Kapstadt-Stadion

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Cape Town Stadium
Spiel Argentinien gegen Deutschland bei der WM 2010
Spiel Argentinien gegen Deutschland bei der WM 2010
Daten
Ort SudafrikaSüdafrika Kapstadt, Südafrika
Koordinaten 33° 54′ 12″ S, 18° 24′ 40″ OKoordinaten: 33° 54′ 12″ S, 18° 24′ 40″ O
Eigentümer Stadt Kapstadt
Baubeginn März 2007
Eröffnung 14. Dezember 2009
Oberfläche Naturrasen
Kosten 500 Mio. Euro
Architekt gmp – Gerkan, Marg und Partner
Kapazität 55.500 Plätze
Kapazität (internat.) 68.000 Plätze
Spielfläche 290 × 265 × 48 m
Verein(e)
Veranstaltungen

Das Cape Town Stadium[1] (deutsch Kapstadt-Stadion, afrikaans Kaapstad-Stadion, Xhosa Inkundla yezemidlalo yaseKapa) wurde für die Fußball-Weltmeisterschaft 2010 erbaut. Es ersetzte das ehemalige Green-Point-Stadium, trug jedoch in der Zeit der Fußballweltmeisterschaft die Namen Green Point Stadium und Cape Town Stadium.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bauarbeiten für das Cape Town Stadium begannen im März 2007. Innerhalb von nur 33 Monaten konnte das Projekt von Murray and Roberts Holdings und WBHO für insgesamt 500 Millionen Euro[2] ($600 Millionen[3]) fertiggestellt werden. Es handelt sich um eine Multifunktionsarena in Kapstadt, Südafrika mit 68.000 Plätzen. Nach der WM sollen in dem Stadion Spiele der Fußballmannschaften aus Kapstadt ausgetragen und die Plätze auf 55.500 reduziert werden. Während der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 wurden hier einige Spiele, unter anderem ein Viertel- und ein Halbfinale, ausgetragen. Das Stadion ersetzt das bekannte Green-Point-Stadion mit 18.000 Plätzen im Stadtteil Green Point, direkt an der Victoria and Alfred Waterfront. Die Eröffnung fand Ende 2009 statt.

Während der Planungsphase gab es große Bedenken seitens der Anwohner und erhebliche Spannungen zwischen der Kapstädter Bürgermeisterin Helen Zille und dem Premier des Westkaps Ebrahim Rasool, der Zille vorwarf, den Bau zu gefährden; der Stadionneubau wurde jedoch anschließend genehmigt.

Seit der WM wird, z. Bsp. von Gewerkschaftsseite, kritisiert, dass der defizitäre Unterhalt des Stadions die Steuerzahler jährlich Millionen koste – die Betreiber bedauern ihrerseits, dass es vor einem Umzonungsprozess nicht möglich sei, darin Geschäftsräume zu führen.[4] Der Gewerkschaftsverbund Cosatu fordert, die Sportstätte in Kapstadt, deren Betrieb und Unterhalt seit der Fertigstellung mit rund 30 Mio. € zu Buche schlägt, in Sozialwohnungen umzuwandeln – es wird sogar der Ruf laut, den ‚weißen Elefanten‘ wieder abzureißen.[5]

Altes Green-Point-Stadion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Green-Point-Stadion vor dem Abriss

Das alte Green-Point-Stadion (engl. Green Point Stadium oder afr. Groenpunt-stadion) war ein Mehrzweckstadion an selber Stelle. Es hatte 18.000 Plätze und war das Heimatstadion des Santos Football Club. Außer Sportereignissen fanden dort auch Rockkonzerte statt, so z. B.:

Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Kapstadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gruppenspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Achtelfinale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Viertelfinale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Halbfinale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kapstadt-Stadion – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. capetown.gov.za: Kapstadt-Stadion hat einen Namen
  2. Christian Selz: WM-Stadioneröffnung: Eine Diva teilt Kapstadt. In: Die Zeit. 22. Januar 2010, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 4. Mai 2017]).
  3. Top 10 World Class Football Stadiums In Africa - Africa.com. Abgerufen am 4. Mai 2017 (amerikanisches Englisch).
  4. Schweizer Radio und Fernsehen, Sendung „ECO“ vom 12. Mai 2014: Hochgeklappte Sitze in Südafrikas WM-Stadien über die Stadien in Kapstadt und Durban (Moses-Mabhida-Stadion).
  5. Claudia Bröll: Die Fussball-Weltmeisterschaft als ein geplatzter Traum. In: NZZ, 24. Juni 2014. Online als: Teures Erbe der Fussball-WM 2010 (Währung umgerechnet: 36 Mio CHF).