Karl Kreuser (Konfliktforscher)

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Karl Kreuser (* 8. April 1961 in München) ist ein deutscher Konflikt- und Kompetenzforscher.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Komplett belegfrei, ausschließlich Eigenaussagen., insbesondere "Lehraufträge" ohne weitere Spezifikationen oder Belege. --Grindinger (Diskussion) 11:26, 25. Mai 2017 (CEST)

Karl Kreuser studierte Bau- und Vermessungswesen in München. Er arbeitete als Ingenieur im Tunnelbau, als Lehrgruppenleiter an der Katastrophenschutzschule Bayern und der Staatlichen Feuerwehrschule Geretsried, als Personal- und Organisationsentwickler in der Steinbeis-Gruppe sowie als geschäftsführender Gesellschafter einer Unternehmensberatung.

Nach einem Promotionsstudium in Philosophie, Soziologie und Pädagogik an der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover erfolgte 2010 die Promotion zum Dr. phil. mit dem Thema „Strategisches Kompetenzmanagement unter Diverstiy-Aspekten am Beispiel von Gender“.[1][2][3]

Seitdem arbeitete er in verschiedenen internationalen und auch interdisziplinären Forschungsprojekten zu Konflikt und Kompetenz. 2010 leitete er das Projekt Mediationskompetenz,[4][5][6] es folgten Untersuchungen zu Konfliktkompetenz[7][8][9] und Kollektive Kompetenz.[10][11] Karl Kreuser hatte Lehraufträge, u. a. an den Fachhochschulen München und Rosenheim sowie der Europäischen Fernhochschule,[12] und ist Autor zu Fachthemen.[13][14][15]

Aufbauend auf die neuere Systemtheorie entwickelte Karl Kreuser eine systemische Theorie des Konflikts und der Konfliktintervention.[16][17][18][19][20] 2014 begann seine Arbeit an einer „Theorie kollektiver Kompetenzen“, welche die Kompetenzen von Teams und Unternehmen erfasst.[21][22] In diesem Zusammenhang entstanden weiterführende Erkenntnisse zu professionellen Kompetenzen für Beratung und Dienstleistung[23][24] sowie zu professioneller Empathie.[22][25][26]

Seit 2018 ist Karl Kreuser Mitglied im Wissenschaftsbeirat des Österreichischen Bundesverband für Mediation (ÖBM)[27]

Bücher und Buchbeiträge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Warum bin ich Architekt geworden, wenn ich keine Häuser mehr zeichnen darf: Führungsaufgaben im Projekt: Begleitung eines Rollenwandels vom Ingenieur zum Projektleiter, in Volker Heyse, John Erpenbeck, Horst Max (Hrsg.). Kompetenzen erkennen, bilanzieren und entwickeln (2004)
  • Mit Partnern gewinnen (mit Thomas Robrecht, 2008)
  • Führung und Erfolg (Hrsg. mit Thomas Robrecht, 2010)[28]
  • Tolerieren, Unterscheiden, Verändern! Strategisches Kompetenzmanagement unter diversity-Aspekten am Beispiel von gender (2010)
  • Lernarchitekturen für strategisches Kompetenzmanagement (mit Erich Barthel), in Dworschak Bernd, Karapidis Alexander, Professional Training Facts 2010 (2011)
  • Mediationskompetenz: Mediation als Profession etablieren, Theoretischer Ansatz und Praxisbeispiele (Hrsg. mit Volker Heyse, Thomas Robrecht 2012)[29]
  • Organisation gedacht, in Thomas Robrecht Organisation ist Konflikt (2012)
  • Konfliktkompetenz: Eine strukturtheoretische Betrachtung (mit Thomas Robrecht, John Erpenbeck; Vorworte von Rodrigo Jokisch und Matthias Varga von Kibéd, 2012)[30][31]
  • Entschieden Fragen: ein kritischer Kommentar zu Subjekten und Objekten in der Mediationsforschung, in Dominic Busch, Claude Hélène Mayer (Hrsg.) Mediation erforschen: Fragen-Forschungsmethoden-Ziele (2012)
  • Kompetenzen kreativ managen, in Lothar Schäffner (Hrsg.) Kompetentes Kompetenzmanagement (2014)
  • Wo liegt das Problem? So machen Sie Ihr Team in 3 Stunden wieder arbeitsfähig (mit Thomas Robrecht, 2016)
  • Kompetenzmanagement (Studienheft der EuroFH Hamburg, 2016)
  • Behauptung einer normativen Führungsethik (2017)
  • Mir doch egal, was Mediation ist, in Katharina Kriegel-Schmidt (Hrsg.) Mediation als Wissenschaftszweig. Im Spannungsfeld von Fachexpertise und Interdisziplinarität (2017)[32]
  • IT statt Empathie, in Jutta Heller, Claas Triebel, Bernhard Hauser, Axel Koch (Hrsg.) Digitale Medien im Coaching (2018)
  • Führung 4.0 – ein Paradigmenwechsel, in Volker Heyse, John Erpenbeck, Stefan Ortmann, Stephan Coester (Hrsg.) Mittelstand 4.0 – eine digitale Herausforderung (2018)
  • Der Hirtenkönig (2018)
  • Eine Theorie des agilen Unternehmens (2019)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Volker Heyse: Einmaligkeit, Besonderheit und erschwerte Imitierbarkeit von KODE®. (PDF) Abgerufen am 25. Mai 2017.
  2. Moths Katharina, Thiem Anja, Katz Christine: Ziele, Motivationen, Beziehungsorientierung und Fachlichkeit von Nachwuchs- und Spitzenkräften in nachhaltigkeitswissenschaftlich ausgerichteten Arbeitsbereichen. Ergebnisse aus dem Projekt „Nachhaltigkeitskompetenz und Geschlecht“ (NaGe). In: GENDER. Nr. 3-2014, S. 124–138.
  3. Christian Fischer: Werte als Kerne von Kompetenzen. Waxmann, Münster 2019, ISBN 978-3-8309-4015-9.
  4. Katharina Kriegel-Schmidt: Interkulturelle Mediation: Plädoyer für ein Perspektiven-reflexives Modell. LIT-Verlag, Berlin 2012, ISBN 978-3-643-11489-1.
  5. Yvonne Hofstetter Rogger: Was ist Mediation? - Eine Einführung. In: Kontext. Zeitschrift für Systemische Therapie und Familientherapie. Band 46, Nr. 4, 2015, S. 318 ff.
  6. Dominic Frohn, Viola Discher, Florian Meinhold: "Und was lernt man da?!" - Evaluation des Kompetenzerwerbs. In: Spektrum der Mediation. Heft 55, 2014, S. 39 ff.
  7. Alexander Jakusch: Förderung von Selbstorganisationsprozessen durch interozeptive Achtsamkeit: systemwissenschaftliche und schematheoretische Reflexionen zum Umgang mit Komplexität. (PDF) Abgerufen am 25. Mai 2015.
  8. Andreas Mann: Mitarbeiterkompetenzen im Dialogmarketing – Erfolgswirkungen und Anforderungen. In: Jürgen Gerdes, Jürgen Hesse, Siegfried Vögele (Hrsg.): Dialog im Dialogmarketing. Springer, Wiesbaden 2013, ISBN 978-3-658-01999-0, S. 315 ff.
  9. Steffen Großmann: Konflikte und Krisen in Familienunternehmen. In: Wittener Schriften zu Familienunternehmen. Band 14. v&r unipress, Göttingen 2014.
  10. Thomas Robrecht: Quellen unserer Arbeit. Abgerufen am 25. Mai 2017.
  11. Kompetenzen von Projektteams: GPM Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement. Abgerufen am 25. Mai 2017.
  12. Karl Kreuser: Kompetenzmanagement. In: Europäische Fernhochschule Hamburg (Hrsg.): Studienheft STPRH02.
  13. Wien Andreas, Franzke Normen: Unternehmenskultur-Zielorientierte Unternehmensethik als entscheidender Erfolgsfaktor. Springer VS, 2014, ISBN 978-3-658-05992-7.
  14. Schulenburg Nils: Führung einer neuen Generation: Wie die Generation Y führen und geführt werden sollte. Springer, 2016, ISBN 978-3-658-07203-2.
  15. Gerberich Thorsten: Ein bisschen Motivation–Short time pain for long-time gain. In: Peters Stephan (Hrsg.): Gut beraten durch die Promotion- Best Practice für Promovierende. Springer, 2012, ISBN 978-3-8349-3097-2.
  16. Karl Kreuser, Thomas Robrecht, John Erpenbeck: Konfliktkompetenz. Springer VS, 2012, ISBN 978-3-531-18317-6.
  17. Karl Kreuser, Volker Heyse, Thomas Robrecht: Mediationskompetenz. Waxmann, Münster 2012, ISBN 978-3-8309-2605-4.
  18. Michael Loebbert: Coaching Theorie: Eine Einführung. Springer, Wiesbaden 2015, ISBN 978-3-658-08437-0.
  19. Christine Susanne Rabe, Martin Wode: Konfliktmanagement in der Verwaltung. In: Johanna Groß (Hrsg.): Soziologie für den öffentlichen Dienst: Zur Relevanz der Sozialwissenschaften in Lehre, Forschung und Praxis (Niedersächsische Schriftenreihe). Band 17. Maximilian Verlag, Hamburg 2017, ISBN 978-3-7869-1068-8, S. 198 ff.
  20. Bleeck, Andreas: Das System und der Dritte : über die Kybernetik sozialer Regelkreise und die Funktion von Drittrollen in der sozialen Arbeit. LIT-Verlag, Berlin 2018, ISBN 978-3-643-14032-6, S. 106.
  21. Karl Kreuser: Unternehmen um halb zehn. Auf der Suche nach Kompetenzen der Organisation. (PDF) 2014, abgerufen am 25. Mai 2017.
  22. a b Karl Kreuser, Thomas Robrecht: Wo liegt das Problem? Metzner, Berlin 2016, ISBN 978-3-943951-62-2.
  23. Karl Kreuser: Entschieden Fragen: ein kritischer Kommentar zu Subjekten und Objekten in der Mediationsforschung. In: Dominic Busch, Claude Hélène Mayer (Hrsg.): Mediation erforschen: Fragen-Forschungsmethoden-Ziele. Springer VS, Wiesbaden 2012, ISBN 978-3-531-18684-9, S. 71 ff.
  24. Karl Kreuser: Mir doch egal, was Mediation ist. In: Katharina Kriegel-Schmidt (Hrsg.): Mediation als Wissenschaftszweig. Im Spannungsfeld von Fachexpertise und Interdisziplinarität. Springer VS, Wiesbaden 2017.
  25. Karl Kreuser: Professionelle Empathie. In: Spektrum der Mediation. Heft 61, 2016, S. 45 ff.
  26. Monika Pasetti: Gerechtigkeit durch Mediation - Mediation als praktischer Diskurs zur Herstellung intersubjektiver Gerechtigkeit. In: Viadrina-Schriftenreihe zu Mediation und Konfliktmanagement. Band 11. Mertzner, Berlin 2017, ISBN 978-3-96117-011-1.
  27. Beiräte - OEBM. Abgerufen am 28. Januar 2019.
  28. Michael Steil, Martin Turowski: Führungskräfteentwicklung im Rettungsdienst – Übel oder Chance? In: Agnes Neumayr, Michael Baubin, Adolf Schinnerl (Hrsg.): Herausforderung Notfallmedizin: Innovation – Vision – Zukunft. Springer, Berlin 2018, ISBN 978-3-662-56626-8, S. 85 ff.
  29. Simone Kauffeld, Sina Gessnitzer: Coaching: Wissenschaftliche Grundlagen und praktische Anwendung (Arbeits-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie). Kohlhammer, Neumarkt 2018, ISBN 978-3-17-030179-5.
  30. Andreas Bleek: Das System und der Dritte: Über die Kybernetik sozialer Regelkreise und die Funktion von Drittrollen in der sozialen Arbeit. LIT Verlag, Berlin 2018, ISBN 978-3-643-14032-6.
  31. Tröndle, Jakob.: Konfliktauflösung durch Selbstveränderung Mediation als Subjektivierung. Springer, Wiesbaden 2018, ISBN 978-3-658-20583-6.
  32. Petra Hietanen-Kunwald: Mediation and the legal system: Extracting the legal principles of civil and commercial mediation. Helsinki 2018, ISBN 978-951-51-4519-2.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]