Kapuzinerkloster Regensburg

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Klosterkirche St. Matthias vor 2014
Haupteingang und Giebel Mai 2014

Das Kapuzinerkloster Regensburg ist ein ehemaliges Kloster in Regensburg in Bayern in der Diözese Regensburg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Kloster in der Ostengasse 31 wurde 1613 auf Anregung von Kaiser Matthias gegründet, um seine Bemühungen zum Ausgleich der Konfessionen in Regensburg zu unterstützen. Bis 1810 wurde es von den Kapuzinern aus St. Matthias genutzt. Dann wurde das Kloster im Zuge der Säkularisation aufgelöst. Die Gebäude wurden 1810/1811 an die Klarissen aus Sankt Maria Magdalena übergeben, deren eigene Gebäude 1809 bei der napoleonischen Belagerung durch einen Brand zerstört worden waren. Sie bewohnten das Kloster bis 1974, danach hatte es mehrere Nutzer nebeneinander. Im Rahmen des Plans einer vierspurigen Donauallee mit Abriss der Donaufront an der Keplerstraße und Ostengasse und der Kreuzung einer Nord-Süd-Achse am Donaumarkt hatte die Stadt den Gebäudekomplex erworben, nach Änderung der Planung für die gesamte Altstadt in den 1960er Jahren aber von einem Abriss Abstand genommen. Nach teilweisem Umbau nutzte das Ostkirchliche Institut Regensburg bis 2012 den Komplex um den Kreuzgang auch für die Unterbringung orthodoxer Stipendiaten. In andere Gebäudeteile zogen Teile der städtischen Verwaltung und Jugendhilfe ein. 2010 wurde die circa 4000 m2 große Klosteranlage von der Stadt Regensburg zum Verkauf angeboten[1]. Den Zuschlag erhielt die Unternehmensgruppe Peter Trepnau[2] mit einem sozialen Nutzungskonzept.[3]

Nach Abschluss der umfangreichen Sanierungs- und Umbauarbeiten 2013/14 mit Gesamtinvestitionen der Karree St. Klara GmbH von circa 13 Mio. Euro erwarb die Katholische Jugendfürsorge der Diözese Regensburg e.V. den Gebäudekomplex und nutzt ihn für ambulantes betreutes Wohnen, Mutter-Kind-Einrichtungen, eine Erziehungsberatungsstelle und Appartements. Die offizielle Einweihung der renovierten Gebäude erfolgte am 12. Juni 2015 mit Bischofsmesse und Segnung.

Die Kosten für die über 2.500 m2 Nutzfläche der genannten Bereiche belaufen sich auf circa 8,5 Mio Euro.[4]

Klosterkirche St. Matthias[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirchenschiff

Die Klosterkirche wurde 1615 für das Kapuzinerkloster geweiht; sie ist die einzige Matthiaskirche im Bistum Regensburg. 1620 stiftete Kaiser Matthias den Hochaltar mit dem Gemälde Berufung des Matthias.

Hochaltar

1811 wurde der Saalbau erweitert für das Kloster und die Schule der Klarissen. Die Klosterkirche St. Matthias wird mittlerweile von der rumänisch-orthodoxen Kirchengemeinde Hl. Dreifaltigkeit genutzt. Im Chorraum hinter dem Hochaltar wurde 1974 durch das Ostkirchliche Institut eine Kapelle eingerichtet, die heute von der serbisch-orthodoxen Gemeinde genutzt wird.

orthodoxe Kapelle hinter dem Hochaltar

Das große Kruzifix an der Giebelseite der Kirche wurde im Jahr 2014 restauriert und hängt nun wieder an seinem ursprünglichen Platz. Das Kreuz an der linken Innenwand wurde 2013 entfernt.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Klosteranlage St. Klara geht an Meistbietenden, Mittelbayerische, 22. September 2010
  2. Der an Trepnau verkaufte Gebäudekomplex
  3. Richtfest und Nutzung
  4. St. Klara – richtig gut für ein inklusives Regensburg@1@2Vorlage:Toter Link/www.bistum-regensburg.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Anke Borgmeyer, Achim Hubel, Andreas Tillmann, Angelika Wellnhofer: Stadt Regensburg, Denkmäler in Bayern. Band III.37, Regensburg 1997, S. 446–449, ISBN 3-927529-92-3.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Klosterkirche St. Matthias – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 49° 1′ 6,7″ N, 12° 6′ 22,2″ O