Karl Christian Ulmann

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Karl Christian Ulmann (1793–1871)

Karl Christian Ulmann (lettisch: Kārlis Kristināns Ulmanis; * 3. Februar 1793 in Riga; † 8. Oktober 1871 in Walk, Livland) war ein deutsch-baltischer Theologe.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während seines Studiums wurde er in Jena Renonce der Urburschenschaft.[1] Nach einigen Jahren als Landpfarrer wirkte Ulmann ab 1835 als Professor für Praktische Theologie an der Kaiserlichen Universität zu Dorpat und hatte dort von 1839 bis 1841 das Rektorat inne. 1842 aus Dorpat verbannt, leitete er ab 1844 als Schulrat in Riga das Volksschulwesen. 1856 wurde er von Zar Alexander II. als Vizepräsident des Sankt Petersburger Generalkonsistoriums zum obersten Geistlichen der evangelisch-lutherischen Kirche im Russischen Reich berufen und mit dem Bischofstitel geehrt. Ulmann ging 1868 in den Ruhestand.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ehrendoktor der Theologischen Fakultät der Universität Dorpat
  • Ehrenbürger Rigas

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sammlung geistlicher Lieder für Gemeindegenossen der evangelisch-lutherischen Kirchen, 1843.
  • Das gegewartige Verhältnis der evangelischen Brudergemeinde zur evangelisch-lutherischen Kirche in Liv- und Ehstland, 1862.
  • Lettisches wörterbuch, 1872.
  • Deutsch-lettisches Wörterbuch, 1880.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Peter Kaupp (Bearb.): Stamm-Buch der Jenaischen Burschenschaft. Die Mitglieder der Urburschenschaft 1815–1819 (= Abhandlungen zum Studenten- und Hochschulwesen. Bd. 14). SH-Verlag, Köln 2005, ISBN 3-89498-156-3, S. 172.