Karl-Heinz Kunde

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Karl-Heinz Kunde Straßenradsport
Karl-Heinz Kunde (2014)
Karl-Heinz Kunde (2014)
Zur Person
Spitzname Bergfloh, Hein
Geburtsdatum 6. Januar 1938
Sterbedatum 15. Januar 2018
Nation DeutschlandDeutschland Deutschland
Disziplin Straße / Querfeldein
Karriereende 1973
Funktion Fahrer
Letzte Aktualisierung: 20. Januar 2018

Karl-Heinz Kunde (* 6. Januar 1938 in Köln; † 15. Januar 2018[1]) war ein deutscher Radrennfahrer, der als Kletterspezialist bekannt war und deshalb den Beinamen „Bergfloh“ erhielt. Bei der Tour de France 1966 trug er fünf Tage lang das Gelbe Trikot.

Sportliche Laufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der 1,59 Meter große Karl-Heinz Kunde begann seine Radsportkarriere im Männerbereich 1959. In diesem Jahr hatte er mit dem vierten Platz bei der deutschen Straßenmeisterschaft sein bestes Resultat. 1960 machte er erstmals überregional bei der Österreich-Rundfahrt auf sich aufmerksam, gewann eine Etappe und wurde als bester Deutscher im Gesamtklassement Siebter. Seinen ersten Meisterschaftstitel im Männerbereich holte er sich 1961 mit dem Gewinn der deutschen Amateurstraßenmeisterschaft. Im selben Jahr beteiligte er sich auch an der Tour de l’Avenir, die er ebenfalls als bester Deutscher auf Platz vier beendete. Weniger Erfolg hatte er bei der Straßenweltmeisterschaft, wo er bereits nach zwei Runden ausschied.

Mit einem Vertrag beim deutschen Radsportteam Afri-Cola-Rabeneick wechselte Kunde 1962 in das Berufsfahrerlager. Nach einem Jahr ohne sportliche Höhepunkte feierte er 1963 den Gewinn der deutschen Bergmeisterschaft. Diesen Erfolg wiederholte er noch einmal 1970. Bei der Luxemburg-Rundfahrt 1963 holte er einen Etappensieg, wurde jedoch nur 14. in der Gesamtwertung. Beim belgischen Eintagesrennen Flèche Wallonne wurde er 41.

1964 beteiligte er sich an den großen Radsportereignissen Straßenradweltmeisterschaft und Tour de France. Während er bei der Weltmeisterschaft vorzeitig ausschied, kam er bei seinem Tourdebüt auf den 16. Platz. Die Straßenweltmeisterschaften brachten Kunde wenig Glück. Er trat achtmal an, konnte sich aber nur zweimal platzieren. 1965 wurde er Fünfter, 1968 Dreizehnter. An der Tour de France nahm Kunde sechsmal teil, schied zweimal vorzeitig aus und hatte bei der Tour de France 1966 mit Platz neun das beste Resultat, als er fünf Tage lang das Gelbe Trikot trug.

Bei dem ebenfalls zu den Rundfahrtklassikern zählenden Giro d’Italia tauchte Kunde nur 1968 in der Endwertung auf, als er den 24. Platz belegte. Dagegen kann er bei der Tour de Suisse zwischen 1968 und 1972 vier Platzierungen vorweisen; der zehnte Rang 1968 war dabei das beste Ergebnis. In den letzten Jahren seiner Laufbahn beteiligte sich Kunde an drei der vier Frühjahrsklassiker: 1972 Lüttich–Bastogne–Lüttich (25.), 1973 Paris–Roubaix (19.) und Mailand–Sanremo 1973 (86.).

Neben seinen Aktivitäten im Straßenradsport unternahm Kunde auch Ausflüge zum Querfeldeinsport. Unter anderem startete er bei den Querfeldeinweltmeisterschaften 1969 und 1972, wo er die Plätze 18 und 21 belegte. Bei den west-deutschen Crossmeisterschaften holte er zwischen 1969 und 1973 zwei zweite und einen dritten Platz. Seine Vielseitigkeit bewies Kunde auch mit den Starts bei mehreren Sechstagerennen.

Nach der Saison 1973 im deutschen HA-RO-Team beendete Kunde seine Radsportkarriere und eröffnete in Köln ein Radsportfachgeschäft.[2] Er starb im Januar 2018 wenige Tage nach seinem 80. Geburtstag in einem Krankenhaus.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1960
1961
  • MaillotAllemania.svg Deutscher Amateurmeister – Straßenrennen
1963
1970

Grand Tour-Platzierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grand Tour 1964 1965 1966 1967 1968 1969 1970 1971 1972
Pink jersey Giro d’Italia - - - - 24 - - - -
Yellow jersey Tour de France 16 11 9 - DNF - - - 20
red jersey Vuelta a España - - - - - - - - -

Teams[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1962 Torpedo, Africola und Bertin
  • 1963 Peugeot-BP
  • 1964 Wiel’s-Groene Leeuw und Rubert
  • 1965 Wiel’s-Groene Leeuw
  • 1966/67 Peugeot-BP
  • 1968 Batavus und Kelvinator
  • 1969 Batavus
  • 1970 Batavus und Eliolona
  • 1971 Bika-Milupa und Märki-Bonanza
  • 1972 Rokado
  • 1973 Ha-Ro

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Joachim Schmidt: Trauer in Köln: Kölner Radsportidol Karl-Heinz Kunde stirbt mit 80 Jahren. In: rundschau-online.de, 17. Januar 2018, abgerufen am 18. Januar 2018.
    Traueranzeige für Karl-Heinz Kunde in: Kölner Stadt-Anzeiger, 20./21. Januar 2018, abgerufen am 25. Januar 2018.
  2. Karl Heinz Kunde Radprofi Ex. In: Karl Heinz Kunde Radrennsport. Archiviert vom Original am 16. Januar 2018; abgerufen am 16. Januar 2018. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.karl-heinz-kunde.de