Karl Exner

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Karl Exner (* 26. März 1842 in Prag; † 11. Dezember 1914 in Wien) war ein österreichischer Mathematiker und Physiker.

Leben[Bearbeiten]

Karl Exner war der zweite Sohn des Franz Serafin Exner und seiner Frau Charlotte Dusensy. Er hatte vier Geschwister: Adolf, Sigmund, Marie und Franz-Serafin. Er studierte nach dem Besuch des Schottengymnasiums in Wien, Zürich und Freiburg Mathematik und Physik, legte 1865 die Lehramtsprüfung für diese Fächer ab, erhielt 1870 das Diplom eines Dr. phil. der Universität Freiburg i.Br. und war zunächst von 1871 bis 1874 als Supplent (Hilfslehrer) in Mödling, Troppau und Wien tätig. Er war mit Henriette Wagner (* 1863) verheiratet. Vorübergehend hörte er Vorlesungen am Eidgenössischen Polytechnikum in Zürich. 1892 habilitierte er sich als Privatdozent für theoretische Physik an der Universität Wien. 1894 folgte er einem Ruf auf das Ordinariat für mathematische Physik in Innsbruck, das er bis 1912 innehatte.

Bedeutung[Bearbeiten]

Er beschäftigte sich unter anderem mit der Wellentheorie des Lichts und geometrischen Problemen und zeichnete sich durch innovative Ideen und experimentellem Geschick aus. So gelang es ihm, die Newtonschen Farbenringe theoretisch zu deuten, er beschäftige sich mit meteorologischer Optik, dem Funkeln der Sterne und er erhielt 1890 den sehr angesehenen Baumgartner-Preis der Wiener Akademie, den später vor allem bedeutende Wissenschaftler aus dem Ausland wie Lenard, Röntgen und Einstein erhielten und einen Preis der chemisch-physikalischen Gesellschaft in Wien. Eine schwere Krankheit zwang Exner 1904, sich in den Ruhestand zurückzuziehen.

Schriften[Bearbeiten]

  • Über das Funkeln der Sterne. (1881)
  • Vorlesungen über die Wellentheorie des Lichts., zwei Bände (1881/87)

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]