Kara-Hardaš

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Kara-Hardaš (auch Kara-Hardasch; mKa-ra-Ḫar-da-aš, babylonisch verm. Kadašman-Ḫarbe), um 1333 v. Chr, war ein König von Babylonien. Er war der Sohn des Kassiten Burna-buriaš II. und von Muballiṯat-Šerua, der Tochter Aššur-uballits. Nach der Chronik P war Kara-Hardaš allerdings ein Sohn von Kara-Indaš (Kar-Ina-da-aš) und der Muballiṯat-Šerua. Cassin sieht Kadašman-Ḫarbe als Sohn von Kara-indaš, er wäre damit deutlich älter als Aššur-uballit I. selber.

Kara-Hardaš führte den Titel LUGAL la šak-na-an, „König ohnegleichen“. Er wurde bald nach seiner Thronbesteigung, noch als Minderjähriger, Opfer einer Rebellion, die Babylonier machten einen gewissen mNa-zi-Bu-ga-aš (oder Šu-zi-ga-aš), den „Sohn eines Niemands“ zum König, worauf sein Großvater einschritt, den Usurpator vertrieb und Kurigalzu II. (iluKu-ri-Gal-zu), einen anderen Sohn von Burna-Buriaš (oder von Kara-Hardaš?) als Herrscher „auf dem Thron seines Vaters“ einsetzte.

Nach dem Tod von Aššur-uballit wandte sich dieser allerdings gegen Aššur und trug den Kampf gegen Enlil-nirari sogar bis auf assyrisches Gebiet.

Zeitgenossen von Kara-Hardaš 1327 v. Chr.
Ägypten Assyrien Mittani Hethiter
Tutanchamun (1333–1323 v. Chr.) Aššur-uballit I. (1353–1318) Šattiwazza (1350–1320) Šuppiluliuma I. (1355–1323)

Literatur[Bearbeiten]

  • J. A. Brinkman: Chronologies in Old World Archaeology: Archaeological Seminar at Columbia University 1970-1971. Foreign Relations of Babylonia from 1600 to 625 B. C.: The Documentary Evidence. (American Journal of Archaeology. Bd. 76), S. 271-281.
  • Hugo Radau, Letters to Cassite Kings from the Temple Archives of Nippur.
  • Helena Cassin, Babylonien unter den Kassiten und das mittlere assyrische Reich. In: Fischer Weltgeschichte, Alter Orient II. Fischer Verlag, Frankfurt.

Weblinks[Bearbeiten]


Vorgänger Amt Nachfolger
Burna-buriaš II. König von Babylonien
1333 v. Chr.
Nazi-Bugaš