeler Landfriedens durften im Kanton Schwyz keine Angehörige anderer Konfession wohnen. Erst die Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 12. September 1848 garantierte die Religions- und Niederlassungsfreiheit.

Mit der «Verfassung des eidgenössischen Standes Schwyz» vom 11. Juni 1876 wurde die vollständige Religionsfreiheit, auch für nichtchristliche Religionen, eingeführt.

Die katholische Kirche blieb bis 1957 einzige anerkannte Religionsgemeinschaft (Staatskirche) für den Kanton Schwyz. Am 27. September 1992 stimmten die Bürger des Kantons Schwyz einer Neuordnung des Verhältnisses zwischen Kirchen und Staat zu. Sie sprachen sich damit für eine Aufgabenentflechtung und die Schaffung zweier konfessionsgebundener Kantonalkirchen aus. Diese wie auch die Kirchgemeinden sind in finanz- wie steuerrechtlicher Hinsicht vom Kanton und von den Gemeinden unabhängig.

Römisch-katholische Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die römisch-katholische Kirche ist die zahlenmässig grösste Konfessionsgemeinschaft im Kanton Schwyz. Die römisch-katholische Kantonalkirche Schwyz wurde 1998 gegründet. Sie gehört zum Bistum Chur. Grosse, auch internationale Ausstrahlungskraft hat das im Hochmittelalter gegründete Benediktinerkloster Einsiedeln.

Evangelisch-reformierte Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heute (Stand 2013) leben 18'683 Reformierte im Kanton Schwyz, das entspricht etwa zwölf Prozent der Bevölkerung. 15,9 Prozent sind es im an Zürich orientierten Ausserschwyz, das schon um 1830 erste Reformierte ansiedeln liess. In Innerschwyz sind nur 7,7 Prozent der Bevölkerung reformiert. Die erste evangelisch-reformierte Kirchgemeinde wurde 1868 im Bezirk March gegründet. Die Kirche von Siebnen wurde 1878 eingeweiht. 1886 wurde der erste reformierte Pfarrer in Brunnen angestellt. Diese Entwicklung wurde massgeblich durch den protestantisch-kirchlichen Hilfsverein des Kantons Zürich unterstützt, der seine Aufgabe in der Förderung des evangelischen Glaubenslebens in der Diaspora sah.

Die Anerkennung der sechs evangelisch-reformierten Kirchgemeinden als öffentlich-rechtliche Körperschaft mit dem Recht Steuern einzuziehen erfolgte mit dem Kantonsratsbeschluss vom Oktober 1957. Die Gründung einer evangelisch-reformierten Kantonalkirche erfolgte 1998. Die evangelisch-reformierte Kantonalkirche Schwyz umfasst sechs evangelisch-reformierte Kirchgemeinden.

Freikirchen und andere christliche Gemeinschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gründung

  • Neuapostolische Kirche Lachen, 1931
  • Neuapostolische Kirche Immensee, 1961
  • FEG Höfe Wilen, 1977
  • FEG March, 1979
  • Chrischona Arth-Goldau, 1984
  • FEG Einsiedeln, 1987
  • Chrischona Brunnen-Schwyz, 1986

Verfassung und Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die gegenwärtige Kantonsverfassung[15] datiert vom 24. November 2010 und ist in der Volksabstimmung vom 15. Mai 2011 angenommen worden. Sie löste die bisherige, vielfach geänderte Verfassung von 1898 ab.

Legislative[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

17
6
24
20
33
17 24 20 33 
Insgesamt 100 Sitze

Gesetzgebendes Organ (Legislative) ist der Kantonsrat mit 100 Mitgliedern. Diese werden vom Volk gemäss Verhältniswahlrecht fest auf vier Jahre gewählt, wobei jede Gemeinde einen Wahlkreis bildet.

Verfassungsänderungen, Gesetzeserlasse bzw. -änderungen sowie Ausgabenbeschlüsse über einmalige Ausgaben von mehr als fünf Millionen Franken bzw. jährlich wiederkehrende Ausgaben von mehr als 500'000 Franken, die mit weniger als drei Viertel der an der Schlussabstimmung teilnehmenden Kantonsräte angenommen worden sind, unterliegen zwingend der Volksabstimmung (obligatorisches Referendum), die übrigen Gesetzeserlasse und -änderungen dann, wenn es von 1000 Stimmberechtigten verlangt wird (fakultatives Referendum). Das Volk kann selbst Verfassungs- und Gesetzesänderungen vorschlagen, wenn 2000 Wahlberechtigte einen dahingehenden Vorschlag unterstützen (Volksinitiative).

Bei den Wahlen zum Kantonsrat erhielten die Parteien folgende Sitzzahlen:

Partei 1996 2000 2004 2008 2012 2016[16] 2020[17] Wähleranteil in Prozent
Schweizerische Volkspartei (SVP) 12 20 27 41 35 33 33
Kantonsratswahl vom 22. März 2020
Wahlbeteiligung: 35,76 %
 %
40
30
20
10
0
33,25
24,00
20,25
16,7
5,8
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2016
 %p
   4
   2
   0
  -2
  -4
+0,13
-3,17
-1,38
+3,77
+3,26
Christlichdemokratische Volkspartei (CVP) 46 43 34 29 29 27 24
FDP.Die Liberalen (FDP) 29 26 24 21 23 22 20
Sozialdemokratische Partei der Schweiz (SP) 11 11 15 09 10 15 17
Grünliberale Partei (GLP) 00 03 6
Diverse 02 00 00 00 03 00

Der Kanton Schwyz entsendet für die Bundesversammlung zwei Vertreter in den Ständerat und vier Vertreter in den Nationalrat.

Exekutive[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oberstes vollziehendes bzw. ausführendes Organ (Exekutive) ist der Regierungsrat, dessen sieben Mitgliedern direkt vom Volk gemäss Majorzwahl fest auf vier Jahre gewählt werden. Den Vorsitz hat der Landammann auf zwei Jahre inne, sein Stellvertreter ist der Landesstatthalter.

Nach den Gesamterneuerungswahlen von 2020 stellt die SVP weiterhin drei, die CVP zwei und die FDP zwei Regierungsräte. Die Regierungsräte René Bünter (SVP) und Othmar Reichmuth (CVP, neu Ständerat) stellten sich nicht zur Wiederwahl. Die SP ist seit 2012 nicht mehr in der Regierung vertreten. Mit Petra Steimen-Rickenbacher (FDP) gehört seit 2012 wieder eine Frau dem Regierungsrat an. Sie ist von 2020 bis 2022 die zweite Frau Landammann, Landesstatthalter ist André Rüegsegger (SVP).

Auf den 1. Juli 2008 hat der Regierungsrat die Vollzugsverordnung über die Aufgaben und die Gliederung der Departemente und der Staatskanzlei revidiert und in Kraft gesetzt. Am 28. März 2007 hatte der Kantonsrat einer Änderung der Organisationsverordnung zugestimmt und damit den Weg für eine neue Departementsstruktur freigemacht.

Regierungsrat des Kantons Schwyz (Amtsdauer 1. Juli 2020 bis 30. Juni 2024)[18]
Regierungsrat Funktion Partei Departement
Petra Steimen-Rickenbacher Frau Landammann1 FDP Departement des Innern
André Rüegsegger Landesstatthalter1 SVP Baudepartement
Andreas Barraud Regierungsrat SVP Volkswirtschaftsdepartement
Kaspar Michel Regierungsrat FDP Finanzdepartement
Michael Stähli Regierungsrat CVP Bildungsdepartement
Herbert Huwiler Regierungsrat SVP Sicherheitsdepartement
Sandro Patierno Regierungsrat CVP Umweltdepartement
1 Funktion vom 1. Juli 2020 bis 30. Juni 2022

Der Regierungsrat wird durch den Staatsschreiber Mathias Brun (parteilos) unterstützt.

Judikative[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Rechtsprechung (Judikative) wird in zweiter Rechtsinstanz auf kantonaler Ebene durch das Kantons- und das Verwaltungsgericht ausgeübt. Erste Rechtsinstanz bilden die Bezirksgerichte, das Kantonale Straf- und Jugendgericht sowie das Zwangsmassnahmengericht. Den Bezirksgerichten als Schlichtungsbehörde vorgeschaltet sind die auf kommunaler Ebene angesiedelten Vermittler (in anderen Kantonen Friedensrichter genannt).

Gemeinden, Bezirke und Korporationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Kanton Schwyz sind sowohl die Gemeinden wie, anders als in den meisten anderen Schweizer Kantonen, die Bezirke autonome Selbstverwaltungseinheiten. Während die Gemeinden aber auch einen eigenen, vom Kanton unabhängigen Wirkungskreis haben, erfüllen die Bezirke nur solche Aufgaben, die ihnen das kantonale Recht überträgt. Sowohl Gemeinden wie Bezirken kommt das Besteuerungsrecht zu; sie setzen die Höhe ihrer Steuern selbst fest. Der Bezirk Schwyz kennt als einziger Bezirk des Kantons noch eine Landsgemeinde, an welcher der Bezirksrat und das Bezirksgericht gewählt, das Budget beraten und die Rechnung abgenommen sowie zu Handen der Urnenabstimmung die Sachgeschäfte vorberaten werden.

Durch die Verfassung öffentlichrechtlich anerkannt sind überdies die römisch-katholischen und die evangelisch-reformierten Kirchgemeinden, die sich je innerhalb der jeweiligen Kantonalkirche formieren.

Die altherkommenen Korporationen sind ebenfalls öffentlich-rechtlich anerkannt. Bürgergemeinden hingegen gibt es im Kanton Schwyz, im Gegensatz zu vielen anderen Kantonen, nicht.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2011 betrug das Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Einwohner 58'657 Schweizer Franken.[8] 2012 wurden 76'119 Beschäftigte im Kanton Schwyz gezählt, wovon 4559 auf den primären (Urproduktion), 20'465 auf den sekundären (Industrie) und 51'095 auf den tertiären Sektor (Dienstleistung) entfielen. 14'142 Arbeitsstätten wurden 2012 im Kanton gezählt (davon 1749 im primären, 2351 im sekundären und 10'042 im tertiären Sektor). Die Arbeitslosenquote bezifferte sich per 31. Dezember 2015 auf 1,9 Prozent gegenüber 3,7 Prozent auf eidgenössischer Ebene.[7]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verwaltungsgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Politische Gemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bezirkswappen des Kantons Schwyz; Schwyz, Gersau, March, Einsiedeln, Küssnacht und Höfe

Nachfolgend aufgelistet sind die grössten Gemeinden per 31. Dezember 2018:[19]

Politische Gemeinde Einwohner
Freienbach 16'391
Einsiedeln 15'870
Schwyz 15'181
Küssnacht 13'087
Arth 11'985
Schübelbach 09250
Ingenbohl 08913
Lachen 08752
Wollerau 07255
Altendorf 07083

Bezirke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bezirke des Kantons Schwyz

Der Kanton Schwyz unterteilt sich in 6 Bezirke und 30 Gemeinden, wobei die Bezirke Einsiedeln, Küssnacht und Gersau jeweils nur aus der gleichnamigen Gemeinde bestehen.

Bezirk Einwohner Gemeinden
Schwyz 55'382 Schwyz, Arth, Ingenbohl, Muotathal, Steinen, Sattel, Rothenthurm, Oberiberg, Unteriberg, Lauerz, Steinerberg, Morschach, Alpthal, Illgau, Riemenstalden
Einsiedeln 15'870 Einsiedeln
Gersau 02319 Gersau
Höfe 28'909 Wollerau, Freienbach, Feusisberg
Küssnacht 13'087 Küssnacht
March 43'598 Lachen, Altendorf, Galgenen, Vorderthal, Innerthal, Schübelbach, Tuggen, Wangen, Reichenburg

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Einzelnachweise und Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung nach Kanton, definitive Jahresergebnisse, 2018. Bundesamt für Statistik (BFS), 27. August 2019, abgerufen am 18. September 2019 (definitive Jahresergebnisse).
  2. Struktur der ständigen Wohnbevölkerung nach Kantonen. Bundesamt für Statistik (BFS), 26. August 2016, abgerufen am 31. Mai 2017.
  3. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt im Dezember 2015. (PDF; 807 kB) Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO), 8. Januar 2016, S. 9, archiviert vom Original am 12. Januar 2016; abgerufen am 13. Januar 2016.
  4. Die Schreibweise mit tz wird vom Guide du Typographe romand verwendet und ist dementsprechend häufig anzutreffen.
  5. Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung nach Kanton, definitive Jahresergebnisse, 2018. Bundesamt für Statistik (BFS), 27. August 2019, abgerufen am 18. September 2019 (definitive Jahresergebnisse).
  6. Struktur der ständigen Wohnbevölkerung nach Kantonen. Bundesamt für Statistik (BFS), 26. August 2016, abgerufen am 31. Mai 2017.
  7. a b Die Lage auf dem Arbeitsmarkt im Dezember 2015. (PDF; 807 kB) Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO), 8. Januar 2016, S. 9, archiviert vom Original am 12. Januar 2016; abgerufen am 13. Januar 2016.
  8. a b Kennzahlen. Schwyz. (Nicht mehr online verfügbar.) Bundesamt für Statistik (BFS), archiviert vom Original am 26. August 2015; abgerufen am 15. August 2015.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bfs.admin.ch
  9. Vgl. Stefan M. Fuchs: Die Mundart des Kantons Schwyz. Historische, sprachgeographische und semantische Aspekte der Mundart des Kantons Schwyz (= Beiträge zur schweizerdeutschen Mundartforschung. Band 22). Huber, Frauenfeld 1975; Rudolf Hotzenköcherle: Zur sprachlichen Stellung und Struktur der Innerschweiz. In: Ders.: Die Sprachlandschaften der deutschen Schweiz (= Sprachlandschaft. Band 1). Hrsg. von Niklaus Bigler und Robert Schläpfer. Sauerländer, Aarau / Frankfurt am Main / Salzburg 1984, S. 237–292; spezifisch zu Schwyz S. 277–286; Sprachatlas der deutschen Schweiz. Bände 1–8. Francke, Bern/Basel 1962–1997.
  10. Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeit und Gemeinde, 2010. (PDF; 57 kB) (Nicht mehr online verfügbar.) Amt für Wirtschaft (Schwyz), 13. September 2011, archiviert vom Original am 24. September 2015; abgerufen am 15. August 2015.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.sz.ch
  11. SPI St. Gallen: Kirchenmitgliedschaft in der römisch-katholischen und evangelisch-reformierten Kirche nach Kantonen (2018) | Tabelle 1.4. 2020, abgerufen am 29. April 2020.
  12. a b Seit 2010 basieren die Daten des Bundesamts für Statistik zu den Religionsgemeinschaften im Kanton Schwyz auf einer Stichprobenerhebung, für welche Personen ab dem Alter von 15 Jahren befragt werden. Es gilt zu beachten, dass die Resultate der Erhebungen ein Vertrauensintervall aufweisen. (Siehe auch Volkszählung in der Schweiz#Strukturerhebung.) Seit der letzten Volkszählung im Jahr 2000 liegen keine Zahlen zur Religionszugehörigkeit der Gesamtbevölkerung (jeden Alters) des Kanton Schwyz mehr vor. Eine Ausnahme bilden die römisch-katholische und die evangelisch-reformierte Kirche (Landeskirchen), deren Mitglieder aufgrund der Kirchensteuer amtlich registriert werden.
  13. Bundesamt für Statistik: Ständige Wohnbevölkerung ab 15 Jahren nach Religionszugehörigkeit und Kanton, 2017 | Excel Tabelle. 2019, abgerufen am 29. April 2020.
  14. Eidgenössische Volkszählung 2000 – Religionslandschaft in der Schweiz. (PDF; 640 kB) (Nicht mehr online verfügbar.) Bundesamt für Statistik (BFS), Dezember 2004, archiviert vom Original am 16. November 2013; abgerufen am 15. August 2015.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bfs.admin.ch
  15. Verfassung des Kantons Schwyz. Bundesrat, 24. November 2010, abgerufen am 15. August 2015.
  16. Kantonsratswahlen 2016. (cfm) (Nicht mehr online verfügbar.) Kanton Schwyz, 20. März 2016, archiviert vom Original am 9. April 2016; abgerufen am 9. April 2016.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.sz.ch
  17. Kantonsratswahlen vom 22. März 2020. (cfm) Kanton Schwyz, 22. März 2020, abgerufen am 14. Mai 2016.
  18. Regierungsrat. Staatskanzlei Schwyz, abgerufen am 2. Juli 2020.
  19. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach Jahr, Kanton, Bezirk, Gemeinde, Bevölkerungstyp und Geschlecht (Ständige Wohnbevölkerung). In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik (BFS), 31. August 2019, abgerufen am 22. Dezember 2019.