Karin Eickelbaum

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Grabstätte, Hüttenweg 47, in Berlin-Dahlem

Karin Eickelbaum (* 10. November 1937 in Delmenhorst; † 15. April 2004 in Berlin) war eine deutsche Film- und Theaterschauspielerin.

Leben[Bearbeiten]

Die Kaufmannstochter absolvierte in Hannover die Schauspielschule. Erste Meriten erwarb sie sich an Theatern in Stuttgart, Mannheim und München. An den Münchner Kammerspielen war sie 1968 die Polly in Brechts Dreigroschenoper und 1972 die Luise Maske in Sternheims Die Hose. Ab Mitte der 1970er Jahre wandte sie sich zunehmend dem Boulevardtheater zu und spielte in Berlin am Renaissance-Theater und am Theater am Kurfürstendamm. Sie konnte perfekt berlinern und trat auch mit Claire-Waldoff-Chansons auf.

Einem größeren Publikum wurde sie durch die Rolle der geschiedenen Ehefrau des Tatort-Kommissars Heinz Haferkamp bekannt. An der Seite von Hansjörg Felmy wirkte sie von 1974 bis 1980 in insgesamt 20 Tatort-Folgen mit. In den 1980er und 1990er Jahren trat sie in Fernsehserien wie Liebling Kreuzberg, Ravioli, Der Alte, Elbflorenz und Das Traumschiff auf, aber auch in Fernsehfilmen wie Bronsteins Kinder, Ein Herz für Laura und in der Verfilmung Der lange Weg zum Glück von Rosamunde Pilcher.

Daneben arbeitete sie auch als Synchronsprecherin und lieh u. a. Marlene Dietrich für die Neu-Synchronisation des Josef von Sternberg-Films Marokko ihre Stimme.

Bis Mitte der 1970er Jahre war Karin Eickelbaum mit dem Schauspieler Hans Korte verheiratet. Nach ihrer Scheidung heiratete sie den Kaufmann Knut Tesmer. Sie verstarb 2004 an einem Krebsleiden und ist auf dem Berliner Waldfriedhof Dahlem beigesetzt.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Hörspiele[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]