Karin Gündisch

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Karin Gündisch bei einer Lesung in der Khnko-Aper-Kinder-Nationalbibliothek in Jerewan, Armenien, 2007

Karin Gündisch (* 5. April 1948 in Heltau, Kreis Hermannstadt / Sibiu) ist eine aus Siebenbürgen stammende deutsche Kinder- und Jugendschriftstellerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karin Gündisch studierte Germanistik und Romanistik an der Babeș-Bolyai-Universität Cluj und der Universität Bukarest. Nach ihrem Studium war sie als Deutschlehrerin in Bukarest beschäftigt, arbeitete als freie Mitarbeiterin bei der rumänisch-deutschen Presse und den elektronischen Medien. Daneben veröffentlichte sie Kindergeschichten und war bei der Ausarbeitung von Deutsch-Lehrbüchern tätig.

Seit 1984 lebt sie als freie Autorin in der Bundesrepublik Deutschland in Bad Krozingen sowie in Michelsberg / Cisnădioara, Kreis Hermannstadt (Rumänien). Ihre Bücher wurden ins Englische, Französische, Rumänische, Japanische, Koreanische, Kroatische und Slowenische übersetzt.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bilderbücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kinderbücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Didel und Düdel und andere Dingsgeschichten, 1980
  • Lügengeschichten, 1983
  • Im Land der Schokolade und Bananen, 1987
  • Geschichten über Astrid, Erzählung, 1988
  • Im Land der Schokolade und Bananen. Zwei Kinder kommen in ein fremdes Land, 1987
  • Weit, hinter den Wäldern, 1988
  • In der Fremde und andere Geschichten, 1993
  • Liebe - Tage, die kommen, 1994
  • Großvaters Hähne. Geschichten aus einem anderen Land, 1994
  • Peter und der alte Teddy, 1997
  • Das Paradies liegt in Amerika. Eine Auswanderergeschichte, 2000
  • Cosmin. Von einem, der auszog, das Leben zu lernen, 2005
  • Lilli findet einen Zwilling, 2007
  • "Die Kinder von Michelsberg", 2011
  • "George. Oder: Vom aufrechten Gang des Menschen", 2013

Auszeichnungen und Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1984 Rumänischer Kinderbuchpreis
  • 1984 Peter-Härtling-Preis für Geschichten über Astrid
  • 1992 Kinderbuchpreis der Ausländerbeauftragten des Berliner Senats für Im Land der Schokolade und Bananen
  • 2001 Stipendium des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg
  • 2002 Mildred L. Batchelder Award für How I Became an American (Orig. Das Paradies liegt in Amerika)
  • 2004 Oberrheinischer Rollwagen (3. Preis) für Mili und Tante Milda
  • 2005 LesePeter Oktober für Cosmin
  • 2010 Verdienstmedaille der Stadt Bad Krozingen
  • 2013 Ehrenbürgerin der Stadt Heltau (Rumänien)
  • 2016 Walburga-Preis der ev. Kirche Heltau

Weiterführende Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hannelore Daubert: Karin Gündisch. Im Land der Schokolade und Bananen. Lehrerbegleitheft. Beltz und Gelberg, Weinheim u.a. 1992, ISBN 3-407-99063-4
  • Ursula Kiermeier (Hrsg.): Karin Gündisch. Goethe-Institut, Krakau 1996, ISBN 83-86635-06-1
  • Volker Ladenthin: In einem fremden Land [Didaktische Reflexionen zu einem Jugendbuch v. K. Gündisch]. In: Diskussion Deutsch 24 (1993) Heft 123, S. 350
  • Ellen Schulte-Bunert und Dorthe Wieting: Wo liegt denn bloß das Land der Schokolade und Bananen? Das Kinderbuch von Karin Gündisch im projektorientierten Deutschunterricht einer dritten Grundschulklasse. Bildungswissenschaftliche Hochschule Flensburg, Universität, Abteilung Deutsch als Zweit-/Fremdsprache, Flensburg 1994 (= Flensburger Papiere zur Mehrsprachigkeit und Kulturenvielfalt im Unterricht; 8/9)
  • Volker Ladenthin: Über: Karin Gündisch: Lilli findet einen Zwilling, Düsseldorf 2007. In: engagement. Zeitschrift für Erziehung und Schule, Heft 1/2008, ISSN 0723-3507, S. 78
  • Michaela Nowotnick: Karin Gündischs Jugendroman „Weit, hinter den Wäldern“ neu aufgelegt. In: Siebenbürger Zeitung. 15. Juli 2010, S. 5 ([1] [abgerufen am 28. März 2014]).
  • Volker Ladenthin: Was im Gedächtnis bleiben soll. Das literarische Werk von Karin Gündisch. Schiller, Hermannstadt/Sibiu u. Bonn 2014. ISBN 978-3-944529-33-2.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]