Karel Eriksson
Karel Eriksson (* 1988 in Estland) ist ein schwedischer Jazzmusiker (Posaune, auch Bassposaune, Komposition).
Leben und Wirken
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Eriksson wuchs mit vielen musikalischen Einflüssen zunächst in Haapsalu (Estland) und dann in Östhammar (etwa 130 Kilometer nördlich von Stockholm) auf,[1] wo er im Alter von neun Jahren Posaune zu spielen begann. Von 2004 bis 2007 absolvierte er den musischen Zweig am Södra Latins Gymnasium in Stockholm. Zwischen 2007 und 2009 studierte er Posaune und Komposition am Prager Jazz-Konservatorium bei Svatopluk Košvanec und Afrodita Katmeridu. 2009 wechselte er nach Österreich an die Universität für Musik und darstellende Kunst Graz zu Ed Neumeister, wo er 2014 sein Studium abschloss.[2]
Bereits während des Studiums hatte Eriksson Fernsehauftritte mit Mike Abene (2011) und mit John Fedchock zusammen mit dem HGM Jazz Orkestar Zagreb (2012; Leitung: Sigi Feigl).[3] Außerdem gehörte er zum Rob Spelberg Jazz Orchestra, zum Graz Composers Orchestra und zum Piotr Pawlak Jazztet.
2017 gründete Eriksson sein Quintett Sound Pollution Eclectic, dessen Debüt-Album Free to Choose 2018 erschien. 2022 veröffentlichte Alessa Records dessen zweites Album Same View Different Meaning mit Gerhard Ornig (Trompete), Thilo Seevers (Keyboards), Emiliano Sampaio (Gitarre) und Luis Oliveira (Schlagzeug).[4] Das Album wurde auch bei 5 Millionen Pesos im Funkhaus Wien vorgestellt.[5] Eriksson ist auch auf Aufnahmen vom Mega Mereneu Project, vom KUG Jazz Orchestra und von der Jakob Helling Concert Big Band zu hören.
Preise und Auszeichnungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Eriksson gewann den The Best Solo-Preis beim Litvinov International JazzFest 2009. Im selben Jahr wurde er „Bester Solist“ beim Wettbewerb Jazz Juniors in Prag. 2012 wurde er mit dem Outstanding Soloist Award beim fünften europäischen Jazzwettbewerb in Rom ausgezeichnet.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Johan Järup: Östhammarsonen återvänder med trombonen till hemorten. In: Upsala Nya Tidning (Neue Zeitung, Uppsala). 8. Juli 2021, abgerufen am 2. Februar 2026 (schwedisch, Übersetzung: Der Sohn Östhammars kehrt mit der Posaune in seine Heimatstadt zurück).
- ↑ 5 Millionen Pesos: Karel Eriksson & Sound Pollution Eclectic. In: Radiokulturhaus. 2023, abgerufen am 10. Februar 2024.
- ↑ HGM Jazz Orkestar Zagreb. Konzerti 2002–2013. Hrvatska Glazbena Mladež (HGM), Zagreb, abgerufen am 4. Februar 2026 (kroatisch, Übersetzung: HGM = Kroatiens musikalische Jugend).
Davor Hrvoj: HGM jazz orkestar Zagreb i John Fedchock nastupili u Lisinskom. In: Lisinski 12/13. Lisinski, Zagreb, 6. Juni 2012, abgerufen am 6. Februar 2026 (kroatisch, Übersetzung: Das HGM Jazz Orchestar Zagreb und John Fedchock traten im Lisinski auf). - ↑ Michael Ternai: Sound Pollution Eclectic – „Same View Different Meaning”. In: Music Information Center Austria. 5. September 2022, abgerufen am 10. Februar 2024.
- ↑ Andreas Felber: Junger Jazz aus Österreich. In: Oe1. 19. Mai 2023, abgerufen am 10. Februar 2024.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Eriksson, Karel |
| KURZBESCHREIBUNG | schwedischer Jazzmusiker (Posaune, Komposition) |
| GEBURTSDATUM | 1988 |
| GEBURTSORT | Estland |