Karl (Schachzeitschrift)

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Cover einer KARL-Ausgabe

KARL ist eine deutsche Schachzeitschrift, die im Karl-Verlag in Frankfurt am Main erscheint. Im Untertitel bezeichnet sich KARL als „Das kulturelle Schachmagazin“. In jedem Heft wird ein Schwerpunktthema in ausführlichen Artikeln unter diversen Aspekten betrachtet.

Umfang und Erscheinungsweise, Autoren[Bearbeiten]

Harry Schaack, Mainz 2009

KARL erscheint viermal jährlich im Umfang von ca. 64 Seiten. Herausgeber und Chefredakteur ist FIDE-Meister Harry Schaack. Zum ständigen Autorenteam gehören angesehene Schachmeister und Experten wie z. B. der Schachprogrammierer Christian Donninger und der Schachhistoriker Michael Ehn.

KARL hatte mit Stand August 2006 eine Auflage von 5000 Exemplaren. Die Ausgabe 3/2008 erschien zusätzlich in einer englischsprachigen Fassung mit gleichem Inhalt. Seit 2013 kostet eine Ausgabe 6,00 Euro.

Geschichte und Name[Bearbeiten]

KARL erschien ab November 1984 als Vereinszeitschrift der Schachfreunde Schöneck. Beginnend mit Ausgabe 02/2001, wurde die Zeitschrift bundesweit angeboten und hat ihr inhaltliches Profil sowie ihr Erscheinungsbild entsprechend verändert.

Der Name der Zeitschrift ist nach Auskunft des Herausgebers einerseits der Name eines Klubmitglieds und steht andererseits als Akronym für „Kommunikation, Ansichten oder Autonomie, Realitäten und Lorbeerkränze“ – Aspekte, mit denen sich der Verein identifizierte. Die Namenswahl erfolgte nach einer Umfrage unter den Lesern in der ersten Ausgabe.

Im Jahr 2014 erhielt die Zeitschrift KARL den Deutschen Schachpreis des Deutschen Schachbundes.[1]

Inhalt[Bearbeiten]

Jedes Heft widmet sich in umfassenden Artikeln sehr unterschiedlichen Aspekten eines Schwerpunktthemas. Bisher erschienen bzw. angekündigt sind Hefte zu folgenden Themen.

Übersicht der einzelnen Ausgaben
Ausgabe Schwerpunkt
2/2001 Tempo im Schach
3/2001 Schach im Internet
4/2001 Wunderkinder
1/2002 125 Jahre Deutscher Schachbund
2/2002 Mythos Fischer
3/2002 Schachbundesliga
4/2002 Computerschach
1/2003 Schönheit im Schach
2/2003 Dortmunder Schachtage
3/2003 Der erste Schachclub
4/2003 In der Defensive
1/2004 Sammler
2/2004 Paul Keres
3/2004 Frauenschach
4/2004 Rivalen
1/2005 125 Jahre Hamburger SK
2/2005 Blindschach
3/2005 Michail Botwinnik
4/2005 Traditionsturnier Hastings
1/2006 Schach und Politik
2/2006 Zufall
3/2006 Aaron Nimzowitsch
4/2006 Schach in Paris
1/2007 Taktik
2/2007 Wolfgang Unzicker
3/2007 Saale-Schachbund und Schach in Sachsen-Anhalt
4/2007 Schach und Musik
1/2008 Emanuel Lasker
2/2008 Endspiel
3/2008 Schacholympiaden in Deutschland
4/2008 Weltmeisterschaft Anand – Kramnik 2008
1/2009 Schach und Film
2/2009 Schachmetropole Wien
3/2009 Training
4/2009 Tigran Petrosjan
1/2010 Schach und Literatur
2/2010 Weltmeisterschaft Anand – Topalow 2010
3/2010 Eröffnung
4/2010 Schach in den Niederlanden
1/2011 Schach in Nordrhein-Westfalen
2/2011 Chess Classic
3/2011 Anatoli Karpow
4/2011 Fernschach
1/2012 Schach in Tschechien
2/2012 Weltmeisterschaft Anand – Gelfand 2012
3/2012 Schach und Alter
4/2012 Stil
1/2013 Betrug
2/2013 Schulschach
3/2013 Akiba Rubinstein
4/2013 Weltmeisterschaft 2013
1/2014 Schachkomposition
2/2014 Motivation
3/2014 Unentschieden
4/2014 Schach und Kunst
1/2015 Wolfgang Uhlmann
2/2015 Geschichte der Schachtheorie
3/2015
(angekündigt)
Schach in New York

Weitere mehr oder weniger regelmäßige Beiträge in der Zeitschrift KARL sind:

  • ein kurzer Überblick über wichtige Ereignisse der letzten Monate und sich ankündigende Höhepunkte („Was war“ – „Was wird“),
  • Vorstellungen aktueller Schachmeister (meist über die sportlichen Ergebnisse hinaus),
  • eine ausführlich kommentierte Schachpartie und
  • ausführliche Rezensionen.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.schachbund.de/news/der-deutsche-schachpreis-2014.html