Karl Heinrich Pohl

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Karl Heinrich Pohl (* 1943 in Schweidnitz, Niederschlesien) ist ein deutscher Historiker und Geschichtsdidaktiker.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach einem Studium der Geschichte, Germanistik und Politischen Wissenschaften in Tübingen, München und Hamburg legte er die Staatsexamina für das Höhere Lehramt in Hamburg 1971 und 1978 ab; er promovierte 1977, die Habilitation erfolgte 1989.

Von 1974 bis 1976 war er Kollegiat am Europa-Kolleg Hamburg; in den Jahren 1978 bis 1981 war er wissenschaftlicher Assistent an der Pädagogischen Hochschule Westfalen-Lippe; bis 1987 war er als Hochschulassistent an der Universität Bielefeld tätig; bis 1995 war er Privatdozent und Mitarbeiter im SFB 177 "Geschichte des neuzeitlichen Bürgertums im internationalen Vergleich".[1]

Seit 1995 hatte er den Lehrstuhl für Geschichte und ihre Didaktik an der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) inne, seit 2001 die Professur für Geschichte und ihre Didaktik II im Historischen Seminar der CAU Kiel. Bis Ende des Sommersemesters 2009 war er Mitglied des Direktoriums des IZRG (Institut für schleswig-holsteinische Zeit- und Regionalgeschichte) in Schleswig. Am Ende des Sommersemesters 2010 wurde er pensioniert.

Forschungstätigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seine Arbeits- und Interessenschwerpunkte waren bzw. sind Deutsche Geschichte im 19. und 20. Jahrhundert (Arbeiterbewegung, Bürgertum), Regionalgeschichte sowie die Didaktik der Geschichte (außerschulische Lernformen, Studienreformprojekte).

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Monografien

  • Weimars Wirtschaft und die Außenpolitik der Republik 1924–1926. Vom Dawes-Plan zum Internationalen Eisenpakt. Droste, Düsseldorf 1979, ISBN 3-7700-0525-2 [= Diss. phil., Hamburg 1978].
  • Zwischen protestantischer Ethik, Unternehmerinteresse und organisierter Arbeiterbewegung. Zur Geschichte der Arbeitsvermittlung in Bielefeld von 1887 bis 1914 (= Bielefelder Beiträge zur Stadt- und Regionalgeschichte. Bd. 8). SLB Bielefeld, Bielefeld 1991, ISBN 3-928884-08-5.
  • Die Münchener Arbeiterbewegung. Sozialdemokratische Partei, freie Gewerkschaften, Staat und Gesellschaft in München 1890–1914 (= Schriftenreihe der Georg-von-Vollmar-Akademie. Bd. 4). Saur, München 1992, ISBN 3-598-22023-5 [= Habil.-Schr., Bielefeld 1989].
  • Adolf Müller, Geheimagent und Gesandter in Kaiserreich und Weimarer Republik. Bund-Verlag, Köln 1995, ISBN 3-7663-2514-0.
  • Der kritische Museumsführer. Neun historische Museen im Fokus. b|d edition, Schwalbach am Taunus 2013, ISBN 3-89974-323-7.
  • Gustav Stresemann. Biografie eines Grenzgängers. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2015, ISBN 3-525-30082-4.

Herausgeberschaften

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. SFB 177 „Sozialgeschichte des neuzeitlichen Bürgertums: Deutschland im internationalen Vergleich“. In: uni-bielefeld.de. Abgerufen am 12. Mai 2016.