Karl-Thomas Neumann

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Karl-Thomas Neumann, 2013

Karl-Thomas Neumann (* 1. April 1961 in Twistringen, Niedersachsen) ist ein technisch ausgerichteter deutscher Manager und Investor im Bereich Automobil-Elektronik. Er ist international engagiert; in Deutschland bekleidete er führende Rollen in der Automobilindustrie, unter anderem bei Volkswagen und als Vorstand der Continental AG und der Adam Opel AG.[1]

Ausbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neumann studierte Elektrotechnik an der Technischen Universität Dortmund, absolvierte danach seinen Zivildienst und arbeitete im Anschluss zunächst für das Fraunhofer-Institut für Mikroelektronische Schaltungen und Systeme in Duisburg. An der Universität Duisburg wurde er zum Dr.-Ing. promoviert.

Berufliche Stationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neumann arbeitete ab 1993 für die Motorola GmbH als Entwicklungs- und Systemingenieur, zuletzt als Leiter des weltweiten strategischen Marketing Automobilmarkt.

1999 wechselte er zur Volkswagen AG, wo er zunächst die Elektronikforschung, dann die Konzernforschung leitete. Später stieg er zum Leiter der konzernweiten Elektronikstrategie auf. Im Anschluss übernahm er die Bereichsleitung Elektrik/Elektronik-Entwicklung.

Neumann im Gespräch mit Berthold Huber 2013

Im Jahr 2004 wechselte Neumann zur Continental AG, wo er als Mitglied des Vorstands das Ressort Continental Automotive Systems (CAS) übernahm. Ein wesentliches Merkmal seiner Arbeit bei der Continental AG war die Übernahme der Automotive-Sparte von Siemens-VDO, wodurch die Continental AG zum zweitgrößten deutschen Zulieferer für Automotive-Elektronik wurde, hinter der Robert Bosch GmbH. Darüber hinaus erwarb er von seinem ehemaligen Arbeitgeber Motorola den Geschäftsbereich Automobilelektronik.

Von September 2008 bis August 2009 war Neumann Vorstandsvorsitzender des Automobilzulieferers Continental. Davor war er bereits Technikvorstand des Konzerns. Aufgrund unterschiedlicher Ansichten über die strategische Ausrichtung der Continental mit dem Conti-Großaktionär Schaeffler verließ Neumann auf eigenen Wunsch das Unternehmen.

Am 1. Dezember 2009 wurde Neumann Konzernbeauftragter für Elektro-Traktion und Generalbevollmächtigter der Volkswagen AG. In dieser neu geschaffenen Position zeichnete er für die Entwicklung von Elektroantrieben verantwortlich und unterstand direkt dem Vorstandsvorsitzenden Martin Winterkorn. Seit 1. September 2010 war Neumann President & CEO der Volkswagen Group China und leitete das Chinageschäft des Volkswagen-Konzerns. Wegen Umbesetzungen im Management verlor er Mitte 2012 diesen Posten wieder.[2]

Neumann war von März 2013 bis Juni 2017 Chef der Adam Opel AG.[3] Sein Nachfolger ist der ehemalige Opel-Finanzchef Michael Lohscheller.

Seit 2016 ist Karl-Thomas Neumann als Senator bei acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften tätig.[4]

Von Anfang 2018 bis Mitte 2019 war Neumann im Managementteam der kalifornischen Firma Canoo für den Bereich Mobilität verantwortlich.[5] Neben Investor-Rollen in verschiedenen Firmen ist er seit Ende 2019 Aufsichtsrat und Berater beim israelischen Startup Cartica AI.[6]

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karl-Thomas Neumann ist begeisterter Marathonläufer und Vater von drei Söhnen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Karl-Thomas Neumann – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Neumann, Karl-Thomas. Abgerufen am 30. Oktober 2021.
  2. AUTOMOBIL PRODUKTION Online. (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 1. Februar 2016; abgerufen am 15. November 2017.
  3. Braun, Michael: Ex-VW-Manager soll Opel aus der Krise führen bei dradio.de, 31. Januar 2013 (abgerufen am 1. Februar 2013).
  4. Personaleintrag bei acatech. Deutsche Akademie der Technikwissenschaften (acatech), abgerufen am 23. Februar 2022.
  5. Vogel Business Media GmbH & Co. KG: Evelozcity: Karl-Thomas Neumann verstärkt Führungsteam. (vogel.de [abgerufen am 25. April 2018]).
  6. KT Neumann heuert bei israelischem Startup Cartica AI an. In: intellicar.de. 9. Dezember 2019, abgerufen am 30. Oktober 2021 (deutsch).