Karate Kid (1984)

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Filmdaten
Deutscher TitelKarate Kid
OriginaltitelThe Karate Kid
ProduktionslandUSA
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr1984
Länge126 Minuten
AltersfreigabeFSK 12
Stab
RegieJohn G. Avildsen
DrehbuchRobert Mark Kamen
ProduktionJerry Weintraub
R. J. Louis
MusikBill Conti
KameraJames Crabe
SchnittJohn G. Avildsen
Walt Mulconery
Bud S. Smith
Besetzung
Chronologie

Nachfolger →
Karate Kid II – Entscheidung in Okinawa

Karate Kid ist ein US-amerikanischer Film aus dem Jahr 1984. Dem Film folgten drei direkte Nachfolger, eine Neuverfilmung (2010) und 2018 die Serie Cobra Kai, die die Originalfilmreihe fortführt.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der 15-jährige Daniel LaRusso zieht mit seiner alleinerziehenden Mutter von Newark in New Jersey nach Los Angeles in Kalifornien. Während seine Mutter das sonnige Kalifornien in der Vorfreude auf eine neu aufzubauende Existenz als Paradies auf Erden verklärt, tut sich Daniel mit seiner neuen Heimat erheblich schwerer. Immerhin trifft er im neuen Apartmentkomplex im Stadtteil Reseda auf den eigenwilligen, aber freundlichen und hilfsbereiten Hausmeister Kesuke Miyagi.

In der neuen Stadt wird Daniel von den jugendlichen Schülern eines aggressiv unterrichtenden Karatelehrers, des Inhabers des Cobra Kai Dōjōs, schikaniert. Die Lage eskaliert, als er sich in Ali Mills, die Exfreundin des Anführers der Jugendlichen, verliebt. Als Daniel nach der Halloweenparty der Schule von den halbstarken Jugendlichen angegriffen und schwer misshandelt wird, rettet ihn Miyagi. Er stellt sich als ein Karatemeister alter Schule heraus, der ihn auf recht unkonventionelle Weise (für die Daniel zunächst nur wenig Verständnis aufbringt) nicht nur in die technischen, sondern auch in die philosophischen Aspekte des Karate einweiht. Im Verlauf der Ausbildung werden Daniel und Miyagi gute Freunde. Zu Daniels 16. Geburtstag schenkt ihm Miyagi sogar eines der Autos seiner eigenen Oldtimersammlung, welche Daniel im Zuge seines Trainingsprogramms waschen und polieren musste („wax on, wax off“, deutsch „auftragen und polieren“).

Am Ende des Films muss Daniel seine neu erworbenen Fähigkeiten in einer Meisterschaftsveranstaltung unter Beweis stellen. Obwohl von Seiten des konkurrierenden Dōjōs mit sehr unfairen Methoden vorgegangen wird, gewinnt er das Turnier und hat sich damit den Respekt der anderen gesichert.

Synchronisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rolle Darsteller Sprecher
Daniel LaRusso Ralph Macchio Marco Brunnert
Kesuke Miyagi Pat Morita Herbert Stass
Ali Mills Elisabeth Shue Angela Pohl
John Kreese (Cobra Kai Sensei) Martin Kove Manfred Lehmann
Lucille LaRusso Randee Heller Alexandra Lange
Johnny Lawrence William Zabka Andreas Fröhlich

Hintergrundinformationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Geschichte, die sich um die zwei Hauptfiguren entwickelt, erzählt einerseits eine Ersatzvater-Ersatzsohn-Beziehung, andererseits zeigt sie ansatzweise, dass es sich bei einer Kampfkunst wie Karate nicht um eine „Hau-Drauf-Sportart“ handelt. Dennoch hält sich der Film stark an westliche Klischees. Die philosophische Tiefe, die hinter Kampfkünsten steht, war bis dahin dem westlichen Publikum eher unbekannt.

Durch die für die damalige Zeit ungewöhnliche Darstellung des Themas wurde John G. Avildsens Karate Kid ein Kultfilm der 1980er Jahre. Karate Kid hat mit seinen zwei Nachfolgern Karate Kid II – Entscheidung in Okinawa und Karate Kid III – Die letzte Entscheidung in diesem Jahrzehnt einen weltweiten Karateboom mit ausgelöst. Viele Jugendliche, die dem Zauber des Filmes erlagen, meldeten sich daraufhin zum Karatetraining an.

1994 wurde dann noch Karate Kid IV – Die nächste Generation produziert, die Regie übernahm Christopher Cain. Die Karateschülerin von Kesuke Miyagi wurde diesmal von Hilary Swank gespielt.

Zwischen 1989 und 1990 wurde eine gleichnamige 13-teilige Zeichentrickserie produziert. Die Figuren sind den Filmen angeglichen, die Handlung ist aber etwas mystischer. Karate Kid, Mr. Miyagi und das Mädchen Taki reisen herum und suchen einen magischen Schrein.

In der Sitcom How I Met Your Mother bezeichnet Barney Stinson, einer der Protagonisten, Karate Kid mehrmals als seinen Lieblingsfilm. Zum Unverständnis seiner Freunde lägen seine Sympathien bei Antagonist Johnny Lawrence, verkörpert von William Zabka, der für ihn der echte Held des Filmes und das „wahre Karate Kid“ wäre. Tatsächlich haben sowohl William Zabka als auch Ralph Macchio Gastauftritte in der Serie, wobei sie sich selbst verkörpern. Dabei lobte Zabka Stinson dafür, einer der wenigen zu sein, die den Film wirklich verstanden hätten.[1][2]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Pat Morita wurde 1985 für den Oscar als Bester Nebendarsteller nominiert. Des Weiteren erhielt er eine Nominierung für den Golden Globe Award.
  • Der Film gewann in zwei Kategorien der Young Artist Awards je einen Preis. Elisabeth Shue wurde als Best Young Supporting Actress ausgezeichnet, der Film gewann den Preis als Best Family Motion Picture – Drama.

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Naives Kino-Märchen nach bekanntem Muster, das jedoch durch die Verknüpfung mit fernöstlicher Lebensweisheit einigen Tiefgang erhält. Effektvoll inszeniert, bietet der Film weitgehend sympathische Unterhaltung.“

Neuverfilmung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2010 kam die gleichnamige Neuverfilmung in die Kinos. Die Hauptrollen übernahmen Jackie Chan als Lehrer und Will Smiths Sohn Jaden Smith als Schüler.

Fortsetzungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.ew.com/article/2013/04/29/how-i-met-your-mother-recap-william-zabka/
  2. https://www.moviepilot.de/news/karate-kid-video-entlarvt-den-wirklichen-bosewicht-156094
  3. Karate Kid. In: Lexikon des internationalen Films. Zweitausendeins, abgerufen am 2. März 2017.