Karden

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Karden
Wilde Karde (Dipsacus fullonum)

Wilde Karde (Dipsacus fullonum)

Systematik
Asteriden
Euasteriden II
Ordnung: Kardenartige (Dipsacales)
Familie: Geißblattgewächse (Caprifoliaceae)
Unterfamilie: Kardengewächse (Dipsacoideae)
Gattung: Karden
Wissenschaftlicher Name
Dipsacus
L.

Die Karden (Dipsacus) sind eine Pflanzengattung in der Unterfamilie der Kardengewächse (Dipsacoideae) innerhalb der Familie der Geißblattgewächse (Caprifoliaceae). Die etwa 20 Arten sind in Eurasien und Nordafrika weitverbreitet.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Illustration aus dem Jahre 1796 der Behaarten Karde (Dipsacus pilosus)

Vegetative Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Karden-Arten sind kräftige, zweijährige oder ausdauernde krautige Pflanzen. Die oberirdischen Pflanzenteile sind kahl oder behaart. Die Stängel sind aufrecht, verzweigt und stachelig.

Die gegenständig angeordneten Laubblätter sind können in Blattstiel und Blattspreite gegliedert und am Grund häufig verwachsen sein. Die Blattspreiten sind einfach oder geteilt. Häufig sind auch die Mittelrippen an der Blattunterseite stachelig.

Generative Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf einem langen Blütenstandsschaft steht ein kopfiger, eiförmiger bis zylindrischer, ähriger Blütenstand. Die Hüllblätter sind gleich lang wie oder länger als die Deckblätter der Blüten. Es gibt zwei Reihen von Hüllblättern. Am Köpfchenboden stehen stechende Spreublätter. Der Außenkelch ist sehr klein und kaum gezähnt. Der Kelch ist vierkantig, ganzrandig oder gezähnt, trägt keine Borsten. Die Krone ist ungleichmäßig vierzipfelig. Randständige Blüten sind keine Strahlenblüten. Von den vier Staubblättern sind zwei fertil. Die Narbe sitzt seitlich.

Die nussartigen, rippig-furchigen Schließfrüchte besitzen vier Kanten.

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gattung Dipsacus wurde 1753 von Carl von Linné in Species Plantarum erstveröffentlicht.[1][2] Ein Synonym für Dipsacus L. ist Simenia Szabó.[3] Die früher als eigenständige Gattung „Schuppenkarden“ (Virga Hill) geführten Arten werden in die Gattung Dipsacus gestellt.[4]

Die Gattung Dipsacus ist in Europa, im Mittelmeerraum, in Nordafrika sowie in Süd- und Ostasien verbreitet.

Gesammeltes Regenwasser auf den Blattachseln

Die Gattung Dipsacus enthält etwa 20 Arten (Auswahl):

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Siegmund Seybold (Hrsg.): Schmeil-Fitschen interaktiv. CD-ROM, Version 1.1. Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2002, ISBN 3-494-01327-6.
  • Werner Greuter, Hervé-Maurice Burdet, Guy Long (Hrsg.): Med-Checklist. A critical inventory of vascular plants of the circum-mediterranean countries. Vol. 3: Dicotyledones (Convolvulaceae – Labiatae). Conservatoire et Jardin Botanique, Genève 1986, ISBN 2-8277-0153-7, S. 179–180 (online [abgerufen am 14. Juli 2018]).
  • Yasin J. Nasir: Dipsacaceae. In: S. I. Ali, M. Qaiser (Hrsg.): Flora of West Pakistan. Band 94. Stewart Herbarium, Rawalpindi 1975, OCLC 311348861, Dipsacus, S. 9 (online bei efloras.org und bei Tropicos. bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. Louis).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Carl von Linné: Species Plantarum. Band 1. Lars Salvius, Stockholm 1753, S. 97 (online).
  2. Dipsacus bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. Louis, abgerufen am 21. April 2018.
  3. a b c d e Dipsacus im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen im 15. Mai 2014.
  4. a b c d e f g h i G. Domina (2017+): Dipsacaceae.Datenblatt Dipsacus In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity.
  5. Yasin J. Nasir: Dipsacaceae. In: S. I. Ali, M. Qaiser (Hrsg.): Flora of West Pakistan. Band 94. Stewart Herbarium, Rawalpindi 1975, OCLC 311348861, Dipsacus, S. 9 (online bei efloras.org und bei Tropicos. bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. Louis).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Karden (Dipsacus) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien