Kappel am Albis

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Kappel am Albis
Wappen von Kappel am Albis
Staat: Schweiz
Kanton: Zürich (ZH)
Bezirk: Affoltern
BFS-Nr.: 0006i1f3f4
Postleitzahl: 8926
Koordinaten: 682439 / 231456Koordinaten: 47° 13′ 44″ N, 8° 31′ 38″ O; CH1903: 682439 / 231456
Höhe: 573 m ü. M.
Fläche: 7,87 km²
Einwohner: 1110 (31. Dezember 2016)[1]
Einwohnerdichte: 141 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne
Bürgerrecht)
18 % (31. Dezember 2016)[2]
Website: www.kappel-am-albis.ch
Das Kloster von Süden gesehen

Das Kloster von Süden gesehen

Karte
TürlerseeZürichseeBezirk HorgenBezirk ZürichBezirk DietikonKanton ZugKanton AargauAeugst am AlbisAffoltern am AlbisBonstetten ZHHausen am AlbisHedingenKappel am AlbisKnonauMaschwandenMettmenstettenObfeldenOttenbach ZHRifferswilStallikonWettswil am AlbisBezirk MeilenKarte von Kappel am Albis
Über dieses Bild
w

Kappel am Albis (bis 1911 offiziell Kappel genannt) ist eine politische Gemeinde im Bezirk Affoltern (auch Knonauer Amt oder Säuliamt) des Kantons Zürich in der Schweiz.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kappel liegt am Südwesthang des Albis südlich von Hausen im Jonental. Neben Kappel selbst gehören auch die Ortsteile Hauptikon und Uerzlikon zur Gemeinde. Die Nachbargemeinden sind im Kanton Zürich Knonau, Mettmenstetten, Rifferswil und Hausen am Albis, im Kanton Zug Baar und Steinhausen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits für die Bronzezeit finden sich auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde Belege für die Besiedelung. Auch ein Römischer Gutshof ist auf der Gemarkung der Gemeinde nachgewiesen worden. Das erste Mal greifbar wird Kappel aber im Jahre 1185, als das gleichnamige Kloster, in dem der Ursprung der heutigen Gemeinde liegt, gegründet wurde. Das Kloster konnte seinen Besitz in den folgenden Jahrhunderten immer wieder vergrößern und schloss im Jahr 1344 einen Burgrechtsvertrag mit Zug und 1403 mit Zürich. Im Zuge der Reformation, deren Auseinandersetzungen in den beiden Kappelerkriegen (1529 und 1531) einen Höhepunkt fanden, wurde das Kloster aufgelöst. Kappel wurde der Landvogtei Knonau unterstellt und die Klostergüter von Stadtzürcher Amtsleuten verwaltet, die auch den Zehnten in den Weilern der Umgebung einzogen.

Mit dem Einmarsch der Franzosen im Jahre wurde Kappel dem Distrikt Mettmenstetten zugeteilt, mit dem Ende der Helvetik 1803 dem Bezirk Horgen, um dann wieder zum neu gebildeten Oberamt Knonau zu kommen (ab 1830 Bezirk Knonau). Seit 1837 gehört die Gemeinde Kappel zum Bezirk Affoltern.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung

Geviert: 1 und 4 in Schwarz ein von Rot und Silber geschachter Balken, 2 in Gold ein schwarzes Mauerankerkreuz, 3 in Blau die Nordansicht einer silbernen Kirche mit Seitenschiff, Querschiff und Vierungsturm, roten Dächern und schwarzen Fenstern.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1634 256
1799 438
1850 743
1900 697
1980 567
2000 865

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bernhard Schneider: Von den Klostergütern zur selbständigen Gemeinde. Kappel am Albis im Wandel der Zeit Chronos Verlag Zürich 1988, ISBN 3-905278-29-4.
  • Hermann Fietz: Die Kunstdenkmäler des Kantons Zürich, Band I: Die Bezirke Affoltern und Andelfingen. (= Kunstdenkmäler der Schweiz. Band 7). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1938. DNB 365803030.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kappel am Albis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach institutionellen Gliederungen, Geschlecht, Staatsangehörigkeit und Alter (Ständige Wohnbevölkerung). In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik (BFS), 29. August 2017; abgerufen am 20. September 2017.
  2. Daten zur Wohnbevölkerung nach Heimat, Geschlecht und Alter (Gemeindeporträt). Statistisches Amt des Kantons Zürich; abgerufen am 20. September 2017.