Karşıyaka SK

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Karşıyaka
Logo von Karşıyaka SK
Voller Name Karşıyaka Spor Kulübü
Ort Karşıyaka, Izmir
Gegründet 1912
Stadion Alsancak Stadı
Plätze 15.358
Präsident TürkeTürke Ali Erten
Trainer TurkeiTürkei Cüneyt Dumlupınar
Homepage ksk.org.tr
Liga TFF 1. Lig
2014/15 9. Platz
Heim
Auswärts

Karşıyaka, K.S.K (vollständig: Karşıyaka Spor Kulübü) ist ein in 1912 in İzmir im gleichnamigen Stadtteil gegründeter türkischer Sportverein.

Karşıyaka ist ein Stadtteil von Izmir, der zwar direkt an der großen Bucht von Izmir, jedoch genau gegenüber den zentralen Stadtteilen Alsancak und Göztepe gelegen ist. Traditionell besteht eine starke Rivalität im Fußball zwischen Karşıyaka und den Vereinen dieser Stadtteile, Göztepe İzmir und Altay İzmir. Die Volleyballabteilung des Vereins ist ebenfalls in den höchsten nationalen Spielklassen vertreten.

Fußball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gründungsmitglied der Süper Lig und die nachfolgenden zwei Dekaden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Fußballsparte gehört mit seinen Erzrivalen Göztepe Izmir und Altay Izmir zu den erfolgreichsten Vertretern Izmirs. Mit diesen spielte er jahrelange um die Meisterschaft der İzmir Futbol Ligi, der Stadtmeisterschaft Izmirs. Im Sommer 1959 gehörte der Verein zu den Gründungsmitgliedern der damals neugeschaffenen, erstmals überregional ausgetragen höchsten türkischen Spielklasse, der heutigen Süper Lig. Nachdem der Verein bis zum Sommer 1964 regelmäßig in dieser Liga gespielt hatte, stieg er zum ersten Mal in seiner Historie in die Türkiye 2. Futbol Ligi ab. In den nachfolgenden Jahren kehrte der Verein mehrmals in die Türkiye 1. Futbol Ligi auf, konnte sich aber nie längerfristig in dieser etablieren. 1973 stieg der Verein gar in die Türkiye 3. Futbol Ligi, der dritthöchsten türkischen Spielklasse ab, kehrte aber nach acht Jahren wieder in die 2. Futbol Ligi zurück.

Rückkehr in die Süper Lig nach 16-jähriger Abstinenz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem der Verein im Sommer 1980 in die 2. Futbol Ligi aufgestiegen war, spielte er mehrere Spielzeiten hintereinander um den Aufstieg in die 1. Futbol Ligi. Der Verein verpasste fünf Spielzeiten lang hintereinander den Aufstieg als Vizemeister, sorgte aber in der ersten Hälfte der 1980er Jahre für Aufsehen im Türkischen Pokal indem der Verein als Zweitligist ein Mal das Halbfinale (1983/84 und ein Mal das Viertelfinale 1984/85) ins Halbfinale erreichte.

In der Saison 1986/87 gelang dem Verein schließlich die langersehnte Zweitligameisterschaft und damit auch nach 16-jähriger Abstinenz die Rückkehr in die 1. Futbol Ligi. In dieser Liga spielte der Verein mit zwei Spielzeiten Unterbrechung sieben Spielzeiten lang bis zum Sommer 1996.

Systembedingter Abstieg in die TFF 2. Lig[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abstieg in die 2. Futbol Ligi spielte der Verein die nächsten fünf Jahre in dieser Liga, spielte die letzten vier dieser Spielzeiten um den Aufstieg mit ohne ihn zu erreichen.

Da mit der Saison 2001/02 der türkische Profi-Fußball grundlegenden Änderungen unterzogen werden sollte, wurden bereits in der Spielzeit 2000/01 Vorbereitungen für diese Umstellung unternommen. Bisher bestand der Profifußball in der Türkei aus drei Ligen: Der höchsten Spielklasse, der einspurigen Türkiye 1. Futbol Ligi, der zweitklassigen fünfspurig und in zwei Etappen gespielten Türkiye 2. Futbol Ligi und der drittklassigen und achtgleisig gespielten Türkiye 3. Futbol Ligi. Zur Saison 2001/02 wurde der Profifußball auf vier Profiligen erweitert. Während die Türkiye 1. Futbol Ligi unverändert blieb, wurde die Türkiye 2. Futbol Ligi in die nun zweithöchste Spielklasse, die Türkiye 2. Futbol Ligi A Kategorisi (zu dt.: 2. Fußballliga der Kategorie A der Türkei), und die dritthöchste Spielklasse, die Türkiye 2. Futbol Ligi B Kategorisi (zu dt.: 2. Fußballliga der Kategorie B der Türkei), aufgeteilt. Die nachgeordnete Türkiye 3. Futbol Ligi wurde fortan somit die vierthöchste Spielklasse, die TFF 3. Lig. Jene Mannschaften, die in der Zweitligasaison 2000/01 lediglich einen mittleren Tabellenplatz belegten, wurden für die kommende Saison in die neugeschaffene dritthöchste türkische Spielklasse, in die 2. Lig, zugewiesen. Karşıyaka SK, welches die Liga zwar auf dem respektablen 3. Tabellenplatz beendet hatte, musste so systembedingt trotzdem in die 2. Lig absteigen.

2. Rückkehr in die TFF 1. Lig und die nachfolgenden Jahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem systembedingter Abstieg in die TFF 2. Lig verfehlte der Verein in der ersten Drittligasaison den Wiederaufstieg im Play-off-Finale mit einer 1:2-Nierdrlage gegen Adana Demirspor. In der zweiten Drittligasaison, der Saison 2002/03, beendete der Verein die Liga als Meister und stieg damit nach zweijähriger Abstinenz in die TFF 1. Lig auf.

Nach der Rückkehr in die TFF 1. Lig spielte der Verein zwölf Jahre lang zwar mit dem erklärten Ziel des Aufstiegs, belegte aber meistens Tabellenplätze im mittleren Tabellensegment.

Abstieg in die TFF 2. Lig trotz großer Investitionen (2015–2016)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2015 wurde Fatih Diniz, dem der Geschäftsmann und Mäzen Erdal Acar seine finanzielle Unterstützung zusicherte, zum Vereinspräsidenten gewählt.[1] Diese neue Vereinsführung investierte vor der Saison 2015/16 massiv in den Mannschaftskader. So wurden mit Necati Ateş, Gökhan Ünal, Engin Baytar, Çağlar Birinci mehrere ehemalige türkische Nationalspieler verpflichtet um diese mit einer Reihe von weiteren gestandenen Erstligaspielern eine schlagkräftige Mannschaft aufgebaut. Als Trainer verpflichtete der Verein zudem mit Cüneyt Dumlupınar den jungen und aus Izmir stammenden amtierenden Meistertrainer der TFF 1. Lig. Dieser hatte in der vorherigen Zweitligasaison Kayserispor souverän zur Meisterschaft geführt.

Trotz dieser Investitionen blieb der erhoffte Erfolg aus. Der Verein zeigt ganz im Gegenteil eine enttäuschende Leistung und rutschte schnell auf die Abstiegsplätze. Weitere Verpflichtungen in der Winterpause und mehrere Trainerwechsel brachten auch keine Wende im Abstiegstrend. So stand der Verein mehrere Wochen vor Saisonende als erster Absteiger und Tabellenletzter fest. Der Verein erlebte in dieser Saison seine erfolgloseste Zweitligasaison der Historie.[2]

Basketball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

siehe Hauptartikel Karşıyaka SK (Basketball)

Die Basketballabteilung der Herren, seit 1998 durch Sponsoring auch als Pınar Karşıyaka bekannt, gehört zu den Gründungsmitgliedern der höchsten Spielklasse Türkiye Basketbol Ligi und gehört nach einer sechsjährigen Unterbrechung seit 1974 ständig dieser Liga an. 1987 gewann man die türkische Meisterschaft und den Präsidentenpokal, welcher zwischen Meister und Pokalsieger als Supercup ausgetragen wird.

Fans[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Anhänger von Karşıyaka bezeichnen sich selbst nicht als Einwohner von Izmir, sondern als Anwohner des Stadtteils Karşıyaka und geben sich den Beinamen „35,5“ (Otuzbeşbuçuk), um sich vom restlichen Izmir und dessen Nummernschild mit der 35 zu distanzieren.[3]

Die einzige Fangruppe des Vereins nennt sich „Karşıyaka Çarşı“ und vertritt die Interessen aller Fans als eine Einheit. In Europa, besonders bei den europäischen Begegnungen der Basketballmannschaft des Vereins, organisiert die in Deutschland gegründete Organisation „Karsiyaka Europe“ das Auftreten der Fans.

Die Fans nennen den Verein auch liebevoll „Kaf Sin Kaf“.[3] Dieser Name resultiert aus der Zeit vor der Staatsgründung der modernen Türkei. Zu dieser Zeit wurde noch das Arabische Alphabet benutzt. Das Vereins-Akronym KSK in diesem Alphabet buchstabiert ergibt: Kaf-Sin-Kaf.

Freundschaften und Rivalitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es besteht eine offizielle Freundschaft zum Verein Karagümrük. Weiterhin herrscht eine Sympathie gegenüber Teams wie Orduspor, Trabzonspor und Fethiyespor.

Es besteht eine große Rivalität zum Verein Göztepe İzmir. Am 18. Mai 1981 gab es im Derby gegen Göztepe mit über 80.000 Zuschauern einen Weltrekord der meisten Besucher eines Zweitligaspiels.[4] Im Allgemeinen wird das Izmir-Derby als eines der größten der Welt angesehen.[5]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ligazugehörigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1. Liga: 1959–1964, 1966–1967, 1970–1972, 1987–1991, 1992–1994, 1995–1996
  • 2. Liga: 1964–1966, 1967–1970, 1972–1973, 1980–1987, 1991–1992, 1994–1995, 1996–2001, seit 2003
  • 3. Liga: 1973–1980, 2001–2003


Rekordspieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die meisten Erstligaspiele
Rang Name Einsätze Zeitraum
01. TurkeiTürkei Recep Umut 174 1987–1994
02. Jugoslawien Sozialistische Föderative RepublikJugoslawien Zlatko Juričević 135 1987-1991
03. TurkeiTürkei Ülken Durak 134 1987-1993
04. TurkeiTürkei Ogün Altıparmak 129 1959-1963
05. TurkeiTürkei Muharrem Dirik 127 1987-1993
06. TurkeiTürkei Özcan Öngen 126 1959-1964
07. TurkeiTürkei Erol Özışıkçılar 121 1959-1964
08. TurkeiTürkei Burhan Gürel 116 1962-1972
09. TurkeiTürkei Bulut Ataerk 115 1959-1964
10. TurkeiTürkei Argun Akmoral 110 1959-1964
Stand: 4. März 2016
Die meisten Erstligatore
Rang Name Tor Einsätze Tor/Spiel
01. TurkeiTürkei Recep Umut 52 174 0,3
02. TurkeiTürkei Ogün Altıparmak 35 129 0,27
03. TurkeiTürkei Ali Yüksel Can 30 71 0,42
04. TurkeiTürkei Rıza Tuyuran 26 107 0,24
05. TurkeiTürkei Vural Olşen 23 67 0,34
06. TurkeiTürkei Zeki Şensan 22 76 0,29
TurkeiTürkei Bulut Ataerk 22 115 0,19
07. TurkeiTürkei Argun Akmoral 20 110 0,18
08. TurkeiTürkei Burhan Gürel 16 116 0,14
09. TurkeiTürkei Cevdet Çapar 15 76 0,2
TurkeiTürkei Özcan Öngen 15 126 0,12
10. Jugoslawien Sozialistische Föderative RepublikJugoslawien Miodrag Martać 13 89 0,15
Stand: 4. März 2016

Ehemalige Trainer (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1 interimsweise
2 Da Ayhan Akman zu diesem Zeitpunkt nicht die notwendige Trainerlizenz besaß, arbeitete er inoffiziell als Cheftrainer, während als offizieller Cheftrainer dem Verband Rıza Tuyuran angegeben wurde

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. milliyet.com.tr"KARŞIYAKA’DA YENİ BAŞKAN FATİH DİNİZ" (abgerufen am 14. Mai 2016)
  2. trtspor.com"Ligdeki en kötü performansı" (abgerufen am 14. Mai 2016)
  3. a b http://kskg.tr.gg/35%BD-ve-KaFsinKaF.htm
  4. http://footballderbies.com/honours/index.php?id=140
  5. http://footballderbies.com/