Kappeln (bei Lauterecken)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Kappeln
Kappeln (bei Lauterecken)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Kappeln hervorgehoben
Koordinaten: 49° 41′ N, 7° 34′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Kusel
Verbandsgemeinde: Lauterecken-Wolfstein
Höhe: 230 m ü. NHN
Fläche: 7,67 km2
Einwohner: 214 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 28 Einwohner je km2
Postleitzahl: 67744
Vorwahl: 06382
Kfz-Kennzeichen: KUS
Gemeindeschlüssel: 07 3 36 049
Adresse der Verbandsverwaltung: Schulstraße 6a
67742 Lauterecken
Webpräsenz: www.kappeln-pfalz.de
Ortsbürgermeister: Otfried Buß
Lage der Ortsgemeinde Kappeln im Landkreis Kusel
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Über dieses Bild

Kappeln ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Kusel in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein an.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kappeln liegt an der Einmündung des Perlebach in den Jeckenbach in der Westpfalz. Im Nordosten befindet sich die Gemeinde Löllbach, im Südwesten liegen Merzweiler und Grumbach. Zu Kappeln gehört auch der Wohnplatz Udenhof.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wurde im Jahr 1319 als Cappellen erstmals urkundlich in einem Streit zweier Wildgräflicher Häuser um die Gerichtsbarkeit erwähnt. Im 15. Jahrhundert war das Dorf aufgeteilt zwischen drei Lehensträger, denen die Bauern als Leibeigene dienten. Um 1525 wurde das Dorf im Zuge der Reformation protestantisch. 1596 erwarb der Wild- und Rheingraf Johann von Grumbach drei Viertel des Dorfes, ein Viertel gehörte den Boos zu Waldeck als Lehen der Grafen von Veldenz. Im Dreißigjährigen Krieg wurde es weitgehend zerstört, nur vier Bewohner überlebten. 1708 verlieh der Wildgraf Leopold Philipp Wilhelm seinen Untertanen die Bürgerrechte und schaffte die Fronden ab; die Untertanen der Boos zu Waldeck verblieben jedoch in Leibeigenschaft. 1789 wurde die alte Kapelle erneuert, wobei der Turm in seiner ursprünglichen Form erhalten blieb. 1798 wurden die Kappeler freie, französische Staatsbürger, nachdem die linksrheinischen Gebiete Frankreich eingegliedert wurden. Kappeln gehörte bis 1814 zum Kanton Grumbach im Saardepartement. 1816 kam der Ort zum Fürstentum Lichtenberg, einer neugeschaffenen Exklave des Herzogtums Sachsen-Coburg-Saalfeld beziehungsweise ab 1826 des Herzogtums Sachsen-Coburg und Gotha. Ab 1834 bis 1946 gehörte das Dorf zur Rheinprovinz Preußens. Seit 1969 ist Kappeln Teil der Verbandsgemeinde Lauterecken, seit 2014 der Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein im Landkreis Kusel.

Jahrhundertelang war die erweiterte Namensform Udencappeln verbreitet. [3][4]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Kappeln besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[5]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Süden verläuft die Bundesstraße 270. In Lauterecken ist ein Bahnhof der Lautertalbahn.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kappeln (near Lauterecken) – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2016 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: 1. Januar 2017[veraltet], S. 99 (PDF; 1,9 MB).
  3. Darstellung auf www.kappeln-pfalz.de
  4. Reymann's Special-Karte aus dem 19. Jahrhundert
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen