Karl-Heinz Brunner

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Karl Heinz Brunner)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Karl-Heinz Brunner (2014)
Video-Vorstellung (2014)

Karl-Heinz Brunner (* 14. März 1953 in München) ist ein deutscher Politiker (SPD). Seit der Bundestagswahl 2013 ist er Mitglied des deutschen Bundestages.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abitur studierte Brunner Betriebswirtschaftslehre, Rechtspflege und Management in Reutlingen, München, Starnberg und Bratislava. Seit 2005 arbeitet er als selbstständiger Rechtsberater und als weiterer geschäftsführender Gesellschafter der Illertisser Sonnenschein. Brunner ist Mitherausgeber des politischen Magazins Berliner Republik. Er ist Vorsitzender des Freundeskreises Illertissen - Elbogen / Loket n. O. Im Bayerischen Roten Kreuz, dem er seit 1970 angehört, sowie in der Arbeiterwohlfahrt ist er ehrenamtlich tätig. Brunner ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder. Seit 2011 hat er einen Lehrauftrag zum Thema Public Private Partnership an der Hochschule Biberach.

Politisches Engagement[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brunner trat 1982 in die SPD ein. Seit 1985 engagiert er sich in der Kommunalpolitik. Von 1990 bis 2002 war er Erster Bürgermeister von Illertissen, seit 1996 ist er Kreisrat im Landkreis Neu-Ulm.

2009 und 2013 bewarb er sich um das Direktmandat im Bundestagswahlkreis Neu-Ulm; 2013 gelang ihm der Bundestagseinzug über die SPD-Landesliste Bayern.

Dort ist er Ordentliches Mitglied im Verteidigungsausschuss[1], im Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz[2] und im Unterausschuss Abrüstung, Rüstungskontrolle und Nichtverbreitung des Auswärtigen Ausschusses. Im Verteidigungsausschuss ist er Berichterstatter seiner Fraktion für den Bereich Luftwaffe, im Rechtsausschuss ist er zuständig für das Unternehmensinsolvenzrecht sowie die Gleichstellung von Lesben und Schwulen; darüber hinaus ist er verteidigungspolitischer Sprecher der SPD-Landesgruppe Bayern im Bundestag und stellvertretender Vorsitzender der deutsch-österreichischen Parlamentariergruppe.

Er ist ferner Mitglied der Sozialdemokratischen Partei Österreichs und der Česká strana sociálně demokratická.

Seit 2015 ist er Stellvertreter des Präsidenten des Reservistenverbandes.

OSZE-Wahlbeobachtermission Ukraine 2014[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Mitglied der Parlamentarischen Versammlung der NATO nahm Brunner während der Krise in der Ukraine 2014 an der OSZE-Beobachtermission für die Präsidentschaftswahl in der Ukraine 2014 teil. Dort nahm er auch an Treffen mit lokalen LGBT-Vereinen teil. [3]

Doktorgrad[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seinen Doktorgrad „doktor filozofie“ (PhDr.) erwarb sich Brunner an der Universität von Bratislava. Dieser Doktorgrad ist nicht mit einem deutschen, wissenschaftlichen Doktorgrad vergleichbar. Er entspricht einem Masterabschluss und darf nur, da er vor 2007 erworben wurde, in den Bundesländern Bayern und Berlin als Dr. geführt werden. In allen anderen Bundesländern darf Brunner nicht mit diesem Titel auftreten.[4][5] 2009 wurde er wegen Missbrauchs von Titeln, Berufsbezeichnungen und Abzeichen anonym angezeigt. Die Staatsanwaltschaft Memmingen stellte 2009 das Ermittlungsverfahren ein.[6]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Karl-Heinz Brunner – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mitglieder des Verteidigungsausschusses Bundestag, online, abgerufen am 18. September 2014
  2. Mitglieder des Ausschusses für Recht und Verbraucherschutz Bundestag, online, abgerufen am 18. September 2014
  3. Helga Mäckle: Illertisser Bundestagsabgeordneter fliegt als Wahlbeobachter in die Ukraine In: Südwest Presse. 20. April 2014.
  4. Albert Schäffer: Die große Geschichte vom kleinen Doktor. In: FAZ. 17. Januar 2014.
  5. Mike Szymanski, B. Kruse, H. Beitzer: Seehofer zu Scheuers Doktortitel. „Für mich ist das erledigt“. In: SZ. 17. Januar 2014.
  6. Ronald Hinzpeter: Brunner und der „kleine Doktor“. In: Augsburger Allgemeine. 4. März 2011.