Karl Delorme

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Karl Delorme (* 23. Januar 1920 in Mainz; † 12. März 2011[1]) war ein deutscher Politiker (SPD). Er war Bürgermeister der Stadt Mainz und Bundestagsabgeordneter.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Delorme wurde als drittes Kind einer Handwerkerfamilie in der Mainzer Altstadt geboren und wuchs dort auf. Karl Delorme war aktives Mitglied der katholischen Jugend. In der Druckerei des katholischen Lehrlingshauses erlernte er den Beruf des Schriftsetzers. Während des Zweiten Weltkriegs (1939–1945) war er Soldat. 1946 wurde er aus der sowjetischen Kriegsgefangenschaft entlassen. Im selben Jahr trat er der SPD bei.

Von 1950 bis zu seiner Wahl 1957 als Bürgermeister und hauptamtlichen Dezernenten für Soziales gehörte er dem Mainzer Stadtrat an. Als Mitglied des Stadtvorstands hatte er enge und freundschaftliche Kontakte zu Jockel Fuchs, der ab 1965 Oberbürgermeister der Stadt Mainz war. Von 1960 bis 1976 war er SPD-Vorsitzender des Unterbezirks Mainz. Die Errichtung eines Sanierungsamtes unter seiner Leitung war der Startpunkt für das Sanierungsgebiet südliche Altstadt innerhalb der Mainzer Altstadtsanierung.[2][3] 1981 wechselte er von seiner hauptamtlichen Position im Stadtvorstand zu einem ehrenamtlichen Beigeordneten, eine Funktion, die er bis zu seiner Wahl in den Deutschen Bundestag bekleidete.

Delorme war vom 29. März 1983 bis 18. Februar 1987 eine Wahlperiode lang Mitglied des Deutschen Bundestages. Er wurde über die Landesliste der SPD Rheinland-Pfalz gewählt.

Seit 1994 war er Präsident des Arbeiter-Samariter-Bundes Landesverband Rheinland-Pfalz. [4] Karl Delorme war verheiratet und hatte zwei Kinder.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Delorme wurde mit dem Großen Bundesverdienstkreuz und mit dem Verdienstorden des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet. Er erhielt den Ehrenring der Stadt Mainz, die Rheingoldplakette in Gold, die Martinus-Medaille des Bistums Mainz sowie das ASB-Ehrenkreuz in Gold und Silber. Im Dezember 2004 beschloss der Mainzer Stadtrat, Karl Delorme zum Ehrenbürger der Stadt Mainz zu ernennen.[5]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mainzer Ehrenbürger Karl Delorme verstorben (Memento vom 17. März 2011 im Internet Archive), Allgemeine Zeitung vom 13. März 2011. Abgerufen am 13. März 2011.
  2. Franz Dumont: Landeshaupt- und Universitätsstadt (1945/45-1997), S. 552 in: Franz Dumont (Hrsg.), Ferdinand Scherf, Friedrich Schütz: Mainz – Die Geschichte der Stadt. Verlag Philipp von Zabern, Mainz 1998 (Erstauflage)
  3. Die Stadt Mainz erhebt Ausgleichsbeträge im Sanierungsgebiet Südliche Altstadt Teil A Mainz
  4. Rheinpfalz vom 16.März 2011, Todesanzeige des ASB auf Seite 24
  5. Biografie auf Mainz.de