Karl Gustav von Berneck

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Karl Gustav von Berneck. Grafik von Hermann Scherenberg.

Karl Gustav von Berneck (* 28. Oktober 1803 in Kirchhain (Niederlausitz); † 8. Juli 1871 in Berlin) war Novellist und Militärschriftsteller.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Berneck besuchte seit 1817 das Berliner Kadettenhaus und trat 1820 als Kavallerieoffizier in die Armee ein. Auf der allgemeinen Kriegsschule in Berlin widmete er sich 1823–1826 besonders dem Studium der Geschichte und neueren Sprachen, das er auch während seines Garnisonlebens fortsetzte. 1839 wurde er als Lehrer der Geschichte an die Divisionsschule in Frankfurt (Oder) berufen, später zum Rittmeister und Mitglied der Obermilitärexaminationskommission sowie zum Lehrer der Taktik am Kadettenhaus und der Geschichte der Kriegskunst an der Vereinigten Artillerie- und Ingenieurschule in Berlin, 1856 zum Professor der Mathematik an dieser Anstalt und zugleich zum Major ernannt. Seit 1862 in den Ruhestand versetzt, starb er am 8. Juli 1871 in Berlin.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bernecks novellistische Arbeiten beruhen meist auf historischem Hintergrund, erregten aber aus Mangel an leitenden Ideen kein dauerndes Interesse. Eine Anzahl der in Taschenbüchern und Zeitschriften zerstreuten Novellen und Erzählungen sammelte er selbst (Leipzig 1837, 3 Bde.); andere sind in seinen Werken:

  • Schaumperlen der Gegenwart (Bunzlau 1838),
  • Vom Born der Zeiten (Berlin 1844, 3 Bde.),
  • Wildfeuer (Berlin 1845, 2 Bde.),
  • Girandola (2. Aufl., Leipzig 1859),
  • Im Herzen von Deutschland (Berlin 1869, 2 Bde.) enthalten.

Er setzte nach dem Tod des A. von Tromlitz 1839 die Alamanache historische-romantische Taschenbuchserie „Vielliebchen“ mit dem 15. Jahrgang fort, diese erschien 1828 das erste Mal regelmäßig bis 1849

Auch lieferte er mehrere Trauerspiele (Jakobäa, 1853), die Texte zu Conradin Kreutzers Opern Die Hochländerin und König Konradin und übersetzte unter anderem Dantes Göttliche Komödie (Stuttgart 1840).

Romane[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Stedinger (Leipzig 1837)
  • Das Erbe von Landshut (Kottbus 1842, 2 Bde.)
  • Der Sohn der Mark (Frankfurt a. O. 1848)
  • Salvator (Bremen 1851, 2 Bde.)
  • Die Hand des Fremden (Leipzig 1857, 2 Bde.)
  • Der erste Raub an Deutschland (Jena 1862, 4 Bde.)
  • Madame de Brandebourg (Wien 1863)
  • Deutschlands Ehre 1813 (Jena 1864, 3 Bde.)
  • Katharina von Schwarzburg (Leipzig 1868, 3 Bde.)
  • Der Graf von der Liegnitz (Jena 1869, 3 Bde.)
  • König Murats Ende (Berlin, Globus 1913)

Militaria[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Elemente der Taktik (6. Aufl., Berlin 1870);
  • Geschichte der Kriegskunst (3. Aufl., Berlin 1867);
  • Buch der Schlachten (Leipzig 1856) u. a.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wikisource: Bernd von Guseck – Quellen und Volltexte