Karl Egon Ebert

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Karl Egon Ebert

Karl Egon Ebert (* 5. Juni(?) 1801 in Prag; † 24. Oktober 1882 in Smichow bei Prag) war ein deutsch-böhmischer Dichter.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karl Egon Ebert war Sohn des fürstenbergischen Residenten in Böhmen und Hofrates Michael Ebert. Nach dem Besuch des Prager Gymnasiums und des Löwenburg'schen Konviktes in Wien studierte Ebert Rechtswissenschaften in Prag. Während seines Studiums wurde er 1819 Mitglied im Prager burschenschaftlichen Kreis. Ab 1825 arbeitete er als Bibliothekar und Archivar. 1829 wurde er in Donaueschingen fürstlicher Rat und Archivdirektor im Archiv seines Paten Fürst Egon von Fürstenberg. Ab 1832 war er in Prag tätig und wurde 1848 Hofrat. Er setzte sich 1848 politisch für das Zusammenleben der deutschen und tschechischen Kulturen in Böhmen ein und war Mitunterzeichner eines entsprechenden Aufrufs tschechischer und deutscher Schriftsteller am 21. März.

Für Leopold Eugen Měchura schrieb Ebert das Libretto zur Oper „Der Schild“, für Joseph Dessauer das zu „Lidwinna“.

Eberts literarisches Gesamtwerk wurde 1877 in Prag in sieben Bänden herausgegeben. Neuere Ausgaben scheint es nicht zu geben. Seine Gedichte „Das erste Veilchen“ und „Reiselied“ wurden von Felix Mendelssohn Bartholdy vertont.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wlasta, 1829 (Epos)
  • Bretislaw und Jutta, 1828 (Drama)
  • Böhmische Kolatschen, 1833 (Anekdotensammlung)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]