Karachi/Jinnah International Airport

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Karachi/Jinnah International Airport
Karachi-Terminal-00138.JPG
Kenndaten
ICAO-Code OPKC
IATA-Code KHI
Koordinaten
24° 54′ 24″ N, 67° 9′ 39″ OKoordinaten: 24° 54′ 24″ N, 67° 9′ 39″ O
30 m (98 ft.) über MSL
Verkehrsanbindung
Entfernung vom Stadtzentrum 10 km nordöstlich von Karatschi
Basisdaten
Eröffnung 1929
Betreiber Pakistan Civil Aviation Authority
Passagiere ~6 Millionen
Start- und Landebahnen
07R/25L 3400 m × 46 m Beton
07L/25R 3200 m × 46 m Beton

Der Karachi/Jinnah International Airport, auch Flughafen Karatschi oder Flughafen Jinnah International (englisch Jinnah International Airport) (ehemals Quaid-e-Azam International Airport; IATA-Code: KHI; ICAO-Code: OPKC; Urdu جناح بین الاقوامی ہوائی اڈہ) ist Pakistans größter internationaler und nationaler Flughafen. Er befindet sich nordöstlich von Karatschi, der größten Stadt Pakistans in der Provinz Sindh und wurde 1929 erbaut. Der Name des Flughafens erinnert an Muhammad Ali Jinnah, den Gründer des Staates Pakistan.

Der Flughafen ist Luftfahrt-Drehkreuz für den Flagcarrier Pakistan International Airlines (PIA) und weitere kleinere Gesellschaften.

Flughafeninfrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Flughafen verfügt über zwei Start- und Landebahnen auf einer Höhe von 30 m ü.d.M. und hat 16 Flugsteige. Flughafenbetreiber ist die Pakistan Civil Aviation Authority. Hier können theoretisch 30 Flugzeuge gleichzeitig abgefertigt werden, jährlich werden 6 Millionen Passagiere abgefertigt (von 12 Mio. möglichen).

Der Flughafen hat ein Haupt-Terminal, das in zwei Hallen (englisch: Concourses) eingeteilt ist. Der Jinnah East Satellite Concourse wird für internationale Flüge verwendet, während im Jinnah West Satellite Concourse Inlandsflüge abgefertigt werden.[1]

Zwischenfälle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Am 3. März 1953 nahmen die Piloten einer de Havilland DH 106 Comet 1A (CF-CUN) der Canadian Pacific Airlines beim Start in Karatschi die Flugzeugnase zu steil nach oben; die Maschine schoss über das Bahnende hinaus und stürzte in ein ausgetrocknetes Flussbett. Die Maschine befand sich auf ihrem Auslieferungsflug nach Kanada. Alle 11 Insassen kamen ums Leben. Es war der erste tödliche Unfall eines Passagier-Jets.[2][3]
  • Am 27. November 2010 (UTC) stürzte die Iljuschin Il-76TD mit dem Kennzeichen 4L-GNI der georgischen Sun Way kurz nach dem Start vom Flughafen Karatschi in ein angrenzendes Wohngebiet. Auslöser war ein Triebwerkschaden des rechten Außenmotors (Triebwerk 4), bei dem sich dieses zerlegte und vermutlich einen Teil der Landeklappen beschädigte. Alle acht Menschen an Bord starben, am Boden weitere drei. Die Maschine war um fünf Tonnen überladen. Auf mehreren vorhergegangenen Flügen bedurfte es jeweils etlicher Versuche sowie des Einschaltens der Triebwerkenteisung, um das Triebwerk 4 überhaupt in Gang zu bekommen. Die Explosion des Motors wurde dann ausgelöst durch einen korrosionsbedingten Ermüdungsbruch in der zweiten Verdichterstufe. Im Unfallbericht wird auch darauf hingewiesen, dass die technischen Bordbücher für Flugzeug und Triebwerke nicht verfügbar waren, dass bei allen vier Triebwerke ihre vorgeschriebene Überholungszeit überfällig gewesen war und das gesamte Flugzeug seine – ohne weitere Wartung – maximal erlaubte Betriebszeit schon um sechs Jahre überschritten hatte.[4][5][6]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. The Satellites auf karachiairport.com.pk, abgerufen am 15. Juni 2014
  2. Air-Britain Archive: Casualty compendium (englisch), März 1995, S. 95/25.
  3. Unfallbericht Comet 1A CF-CUN, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 20. August 2017.
  4. Crash: Sun Way IL76 at Karachi on Nov 28th 2010, engine fire. In: The Aviation Herald. avherald.com, 28. November 2010, abgerufen am 19. Januar 2015 (englisch).
  5. Unfallbericht IL-46 4L-GNI, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 20. August 2017.
  6. Flight International, 21. März 2017: Ilyushin was years beyond service life and 5t overweight (englisch), S. 14.