Karin Orth

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Karin Orth (* 1963 in Frankfurt am Main) ist eine deutsche Historikerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Orth studierte von 1984 bis 1989 an den Universitäten Frankfurt am Main und Berlin Mittlere und Neuere Geschichte, Politologie sowie Soziologie. Danach arbeitete sie von 1990 bis 1993 als wissenschaftliche Mitarbeiterin der KZ-Gedenkstätte Neuengamme im Rahmen eines Befragungsprojektes zu den Lebensgeschichten KZ-Überlebender. Von 1994 bis 1997 an der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg und 1998 am dortigen Institut für Sozialforschung tätig. Nach ihrer Promotion war sie bis 1998/99 Lehrbeauftragte an der Universität Hamburg.

Von 1998 bis 2008 war sie wissenschaftliche Assistentin und danach Angestellte am Historischen Seminar der Universität Freiburg, 2001 bis 2007 zudem Wissenschaftliche Koordinatorin der Forschungsgruppe zur „Geschichte der Deutschen Forschungsgemeinschaft (1920-1970)“. Von 2008 bis 2010 war sie zwischenzeitlich als Geschäftsführerin der Internationalen Graduiertenakademie der Universität Freiburg tätig und kehrte danach auf ihre Arbeitsstelle zurück. 2015 erfolgt ihre Habilitation. Orth lebt in Freiburg im Breisgau.

Ihre Veröffentlichungen konzentrieren sich auf die Täterforschung zum Nationalsozialismus. 1999 publizierte sie Das System der nationalsozialistischen Konzentrationslager sowie auf die Geschichte der DFG 1920 bis 1970.

Publikationen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • „Nur weiblichen Besuch“. Dienstbotinnen in Berlin 1890-1914 (= Campus Forschung, Band 708). Campus, Frankfurt am Main 1993, ISBN 3-593-34984-1
  • Die Kommandanten der nationalsozialistischen Konzentrationslager. Und: Mängel der Lagerstatistiken. In: Ulrich Herbert, Karin Orth, Christoph Dieckmann (Hrsg.): Die nationalsozialistischen Konzentrationslager: Entwicklung und Struktur. 1998, ISBN 978-3-596-15516-3, S. 168-192.
  • Das System der nationalsozialistischen Konzentrationslager. Eine politische Organisationsgeschichte. Hamburger Edition, Hamburg 1999 (ISBN 978-3-930908-52-3) bzw. Pendo, 2002, ISBN 978-3-85842-450-1 (Rezension von Peter Witte für Newsletter – Informationen des Fritz Bauer Instituts · Nr. 18 · Frühjahr 2000)
  • Die Konzentrationslager-SS. Sozialstrukturelle Analysen und biographische Studien. Wallstein, Göttingen, 2000; bzw. dtv, 2004, ISBN 3-8924-4380-7 (Rezension von Christian Scharnefsky für hsozkult.geschichte.hu-berlin.de vom 17. Mai 2001)
  • Die Historiografie der Konzentrationslager und die neuere KZ-Forschung. In: Archiv für Sozialgeschichte 47, 2007, S. 579-598 (Überblick zur Literatur über Konzentrationslager als Forschungsgegenstand bis 2006; Desiderata werden formuliert)
  • Autonomie und Planung der Forschung. Förderpolitische Strategien der Deutschen Forschungsgemeinschaft 1949-1968. Steiner, Stuttgart 2011, ISBN 978-3-515-09832-8
  • Die NS-Vertreibung der jüdischen Gelehrten. Die Politik der Deutschen Forschungsgemeinschaft und die Reaktionen der Betroffenen. Wallstein, Göttingen 2016, ISBN 978-3-8353-1863-2

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]