Karl May’s Gesammelte Werke

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Dieser Artikel befasst sich mit der Leseausgabe des Karl-May-Verlages. Ein Artikel zur historisch-kritischen Ausgabe findet sich unter Karl Mays Werke.
Karl May’s Gesammelte Werke, Auswahl älterer Ausgaben
Karl May’s Gesammelte Werke, Auflistung von 1930

Diese Liste führt die Werke Karl Mays auf, wie sie vom Karl-May-Verlag seit 1913 in der Reihe Karl May’s Gesammelte Werke (ab Band 91 auch Karl May’s Gesammelte Werke und Briefe) herausgegeben wurden.

Viele dieser Bände wurden erst lange nach seinem Tod kompiliert. Ein Teil der Texte stammt nicht einmal von Karl May selbst, oder sie wurden aus verstreuten Fragmenten neu zusammengesetzt. Bei den Sammelbänden wurden bei Neuauflagen gelegentlich vom Verlag die Inhalte geändert (dort enthaltene Geschichten und Aufsätze wurden ausgetauscht). Auch die weitgehend unverändert nachgedruckten Reiseerzählungen wurden überarbeitet. Der altertümliche Schreibstil Karl Mays wurde modernisiert, lange Beschreibungen von Landschaften o.Ä. gekürzt, manche Gewaltszenen weggelassen oder überarbeitet, und die Kapiteleinteilung wurde den heutigen Lesegewohnheiten angepasst (statt der von May vorgegebenen meist vier oder fünf nun mehr als zehn Kapitel).

Inhaltsverzeichnis

Durch die Wüste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1913 Orientzyklus Originaltitel: Durch Wüste und Harem

Kara Ben Nemsi und sein arabischer Diener und Freund Hadschi Halef Omar entdecken in der Wüste Tunesiens am Schott Dscherid einen Toten. Dieser Fund wird zum Ausgangspunkt eines langen Abenteuers. Bei der Verfolgung der Mörder wird ihr Begleiter Sadek erschossen, und sie befreien eine Gefangene aus einem Harem. Am Roten Meer werden sie von Piraten überfallen und gelangen dann nach Mekka. Halef lernt die reizende Hanneh kennen und heiratet sie. In der Hafenstadt Maskat begegnet Kara Ben Nemsi Sir David Lindsay, mit dem er den Tigris aufwärtsfährt. Bei den Haddedihn erhält er als Dank für einen sehr erfolgreichen Kundschaftsritt den edlen Araberhengst Rih geschenkt und trifft Halef wieder. Zur Befreiung des gefangenen Sohns von Scheich Mohammed Emin begleiten sie diesen in die kurdischen Berge. Dort kommen sie in das Gebiet der Teufelsanbeter (Jesiden), von denen sie eingeladen werden, an deren großen religiösen Fest teilzunehmen.

In diesem Band wird zum ersten Mal der Name Kara Ben Nemsi genannt (was May als „Karl, Sohn der Deutschen“ übersetzt.).

  1. Ein Todesritt
  2. Vor Gericht
  3. Im Harem
  4. Eine Entführung
  5. Abu-Seïf
  6. Wieder frei
  7. In Mekka
  8. Am Tigris
  9. Auf Kundschaft
  10. Der Sieg
  11. Bei den Teufelsanbetern
  12. Das große Fest

Durchs wilde Kurdistan[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1913 Orientzyklus Untertitel: Reiseerzählung von Karl May

Kara ben Nemsi unterstützt die Jesiden in ihrem Kampf gegen die Armee des Gouverneurs von Mossul, die sie während des Festes überfallen will. Dann gelingt auch die Befreiung des Sohnes von Scheich Mohammed Emin. Die Gefährten können nun aber nicht mehr auf dem direkten Weg zurückkehren und geraten mitten in die Auseinandersetzungen feindlicher Kurdenstämme. Erst nachdem Frieden geschlossen wurde, kann die Heimreise fortgesetzt werden. Kara Ben Nemsi erhält den treuen Windhund Dojan geschenkt.

  1. Der Opfertod des Heiligen
  2. Dojan
  3. In der Festung
  4. Aus der Festung
  5. Unter Bluträchern
  6. Bären- und Menschenjagd
  7. Der Geist der Höhle

Von Bagdad nach Stambul[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1913 Orientzyklus Untertitel: Reiseerzählung von Karl May

Die Gefährten stehen einem persischen Adligen bei einem Überfall feindlicher Kurden bei. Dabei wird aber Scheich Mohammed Emin getötet und dessen Sohn trennt sich von der Gruppe, um sich an den Mördern zu rächen. Sie begleiten die persische Gruppe nach Bagdad, wo Kara ben Nemsi und Halef von einer schweren Krankheit befallen werden. Nach ihrer Genesung reisen sie nach Damaskus und begegnen dem ihnen von Ägypten her bekannten Verbrecher Abrahim Mamur, können aber nicht verhindern, dass er ihren Gastgeber beraubt. Sie verfolgen den Verbrecher. Nachdem er ihnen bei den Ruinen von Baalbek entkommen ist, folgen sie ihm nach Istanbul, wo er von ihrem tunesischen Bekannten Omar ben Sadek getötet wird. Sie erfahren, dass der Bruder des Mannes, der Omars Vater getötet hat, in Edirne ein Verbrechen plant. Dies können sie zwar verhindern, aber der Verbrecher entkommt.

  1. Unter Dieben
  2. Ein Ueberfall
  3. Im Kampfe gefallen
  4. In Bagdad
  5. Die Todeskarawane
  6. In Damaskus
  7. In Stambul
  8. In Edreneh

In den Schluchten des Balkan[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1913 Orientzyklus Untertitel: Reiseerzählung von Karl May

Von Edirne aus folgt Kara Ben Nemsi mit Halef, Osko und Omar Ben Sadek dem Verbrecher in die Schluchten des Balkan. Immer wieder haben sie Auseinandersetzungen mit der Bande des Verbrechers. Abenteuer mit Schmugglern und Halefs groteskes Erlebnis in einem Taubenschlag stehen im Mittelpunkt des Geschehens. In Ostromdscha treffen sie auf den heiligen Mübarek.

  1. Schimin der Schmied
  2. Unter Paschern
  3. In Gefahr
  4. Alte Bekanntschaft
  5. Im Taubenschlag
  6. Ein Vampyr
  7. Im Konak von Dabila
  8. Ein Heiliger

Durch das Land der Skipetaren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1913 Orientzyklus Untertitel: Reiseerzählung von Karl May

Nachdem der heilige Mübarek als Mitglied der Verbrecherbande entlarvt worden ist, verfolgen Kara Ben Nemsi und seine Gefährten die Verbrecher dann auch durch Albanien (= Land der Skipetaren). Dabei begegnen sie unversehens den beiden gefürchteten Aladschy, geraten in der Schluchthütte in eine Falle und erleben eine dramatische und lustige Episode im Turm der alten Mutter.

  1. Entlarvt
  2. Die beiden Aladschy
  3. Ein Hekim
  4. In der Schluchthütte
  5. Der Miridit
  6. Im Turme der alten Mutter
  7. In Wassersnot

Der Schut[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1913 Orientzyklus Untertitel: Reiseerzählung von Karl May

Nach Abenteuern in der Teufelsschlucht und bei der Juwelenhöhle treffen Kara Ben Nemsi und seine Begleiter auf den gefürchteten Schut, das Oberhaupt der weitverzweigten Verbrecherbande. Bei einer wilden Verfolgungsjagd kommt dieser ums Leben. Auch die anderen Verbrecher können unschädlich gemacht werden.

  1. Halef in Gefahr
  2. Eine Bärenjagd
  3. In der Teufelsschlucht
  4. In der Juwelenhöhle
  5. Ein Ueberfall
  6. Unter der Erde
  7. An der Verräter-Spalte

Anhang: Mein Rih (Erzählung von 1892)

Mehrere Jahre später besuchen Kara ben Nemsi und Sir David Lindsay ihren Freund Halef bei den Haddedihn. Dabei suchen sie auch das Grab des getöteten Scheichs Mohammed Emin in Kurdistan auf. Dort begegnen sie ihren damaligen Feinden. Bei einem blutigen Gefecht wird Kara ben Nemsis Pferd Rih getötet.

Winnetou I[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Winnetou I, Titelbild
1913 Winnetou-Trilogie Untertitel: Reiseerzählung von Karl May

Der junge Ich-Erzähler kommt als Landvermesser erstmals in den Wilden Westen und erhält wegen seines Fausthiebes den Kriegsnamen Old Shatterhand. Als einer aus der Schutztruppe der Landvermesser Klekih-petra, den weißen Lehrmeister der Apachen, erschießt, kommt es zu Auseinandersetzungen zwischen diesen und den Weißen, die sich mit den Kiowas verbünden.

Old Shatterhand gewinnt den jungen Häuptlingssohn Winnetou zum Blutsbruder. Dessen Schwester Nscho-tschi verliebt sich in Old Shatterhand und will in St. Louis eine Schule der Weißen besuchen. Als man Gold für die Reise holen will, werden sie und ihr Vater Inschu-tschuna vom Verbrecher Santer erschossen. Old Shatterhand und Winnetou, der neue Häuptling der Apachen, verfolgen Santer, der sich zu den Kiowas flüchtet.

  1. Einleitung
  2. Ein Greenhorn
  3. Klekih-petra
  4. Winnetou in Fesseln
  5. Zweimal um das Leben gekämpft
  6. „Schöner Tag“
  7. Sams Befreiung

Winnetou, der in den ersten von Karl May geschriebenen Erzählungen noch ein älterer Wilder war, der seine Feinde skalpierte, wurde immer mehr idealisiert, bis er schließlich zur Symbolfigur des „edlen Wilden“ wurde.

Winnetou II[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1913 Winnetou-Trilogie Untertitel: Reiseerzählung von Karl May

Nach der Trennung von Winnetou, der weiter den Mörder Santer verfolgt, ist Old Shatterhand zunächst als Privatdetektiv tätig und ihm gelingt es dabei, mit Hilfe des erfahrenen Westmanns Old Death (Der Scout) einen entführten Bankierssohn zu retten. Später lernt er dann den berühmten Westmann Old Firehand kennen, zu dessen Gunsten Winnetou einst auf seine große Liebe Ribanna verzichtete. Winnetou, Shatterhand, Firehand und Sam Hawkens bringen den weißen Häuptling Parranoh zur Strecke, auch ein ehemaliger Verehrer Ribannas, der die Angebetete später ermordete. Als Winnetou und Shatterhand Santers Spur wiederfinden, entwischt dieser abermals.

  1. Als Detektive
  2. Die Kukluxer
  3. Über die Grenze
  4. Durch die Mapimi
  5. Old Firehand
  6. In der „Festung“
  7. Der Pedlar

Winnetou III[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Titelbild von Sascha Schneider für Winnetou III, 1904
1913 Winnetou-Trilogie Untertitel: Reiseerzählung von Karl May

In Winnetou III hat Old Shatterhand diverse Auseinandersetzungen mit Banditen und Indianern. Dann verfolgt er mit Winnetou eine Gruppe von Weißen und Ogallalah-Indianern, die die deutschen Siedler von Helldorf-Settlement verschleppt haben. Bei der Befreiungsaktion wird Winnetou erschossen. Shatterhand reitet zum Grab Inschu-tschunas, um Winnetous Testament zu lesen. Santer nimmt es ihm ab, um endlich das Gold der Apachen zu finden, stirbt aber durch eine Explosion – eine von Winnetou eingebaute Sicherung, die nur Old Shatterhand hätte bemerken können.

  1. An der großen Westbahn
  2. Die Stakemen
  3. Unter den Comanchen
  4. In Californien
  5. Die Railtroublers
  6. Helldorf-Settlement
  7. Am Hancockberg
  8. Das Testament des Apachen
  9. Nachwort

Sand des Verderbens[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1913 Originaltitel: Orangen und Datteln

Dieses Buch enthält kleinere Abenteuer des Ich-Erzählers Kara Ben Nemsi in Nordafrika mit wechselnden Begleitern. Mitglieder einer Raubkarawane, die die Sahara unsicher machen. Seine ärgsten Widersacher sind Sklavenhändler und räuberische Wüstenstämme.

  1. Die Gum
  2. Christus oder Muhammed
  3. Der Krumir
  4. Eine Ghasuah
  5. Nûr es Semâ – Himmelslicht
  6. Christi Blut und Gerechtigkeit
  7. Mater dolorosa
  8. Der Verfluchte

Die aktuelle Auflage enthält folgende Erzählungen:

  1. Die Gum
  2. Christus oder Mohammed
  3. Der Krumir
  4. Der „Sand des Verderbens“ (Er Raml el Helahk, ursprl. in 23 „Auf fremden Pfaden“)
  5. Der Raubzug der Baggara (Eine Ghasuah)

Die fortgefallenen Erzählungen finden sich mittlerweile in Band 48 „Das Zauberwasser“.

Am Stillen Ozean[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Buchdeckel, ca. 1914
1913 Sammelband

Der Ich-Erzähler Charley erlebt zahlreiche Abenteuer an ungewohnten Schauplätzen. Zu seinen Begleitern gehören der Kapitän Frick Turnerstick und der spleenige Engländer Sir John Raffley.

Die fünf Reiseerzählungen spielen in der Südsee und in China. Nach einer Episode in Sibirien führt der Reiseweg nach Ceylon und in den Indischen Ozean.

  1. Der Ehri
  2. Der Kiang-lu
  3. Der Brodnik
  4. Der Girl-Robber
  5. An der Tigerbrücke

Die Erzählungen „Der Ehri“, „Der Kiang-lu“ und „Der Brodnik“ (1880) wurden unter Im Zeichen des Drachen zusammengefasst, die Erzählungen „Der Girl-Robber“ und „An der Tigerbrücke“ unter dem Titel Die Piraten des indischen Meeres.

Am Rio de la Plata[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Titelbild von Sascha Schneider
1913 Südamerika-Dilogie

Das Südamerika-Abenteuer beginnt für den Erzähler in Uruguay. In diesem von Revolutionen zerrissenen Land bringt ihm seine Ähnlichkeit mit einem dortigen Parteigänger erste Verwicklungen. Ein Geheimnis zieht ihn ins Landesinnere, wo er dem Revolutionär Lopez Jordan begegnet.

  1. In Montevideo
  2. Bei den Bolamännern
  3. Bruder Jaguar
  4. In der Höhle des Löwen
  5. Der Pampero

In den Kordilleren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1913 Südamerika – Dilogie

Charley schlägt sich in verschiedenen Ländern Südamerikas wie Uruguay, Argentinien und Bolivien mit Revolutionären, Banditen und Indios herum, um die Ränkeschmiede des geheimnisvollen Sendadors zu durchkreuzen. Begleitet wird er von seinem alten Freund Turnerstick. Im Gran Chaco geraten die Helden in eine unangenehme Lage. Später stoßen sie auf den geheimnisvollen Viejo Desierto.

  1. Im Gran Chaco
  2. Der alte Desierto
  3. An der Laguna de Carapa
  4. Auf der Isleta del Circulo
  5. Gottes Gericht

Old Surehand I[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Old-Surehand-Titelbild von Sascha Schneider, 1904
1913 Surehand-Trilogie

Mit der Hilfe von Old Wabble will Old Shatterhand den Westmann Old Surehand aus den Händen feindlicher Indianer befreien. Später gesellt sich Winnetou zu ihnen. Im Llano Estacado kommt es dann zu einer schicksalhaften Begegnung.

  1. Old Wabble
  2. In der Oase
  3. In der Kaktusfalle
  4. Der „General“

Old Surehand II[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1913 Surehand-Trilogie früher: 19 Old Surehand III

Der ursprüngliche Band Old Surehand II war lediglich eine Sammlung von Wild-West-Geschichten. Der Ich-Erzähler Old Shatterhand kehrt bei der Suche nach Old Surehand in Jefferson-City im Gasthaus der Mother Thick ein, wo dann nur noch Geschichten erzählt werden. Der Band wurde deswegen aus der Trilogie herausgenommen und ohne die Rahmenhandlung als Band 19 (Kapitän Kaiman) herausgegeben.

Der ursprünglich dritte Band wurde zu Old Surehand II: Old Shatterhand und Winnetou ziehen mit ihren Begleitern ins Felsengebirge. Sie treffen dort den geheimnisvollen Westmann Old Surehand und enthüllen seine wahre Identität. Er ist das Halbblut Leo Bender, dessen Bruder Fred als Apanatschka ein Häuptling der Komantschen ist. Zeitlich schließt dieser Band an die Erzählung Der Geist des Llano Estacado an, dessen Held Bloody-Fox auch hier auftritt.

  1. Schahko Matto
  2. Kolma Putschi
  3. Im Kui-erant-yuaw
  4. Am Devils-Head

Menschenjäger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1913 Mahdi-Trilogie Originaltitel: Im Lande des Mahdi I

Ausgangspunkt der Orienttrilogie ist Kairo. Sie schildert das Problem des Sklavenhandels. Kara Ben Nemsi und seine Diener Ben Nil und Selim verfolgen zusammen mit dem Reis Efendina einen Sklavenhändler bis in die Nubische Wüste. Ein großer Teil der Handlung spielt in oder bei Siut (Mittelägypten).

  1. Ein Chajjal
  2. Der Reïs Effendina
  3. In Siut
  4. Unter der Erde
  5. In der Wüste
  6. Die Sklavinnen

Der Mahdi[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1913 Mahdi-Trilogie Originaltitel: Im Lande des Mahdi II

Kara Ben Nemsi kämpft zusammen mit seinem treuen Begleiter, dem befreiten Sklaven Ben Nil, im Sudan gegen Sklavenjäger. Er begegnet dem Mahdi, der später einen Aufstand gegen die Engländer entfachte.

Als Mahdi bezeichnete sich Muhammad Ahmad, der Führer des Mahdi-Aufstandes. Berühmt wurde er durch die Eroberung Khartums am 26. Januar 1885. Dabei kam der britische Generalmajor Charles George Gordon ums Leben.

  1. Der Mahdi
  2. Gefangen
  3. Am Sumpf des Fiebers
  4. Beim „Vater der Fünfhundert“
  5. Die Seribah Aliab

Im Sudan[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1913 Mahdi-Trilogie Originaltitel: Im Lande des Mahdi III

Im Sudan endet die Verfolgung der Sklavenhändler, gegen deren Grausamkeit der Reis Effendina keine Gnade walten lassen kann.

Nach einer Episode im wilden Kurdistan mit Hadschi Halef Omar endet die letzte Sklavenjagd in Innerafrika. Der Ich-Erzähler befreit mit Hilfe Ben Nils eine Sklavenkarawane im Sudan und erfährt von einer großen Niederlassung der Sklavenjäger. Er erobert El Michbaja. Unter den Befreiten ist auch der Kurde Ssali Ben Aqil, den Kara Ben Nemsi nach Palästina begleitet, von dort aus kehrt er auch nach Hause zurück.

  1. Aufgehängt
  2. Gerechte Vergeltung

Für die Buchausgabe der Mahdi-Trilogie schrieb Karl May zwei neue Kapitel:

  1. Tut wohl Denen, die Euch hassen!
  2. Die letzte Sklavenjagd

Kapitän Kaiman[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1913 ehemals Surehand-Trilogie früher: 15 Old Surehand II
  1. Kapitän Kaiman
  2. Der Kanada-Bill
  3. Das sprechende Leder
  4. Der Pfahlmann

Die Erzählung um den gefährlichen Seeräuber Kapitän Kaiman ist eine überarbeitete Version von Mays frühem Kriminalroman Schloß Wildauen / Auf See gefangen, in dem auch Winnetou mitspielt.

Die übrigen Geschichten schildern abenteuerliche Episoden aus dem Leben erprobter Westmänner. In der Erzählung um den Kanada-Bill tritt auch der junge Abraham Lincoln auf.

Da die Handlung des zweiten Bandes der Old Surehand-Trilogie nicht viel mit den anderen beiden Bänden zu tun hat, wurde dieser herausgelöst. Die Bandnummern von II und III wurden ausgetauscht und die Titel geändert. Dabei erfuhr der ursprüngliche zweite Band eine starke Textumgestaltung: u.a. wurde eine in Mexiko spielende Teilerzählung gestrichen, während die Erzählung „Der Pfahlmann“ neu aufgenommen wurde.

Seit 1999 weist der Band nahezu wieder die ursprüngliche Textzusammenstellung von Old Surehand II auf: In einem Lokal in Jefferson-City erzählen sich die Gäste Geschichten, denen Old Shatterhand lauscht.

Die Felsenburg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1913 Satan und Ischariot-Trilogie früher: Satan und Ischariot I

Die Felsenburg in den Bergen der mexikanischen Sonora-Wüste birgt ein Geheimnis, das einem Treck deutscher Auswanderer zum Verderben werden soll. Old Shatterhand nimmt zusammen mit Winnetou den Kampf gegen den Verbrecher Harry Melton und dessen Bruder Thomas auf.

Der gewissenlose Mormone Harry Melton nützt den Auftrag, Land für die Mormonen zu erwerben, zur persönlichen Bereicherung aus.

  1. In der Sonora
  2. Ein Teufelsstreich
  3. Winnetou
  4. Vergeltung
  5. Der Player
  6. Der Gefahr entgegen

Krüger Bei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1913 Satan und Ischariot-Trilogie früher: Satan und Ischariot II

Old Shatterhand und Winnetou befreien die deutschen Auswanderer, die in der Felsenburg zur Sklavenarbeit gezwungen werden. Doch der Schurke Melton kann entkommen.

Als Winnetou Old Shatterhand in Dresden besucht, erfährt er, dass Harry Melton (der Satan) und sein Bruder, der Verräter Thomas Melton (der Ischariot), ihre Umtriebe in den Orient verlegt haben, um sich ein Millionenvermögen zu erschleichen. Old Shatterhand reist mit Winnetou nach Afrika, um den Plan der Meltons zu durchkreuzen. Diese können jedoch erneut entkommen.

  1. Unter der Erde
  2. Yuma Tsil
  3. Ein Millionär
  4. In Tunis
  5. Am Dschebel Magraham
  6. Vergebliche Jagd

Satan und Ischariot[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1913 Satan und Ischariot-Trilogie früher: Satan und Ischariot III

Die Verfolgung der Melton-Brüder endet im Wilden Westen mit dem Tod der beiden Verbrecher.

  1. Wieder im Westen
  2. Im Todesthale
  3. Ein Brudermord
  4. Im Pueblo
  5. Am weißen Felsen
  6. Gerettete Millionen
  7. Schluss

Auf fremden Pfaden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1913 Sammelband -
Buchausgabe von 1897
  1. Der Talisman (spielt in Lappland)
  2. Das Kafferngrab (spielt in Südafrika)
  3. Blutrache (Kara Ben Nemsi im Orient)
  4. Der Kutb (Kara Ben Nemsi im Orient)
  5. Der Händler von Serdescht (Kara Ben Nemsi im Orient)
  6. Maria oder Fatima (Kara Ben Nemsi im Orient)
  7. Der Flucher (Abenteuer von Old Shatterhand und Winnetou)
  8. Ein Blizzard (Abenteuer von Old Shatterhand und Winnetou)

Reiseerzählungen des Ich-Erzählers aus verschiedenen Weltteilen. Treue Freunde, vor allem Winnetou und Hadschi Halef Omar, stehen ihm zur Seite.

Die ursprünglich dritte Erzählung Er Raml el Helahk wurde umbenannt und als neue Titelerzählung nach Band 10, „Sand des Verderbens“ verschoben.

„Weihnacht!“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1913 - -

Als Gymnasiast unternimmt der Ich-Erzähler, Sappho genannt, mit seinem Schulfreund Carpio eine Wanderung im böhmisch-sächsischen Grenzgebiet. Sie helfen der armen Familie Hiller, die nach Amerika auswandern will. Jahre später trifft er als Old Shatterhand die Hillers und Carpio in Amerika wieder. Mit Winnetous Hilfe kann er sie vor Banditen und feindlichen Indianern schützen. Aber man muss am Ende in den verschneiten Bergen überwintern. Als man dort das Weihnachtsfest unterm Tannenbaum feiert, stirbt Carpio.

  1. Einleitung
  2. Der Prayer-man
  3. Old Jumble
  4. „Sti-i-poka“
  5. Im Schnee

Am Jenseits[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1913 - -

Auf der Reise nach Mekka bekommen es Kara Ben Nemsi und Hadschi Halef Omar, seine Frau Hanneh und sein Sohn Kara Ben Halef mit dem Schurken Ghani zu tun.

Die Handlung ist nicht abgeschlossen, da es Karl May unterließ, die immer wieder angekündigte Fortsetzung zu verfassen. Am Jenseits markiert den Übergang zum Spätwerk Mays.

  1. Eine Kijahma
  2. El Kanz el A'da
  3. El Mizan
  4. El Aschdar

Der Löwe der Blutrache[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1913 Im Reiche des silbernen Löwen früher: Im Reiche des silbernen Löwen I

Bis 1945 wurde der Band unter dem ursprünglichen Namen Im Reiche des silbernen Löwen I und mit dem von Karl May vorgegebenen Inhalt herausgegeben:

Der Ich-Erzähler (im Wilden Westen Old Shatterhand, im Orient Kara ben Nemsi) ist nach Winnetous Tod zu dessen Apachen-Stamm unterwegs. Er erfährt, dass der persische Adlige Dschafar auf seiner Reise nach San Franzisco von einer Gruppe Comantschen unter dem Häuptling To-kei-chun gefangengenommen wurde. Er kann diesen und dessen Begleiter befreien und wird mit einem wertvollen persischen Dolch beschenkt.

Kara ben Nemsi plant nun eine Reise nach Persien. Vorher besucht er noch seinen alten Gefährten Hadschi Halef Omar, der nun Scheich der Haddedihn geworden ist, einer Gruppe der Schammar-Beduinen in der Arabischen Wüste. Es kommt zu Kämpfen mit dem Stamm der Scherarat, der mit den Schammar wegen einer Blutrache verfeindet ist. Nachdem Kara ben Nemsi zwei Löwen getötet hat, die den Scherarat immer wieder hohen Schaden zugefügt hatten, kommt es zur Versöhnung.

Nun treten Kara ben Nemsi und Halef die Reise nach Persien an. Zuerst fahren sie auf einem Floß auf dem Tigris nach Bagdad. Auf dem Tigris geraten sie in Konflikt mit drei Persern, Mitglieder eines Geheimbundes von verbrecherischen Schmugglern. In Bagdad suchen sie einen alten Bekannten auf.

  1. Dschafar
  2. Am Makik Natun
  3. Der Löwe der Blutrache
  4. Auf dem Tigris
  5. In Bagdad

Nach 1945 wurde der Band umbenannt, die zwei Episoden in den Kapiteln 1 - 3 aus dem Zusammenhang gelöst und – zusammen mit einer Episode aus Im Reich des Silbernen Löwen II (Das Rätsel) sowie weiteren kleineren Geschichten – als Einzelerzählungen darin veröffentlicht:

  1. To-kei-chun
  2. Auferstehung
  3. Himmelslicht
  4. Es Ssabbi, der Verfluchte
  5. Der Löwe der Blutrache
  6. Ein Rätsel

Die Handlung in den Kapiteln 4 und 5 war mit jener des zweiten Bandes in „Bei den Trümmern von Babylon“ zusammengefasst worden.

Seit 1999 enthält dieser Band wieder die ursprüngliche Handlung von „Im Reiche des Silbernen Löwen I“ einschließlich der Episoden „To-kei-chun“ und „Der Löwe der Blutrache“. Die restlichen Erzählungen werden nun in einem anderen Band veröffentlicht.

Bei den Trümmern von Babylon[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entwurf des Titelbildes von Sascha Schneider für Im Reiche des Silbernen Löwen II
1913 Im Reiche des silbernen Löwen früher: Im Reiche des silbernen Löwen II

Kara Ben Nemsi und Hadschi Halef Omar besuchen von Bagdad aus die Ruinen um den Turm zu Babel. Dort stoßen sie wieder auf die persischen Schmuggler. Sie erkunden die Rätsel der Todeskarawane und können mit Hilfe türkischer Truppen den hier tätigen Teil des verbrecherischen Geheimbundes zerschlagen. Danach kommt es zu einem überraschenden Wiedersehen mit der weisen Marah Durimeh.

  1. Am Turm von Babel
  2. Vor Gericht
  3. Osman Pascha
  4. Wieder im Turm
  5. Frohe Heimkehr
  6. Ein Rätsel

1945 wurde der Band in Bei den Trümmern von Babylon umbenannt und die Handlung um die der letzten beiden Kapitel des vorherigen Bandes erweitert. Nebenhandlungen (im Kapitel Ein Rätsel) waren in den Band „Der Löwe der Blutrache“ ausgegliedert worden.

Seit 2000 enthält dieser Band wieder den ursprünglichen Inhalt von „Im Reiche des Silbernen Löwen II“.

Im Reiche des silbernen Löwen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alte persische Flagge
1913 Im Reiche des silbernen Löwen früher: Im Reiche des silbernen Löwen III

Der Ich-Erzähler Kara Ben Nemsi und Hadschi Halef Omar besuchen auf ihrer Reise in das Reich des silbernen Löwen (= Persien) die Hafenstadt Basra. Dort treffen sie auf Lord Lindsay, von dem sie sich aber schon nach einigen Stunden wieder trennen müssen. Sie reiten durch die kurdischen Berge weiter nach Persien. Dort werden sie ausgeraubt und erkranken lebensbedrohlich. Von Angehörigen des Dschamikun-Stammes werden sie gepflegt. Halef kann nur dadurch gerettet werden, dass seine Frau und sein Sohn zu ihm gebracht werden. Die Freunde stehen dem Ustad bei, dem religiösen Führer der Dschamikun, als diese utopische Gemeinschaft wegen ihrer andersartigen Lebensweise von verschiedenen Gruppen bedroht wird.

Der Band beginnt wie eine der normalen Reiseerzählungen Karl Mays. Aber die Handlung wird ab dem zweiten Kapitel immer unrealistischer, und die Gespräche werden zunehmend von philosophischen und religiösen Themen beherrscht. Deshalb wird schon dieser Band zum symbolischen Spätwerk des Verfassers gerechnet.

  1. IM FIEBERLAND
  2. AM TODE
  3. DAS HOHE HAUS

Das versteinerte Gebet[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1913 Im Reiche des silbernen Löwen früher: Im Reiche des silbernen Löwen IV

Ereignisse aus dem vorigen Band zeigen ihre tiefere Bedeutung; in einem langen Nachtgespräch halten der Ustad (der Meister der Dschamikun) und Kara Ben Nemsi innere Einkehr. Es ist Karl Mays eigene Persönlichkeit, die in diesem Spätwerk im Ringen mit sich selbst liegt.

Am Ende kommt es noch zu der entscheidenden Auseinandersetzung mit den Sillan, den Mitgliedern der persischen Verbrecherbande.

  1. IN DER GRUFT
  2. UNTER DEN RUINEN
  3. DAS ENDE DER SCHATTEN
  4. ZUM ALABASTERZELT

Und Friede auf Erden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Titelbild von Sascha Schneider
1913 Und Friede auf Erden zuerst 1901 als Et in terra pax

Das Buch entstand unter dem Eindruck von Karl Mays Orientreise in den Jahren 1899 und 1900. Es ist die überarbeitete und erweiterte Fassung von Et in terra pax (1901), wurde von May erweitert und als Band 30 in die Gesammelte Reiseerzählungen aufgenommen. Vom Karl-May-Verlag wurde das Buch mehrfach bearbeitet.

Von Kairo bis nach China reist der Ich-Erzähler, der nur noch wenig mit Kara Ben Nemsi gemeinsam hat. Sein Diener Sejjid Omar bekennt sich zu christlichen Tugenden. Er trifft auch Sir John Raffley wieder, den einstmals spleenigen Engländer, der zu menschlichen Tugenden gefunden hat. Immer wieder begegnet die Reisegruppe dem eifernden Missionar Waller, der mit seinen Bekehrungsversuchen scheitert. Nach einer schweren Krankheit kann Waller schließlich zur Nächstenliebe bekehrt werden.

Ardistan[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1913 Ardistan und Dschinnistan Ardistan und Dschinnistan I
Deckelbild von Sascha Schneider

Mays bedeutendstes Spätwerk führt Kara Ben Nemsi und Hadschi Halef Omar auf den Stern Sitara.

Die gleichnishafte Handlung vollzieht sich in der Welt des Inneren und schließt die ganze Menschheitsentwicklung ein.

Der Mir von Dschinnistan[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1913 Ardistan und Dschinnistan Ardistan und Dschinnistan II

Kara Ben Nemsi und Hadschi Halef Omar bereisen im Auftrag Marah Durimehs den fiktiven Erdteil Sitara und bringen den gewalttätigen Mir (= Herrscher) von Ardistan dazu, sich zum Edelmenschen wie der Mir von Dschinnistan zu wandeln.

Nach der Läuterung in der Stadt der Toten fällt in den Vorgebirgen Dschinnistans die Entscheidung, die den Weg weist zum Reich der Edelmenschen.

Winnetous Erben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1913 Anschluss an die Winnetou-Trilogie ursprünglich Winnetou IV

Das Buch erschien zuerst 1910, siebzehn Jahre nach Abschluss der ursprünglichen Winnetou-Trilogie, und war eine Art Schlussstrich unter die Abenteuer Old Shatterhands in Nordamerika.

In Karl Mays letzter Reiseerzählung schlagen sich die Eindrücke seiner Amerikareise des Jahres 1908 nieder. Der 60-jährige Old Shatterhand bekommt in seiner Villa Shatterhand in Radebeul Briefe, in denen er zum bevorstehenden Bau eines Winnetou-Denkmals eingeladen wird. Daraufhin reist der alte Shatterhand mit seiner Frau noch einmal in den Wilden Westen, um an einem Treffen aller wichtigen Indianer teilzunehmen. Dabei begegnet er alten Freunden, aber auch alten Feinden. So trifft er auch auf die beiden Söhne des Mörders Santer, die die Untaten ihres Vaters bereuen und sterben, als die gewaltige Winnetou-Statue einstürzt. Old Shatterhand ist froh über den Einsturz, denn die Statue spiegelt doch nicht die inneren Werte Winnetous wider.

»Ich«[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1917 Autobiografie & biografische Texte

Zusammenstellung von Texten zu Leben und Werk Karl Mays.

Die Biografie („Mein Leben und Streben“) berichtet von einer Kindheit in Armut, von Verfehlungen und Strafen, vom Aufstieg zum Erfolg und schließlich von Anfeindungen im Greisenalter. Sie beginnt mit folgenden Worten: „Ich bin im niedrigsten, tiefsten Ardistan geboren.

  1. Meine Beichte (Karl May)
  2. Mein Leben und Streben (Karl May)
  3. Empor ins Reich der Edelmenschen (Karl May)
  4. Karl May in Wien (Adolf Gelber / Wilhelm Nhil / Paul Wilhelm / Robert Müller)
  5. Karl Mays Tod und Nachlaß (Dr. E. A. Schmid)
  6. Gestalt und Idee (Dr. E. A. Schmid)
  7. Gerechtigkeit für Karl May! (Ludwig Gurlitt)
  8. Karl May, das Strafrecht und die Literatur (Claus Roxin)

In der aktuellen Auflage sind folgende Texte nicht mehr enthalten:

  • Spiegelbilder (Ludwig Aub / Ludwig Klages / Richard Engel)
  • Mensch und Menschliches (Karl-Hans Strobl)
  • Die in den älteren Auflagen (vor 1958) hier veröffentlichten Aufsätze aus dem Frühwerk „Geographische Predigten“ finden sich jetzt in Band 72 „Schacht und Hütte“

Unter Geiern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1914
  1. Der Sohn des Bärenjägers
  2. Der Geist des Llano Estacado

In der Jugenderzählung um den Sohn des Bärenjägers helfen Old Shatterhand und Winnetou Martin Baumann, seinen Vater aus den Händen der Sioux zu befreien.

In der Jugenderzählung um den Geist des Llano Estacado alias Bloody-Fox machen Old Shatterhand und Winnetou Banditen unschädlich, die Auswanderer in die Wüste locken und sie dann ausplündern.

Der Schatz im Silbersee[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1913

Old Shatterhand, Winnetou, Old Firehand und weitere Westleute verhindern, dass der berüchtigte Rote Cornel Brinkley sich den sagenhaften Schatz im Silbersee unter den Nagel reißen kann.

  1. Der schwarze Panther
  2. Die Tramps
  3. Nächtliche Kämpfe
  4. Der Vergeltung entronnen
  5. Indianisches Meisterstück
  6. Ein Parforceritt im Finstern
  7. Im Kampf um Butlers Farm
  8. Ein Drama auf der Prairie
  9. List und Gegenlist
  10. Am Eagle-tail.
  11. In der Klemme
  12. Auf Tod und Leben
  13. Edelmut Old Shatterhands
  14. Gefangen und befreit
  15. Eine Indianerschlacht
  16. Am Silbersee

Der Ölprinz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1915

Old Shatterhand und Winnetou stehen einem Auswanderertreck bei, der zwischen die Fronten zweier Indianerstämme gerät und zum Spielball des Ölprinzen Grinley wird, der Ölquellen verkauft, die es gar nicht gibt. Winnetou und Old Shatterhand kommen jedoch dem Schwindel auf die Spur.

Kapiteleinteilung der Zeitschriftenfassung:

  1. Das Kleeblatt
  2. Im Mogollongebirge
  3. Am Petroleumsee
  4. Gerechte Strafe

Halbblut[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausgabe von 1916
1917 Der schwarze Mustang

Zusammenstellung von Erzählungen aus verschiedenen Schaffensperioden, deren umfangreichste die Jugenderzählung Halbblut ist.

  1. Halbblut (Old Shatterhand und Winnetou setzen dem Intrigenspiel eines verräterischen Halbbluts vor dem Hintergrund des Eisenbahnbaus ein Ende.)
  2. Joe Burkers, das Einaug (Das Einaug ist Joe Burkers. Hier hat der Karl-May-Verlag zwei Ich-Erzählungen zu einer Geschichte verschmolzen und Old Shatterhand durch Old Firehand ersetzt.)
  3. Der Gitano (Eine der ersten Ich-Erzählungen Mays, die in Spanien spielt. Der Protagonist ist noch nicht mit dem späteren Ich-Helden identisch.)
  4. An den Ufern der Dwina (Frühe Kriminal- und Schicksalsgeschichte, die Karl May unter dem Titel Nach Sibirien veröffentlichte.)
  5. Von Mursuk bis Kairwan
  6. Der Kaperkapitän (Die Erzählung wurde von May unter dem Titel Robert Surcouf veröffentlicht und erzählt Abenteuer des historischen napoleonischen Korsaren Surcouf.)

1997 erfuhr dieser Band eine Neukonzeption:

  1. Halbblut (Der Schwarze Mustang)
  2. Der Kaperkapitän
  3. Der Pfahlmann (vorher in 19 „Kapitän Kaiman“ enthalten gewesen)
  4. Von Mursuk bis Kaïrwan

Die letzten drei Erzählungen bilden die drei Abteilungen von „Die Rose von Kaïrwan“

Das Vermächtnis des Inka[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1913

Südamerika-Abenteuer mit dem Helden Vater Jaguar alias Karl Hammer und Haukarapora, dem letzten Nachfahren der Inkas, der durch einen Krieg das alte Inka-Reich neu errichten soll, sich aber für den Frieden entscheidet.

Das Vermächtnis des Inka ist das Ziel des Rittes, zu dem Vater Jaguar und seine Gefährten in Buenos Aires aufbrechen. Sie folgen dem verbrecherischen Stierkämpfer Antonio Perillo, der sich in den Besitz des Geheimnisses gebracht hat, bis in die Anden.

Inhaltsverzeichnis der Erstausgabe

  1. Vater Jaguar
  2. Die Gigantochelonia
  3. El Hijo del Inka
  4. Eine Urwaldschlacht
  5. In der Mordschlucht

Der blaurote Methusalem[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1914 früher: Kong-Kheou, das Ehrenwort

Humoristisch geschilderte Abenteuer einer Schar skurriler Gestalten, die in China einen deutschen Ölprinzen und eine chinesische Familie sowie einen Schatz suchen.

Anführer der Expedition ist der ewige Student Degenfeld, der wegen seines für einen Studenten fortgeschrittenen Alters und seiner Schnapsnase der blaurote Methusalem genannt wird.

  1. Einleitung
  2. „Tsching tsching tschin!“
  3. T'eu Kuan
  4. Daheim, daheim!

Die Sklavenkarawane[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1915

Orientabenteuer ohne Kara Ben Nemsi. Die beiden gelehrten Brüder Emil und Joseph Schwarz werden vom Vogelkundler Professor Pfotenhauer begleitet. Es gilt, den Sklavenhandel im Sudan zu bekämpfen. Die Forscher stoßen auf den schlimmsten aller Sklavenräuber, den so genannten Vater des Todes.

  1. Ein Dschelabi
  2. Eine Ghasuah
  3. Die Waka'a en nahr
  4. El Hamdulillah

Der alte Dessauer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Leopold I., der alte Dessauer
1921 Ein Stücklein vom alten Dessauer
  1. Der Scherenschleifer
  2. Ein Fürst-Marschall als Bäcker
  3. Der Pflaumendieb
  4. Fürst und Leiermann
  5. Drei Feldmarschalls
  6. Pandur und Grenadier
  7. Seelenverkäufer

Diese Humoresken ranken sich um die historische Gestalt Leopolds I., eines Fürsten von Anhalt-Dessau, der preußischer Feldmarschall und ein Freund Friedrich Wilhelms I. war und im Volksmund als der alte Dessauer bekannt war. May berichtet von dem seltsamen Fürsten, der zwar ein Grobian, aber auch ein gerechter Landesvater war.

Die Erzählung Ein Stücklein vom alten Dessauer wurde erstmals 1875 im Deutschen Familienblatt veröffentlicht und ist neben einer weiteren Dessauer-Humoreske in Band 84, „Der Bowie-Pater“, enthalten.

Aus dunklem Tann[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1921 Erzgebirgische Dorfgeschichten
  1. Sonnenscheinchen
  2. Des Kindes Ruf
  3. Der Grenzmeister
  4. Der Teufelsbauer
  5. Der Bonapartenschuster
  6. Der Giftheiner
  7. Der Geldmarder
  8. Die Rose von Ernstthal
  9. Der Samiel

Diese Erzgebirgischen Dorfgeschichten stammen (mit Ausnahme von Sonnenscheinchen) aus Mays frühester Schaffenszeit.

Der Waldschwarze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1921 Erzgebirgische Dorfgeschichten
  1. Der Dukatenhof
  2. Der Herrgottsengel
  3. Der Waldschwarze
  4. Das Geldmännle

Karl May beschreibt in diesem zweiten Band erzgebirgischer Dorfgeschichten die Menschen und Verhältnisse seiner engeren Heimat. Auch diese Erzählungen stammen (mit Ausnahme von Das Geldmännle) aus frühester Schaffenszeit.

Zepter und Hammer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1926

Zwei frühe Romane Karl Mays, die sich um die beiden fiktiven Staaten Norland und Süderland ranken. Die Norländer müssen mit Invasoren aus Süderland fertigwerden. Außerdem gilt es, verschiedene Kindesvertauschungen zu entwirren, um den rechtmäßigen Thronfolger Norlands zu finden.

Der Roman beginnt in den Wäldern des Nordens und führt bis nach Ägypten. Die Handlung erzählt von Abenteuern in der Wüste und im Mittelmeer und vom Aufstieg eines Nilbarkenführers zum Großadmiral des Sultans.

  1. Die Zigeunerin
  2. Belauscht
  3. Die Brüder Jesu
  4. Im Hause der Irren
  5. An der Grenze
  6. Der Beginn des Kampfes
  7. Schachzüge
  8. Almah
  9. Der tolle Prinz
  10. Vor Jahren
  11. Paroli
  12. Ein Rückblick
  13. Vom Reis zum Kapudan Pascha
  14. Der schwarze Kapitän
  15. Am Vorabend
  16. Kampf und Sieg

Die Juweleninsel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1926

Zehn Jahre nach den Ereignissen aus Zepter und Hammer erhalten die Angehörigen eines Verschollenen durch sein Tagebuch Kunde von der Vernichtung eines indischen Fürstenhofs und vom Schatz des Maharadschas, der auf eine einsame Juweleninsel gerettet wurde.

  1. Im Seebade
  2. Himmel und Hölle
  3. Im Zuchthaus
  4. Der Schatz der Begum
  5. Nach der Juweleninsel
  6. Der Seekadett
  7. Der Bowie-Pater
  8. fehlt
  9. Ein Bräutigam

Professor Vitzliputzli[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1927

Sammlung von Humoresken und in der Heimat angesiedelten historischen Erzählungen. Die ersten beiden Geschichten stammen aus Karl Mays Manuskript für Satan und Ischariot, wurden aber vom Redakteur des Deutschen Hausschatzes gestrichen; die Manuskriptfassung findet sich in Band 79, „Old Shatterhand in der Heimat“.

  1. Professor Vitzliputzli (Geschichte um einen zerstreuten Professor, der sich ganz der Erforschung der amerikanischen Urvölker ergeben hat)
  2. Wenn sich zwei Herzen scheiden
  3. Der Glücksschimmel (Geschichte um Feldmarschall Blücher)
  4. Die Kriegskasse
  5. Am Ernstthaler Stammtisch
  6. Der Wollteufel
  7. Der Fischerjakob und das Wasserfaß
  8. Die falschen Exzellenzen
  9. Die beiden Nachtwächter
  10. Die verhexte Ziege
  11. Die Erben wider Willen
  12. Pankraz der Ehestifter
  13. Wie dem Stadtrat Epperlein aus der Klemme geholfen wurde

Das Zauberwasser[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1927

Sammlung von Geschichten, die an unterschiedlichen Schauplätzen angesiedelt sind und aus unterschiedlichen Schaffensperioden stammen.

  1. Das Zauberwasser (Erzählung um den historischen, geheimnisvollen Grafen von Saint-Germain, der als Abenteurer und Alchimist von sich reden machte)
  2. Phi-Phob, der Schutzgeist
  3. Am „Singenden Wasser“
  4. Schwarzauge
  5. Das Hamaïl
  6. Die Söhne des Upsaroka (Diese früher Mutterliebe betitelte Erzählung ist ein Abenteuer mit Old Shatterhand und Winnetou.)
  7. Das Kurdenkreuz
  8. Schefakas Geheimnis
  9. Eine Weihnachtsfeier in Damaskus
  10. Old Shatterhand a. D. (Diese Erzählung hieß bei May Freuden und Leiden eines Vielgelesenen und ist eine Plauderei über die Nöte des Star-Autoren May.)
  11. Der Zauberteppich (Dieses zu Mays Lebzeiten nicht veröffentlichte orientalische Märchen beschreibt in allegorischer Weise die Entstehung seines Romans Und Friede auf Erden.)
  12. Abdahn Effendi
  13. Merhameh
  14. Schamah (In dieser Erzählung Schamah behandelt der Ich-Erzähler, der dem wahren Karl May sehr ähnelt, Religionskonflikte im Orient.)

Um den Erzählungen des Alterswerkes (ab der 9. Erzählung) ein größeres Gewicht zu verleihen, wurden sie nach Band 81, „Abdahn Effendi“ verschoben; ebenso wurde „Old Shatterhand a. D.“ unter seinem ursprünglichen Titel in Band 79, „Old Shatterhand in der Heimat“, eingefügt.

Seit 2000 enthält der Band Folgendes:

  1. Das Zauberwasser
  2. Phi-Phob, der Schutzgeist
  3. Am „Singenden Wasser“
  4. Schwarzauge
  5. Das Hamaïl
  6. Die Söhne des Upsaroka
  7. Das Kurdenkreuz
  8. Schefakas Geheimnis
  9. Der Gitano (bisher Band 38, „Halbblut“)
  10. An den Ufern der Dwina (Nach Sibirien, bisher Bd. 38)
  11. Himmelslicht (Nûr es Semâ – Himmelslicht, ursprl. Bd. 10, später Bd. 26, „Der Löwe der Blutrache“)
  12. Es Ssabbi – Der Verfluchte (Der Verfluchte, ursprl. Bd. 10, später Bd. 26)
  13. Bei den Bachtijaren (Die „Umm ed Dschamahl“, bisher in Bd. 26)
  14. Auferstehung (Christ ist erstanden!, zeitweise Bd. 34 „»Ich«“, später Bd. 26)

Lichte Höhen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1956 Himmelsgedanken, Babel und Bibel

Sammlung nichtbelletristischer Texte. Neben den Gedichten, die 1901 unter dem Titel Himmelsgedanken erschienen, dem Drama Babel und Bibel, den Briefen über Kunst sind hier Materialien aus dem Nachlass gesammelt, wie Dramenentwürfe, frühe Lyrik und Tagebuchaufzeichnungen von Karl Mays Orientreise.

  1. Himmelsgedanken
  2. Babel und Bibel
  3. Der Dichter über sein Werk (zu Babel und Bibel)
  4. Wege zum Gipfel (Fragmente)
  5. Betrachtung und Besinnung (Briefe über Kunst)
  6. Erwachender Tag (Frühe Gedichte)
  7. Von Allah zu Apollon (Reisetagebuch 1900)
  8. Mahnung und Trost (Sinnsprüche)
  9. Licht und Schatten (Gedichte)

1998 erfuhr dieser Band eine Revision, indem viele Texte in den Alterswerk-Band 81, „Abdahn Effendi“, bzw. das Reisetagebuch in den Weltreisen-Band 82, „In fernen Zonen“, überführt wurden. Zudem sind nun alle Gedichte der Himmelsgedanken enthalten.

  1. Himmelsgedanken
  2. Babel und Bibel
  3. Der Dichter über sein Werk
  4. Des Buches Seele (Gedicht)
  5. Weihnachtsabend (Gedicht in mehreren Varianten)

In Mekka[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1923 Fortsetzung von Am Jenseits von Franz Kandolf

Dieser Roman wurde von Franz Kandolf, einem Mitarbeiter des Karl-May-Verlags, geschrieben und setzt die Handlung von Band 25 fort. Im Stile von Mays abenteuerlichen Reiseerzählungen wird erzählt, wie Kara Ben Nemsi und Hadschi Halef Omar doch noch nach Mekka gelangen und mit dem schurkischen Ghani abrechnen.

Schloss Rodriganda[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1924 Waldröschen

Dieser erste Teil eines fünfbändigen Romans erzählt vor historischem Hintergrund die Geschichte von zwei Grafen, die – der eine in Spanien, der andere in Mexiko – ahnungslos von abgefeimten Schurken umgeben sind. In das Geschehen greift der deutsche Arzt Karl Sternau ein.

  1. Der Kampf um die Liebe
  2. Das Geheimnis des Bettlers
  3. Die ersten Spuren
  4. Ein Menschenraub
  5. Zum Wahnsinn verurteilt
  6. Die Weihnacht des Gefangenen
  7. Errettende Liebe
  8. Der schwarze Kapitän
  9. Die Heilung
  10. Die Zingarita
  11. Die Höhle des Königsschatzes
  12. Lebendig begraben
  13. Eine Tänzerin

Die Pyramide des Sonnengottes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1924 Waldröschen

Dieses Buch knüpft unmittelbar an Schloss Rodriganda an. Anfangs spielt es in Deutschland. Hauptschauplatz ist die wilde Mapimí, eine Wüste im Nordosten Mexikos. Im Mittelpunkt der dramatischen Handlung steht eine alte, geheimnisvolle Pyramide.

  1. Die erste Rachejagd
  2. Der Auszug der Rächer
  3. Der verlorene Sohn
  4. Ein Wiedersehen
  5. Eine Heilung
  6. Tief unter der Erde
  7. Kurzes Glück
  8. Die Blume des Waldes

Benito Juarez[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1924 Waldröschen

Zwei geschichtliche Gegenspieler prägen die Ereignisse dieses Bandes: Benito Juárez, der Präsident und Neubegründer von Mexiko, und Kaiser Maximilian von Mexiko, der Bruder des Kaisers von Österreich.

Eng verwoben mit diesen historischen Gestalten sind Helden aus der Phantasiewelt.

  1. Ein Gardelieutenant
  2. Ein Sklave
  3. Kaiser Max von Mexico
  4. In geheimer Mission
  5. Der Anfang des Endes
  6. Das Ende.

Trapper Geierschnabel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1925 Waldröschen

Humorvoll beschreibt May seinen Titelhelden, einen urwüchsigen Gesellen. Trapper Geierschnabel ist einer der bekanntesten Pfadfinder und Fallensteller der Union. Sein bürgerlicher Name ist William Saunders. Den Trappernamen hat er von den Indianern wegen seiner außergewöhnlich großen Nase erhalten.

Im Zusammenhang mit dem Schicksal der Rodrigandas und den Kämpfen von Präsident Benito Juárez sind weitere Abenteuer zu bestehen.

Der sterbende Kaiser[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1925 Waldröschen

In diesem Buch wird der Untergang Kaiser Maximilians von Mexiko beschrieben, der nicht ohne eigene Schuld die bitteren Konsequenzen seiner Politik erdulden muss. Hier lösen sich alle Handlungsfäden, die in Schloss Rodriganda geknüpft wurden.

Der Weg nach Waterloo[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1930 Die Liebe des Ulanen sollte ursprünglich Marschall Vorwärts heißen

Karl-May-Verlags-Fassung des Kolportageromans Die Liebe des Ulanen in vier Bänden um das Schicksal der preußischen Familie von Greifenklau (in der Originalfassung Königsau), um deutsch-französische Händel, aber auch vielerlei Liebesbande in der Zeit von 1814 bis 1871. Nebenschauplatz des hauptsächlich in Mitteleuropa spielenden Romans ist Nordafrika. Zu den Protagonisten gehören auch historische Personen wie Napoleon I. und Marschall Blücher.

In diesem ersten Band geht es um die Erlebnisse eines preußischen Offiziers, des Oberleutnants Hugo von Greifenklau, im französischen Feindesland zur napoleonischen Zeit.

(Gesammelte Werke Bd. 56)

  1. Der Kapitän der Kaisergarde
  2. Die Familie Richemonte
  3. Pharao und Biribi
  4. Ein fürstlicher Brautwerber
  5. Zwei dunkle Ehrenmänner
  6. Ein mißglückter Anschlag
  7. Beim alten Blücher
  8. Margots Entführung
  9. „Marschall Vorwärts“
  10. Die Rückkehr des Verbannten
  11. Die geraubte Kriegskasse
  12. Räuber im Argonner Wald
  13. Napoleon Bonaparte
  14. Der Überfall
  15. Der Dank eines Kaisers
  16. Napoleons letzte Liebe
  17. Eine seltsame Haussuchung
  18. Die Flucht
  19. Der Teufel des Goldes
  20. Nach der Schlacht bei Waterloo
  21. Blüchers letzte Freude

Das Geheimnis des Marabut[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1930 Die Liebe des Ulanen

In Algerien wirken dunkle Geschehnisse auf die Geschicke der Familie Greifenklau in der Vergangenheit. Ihre Schatten reichen in die Gegenwart und verdüstern den Weg des unglücklichen Helden.

(Gesammelte Werke Bd. 57)

  1. Die Stimme des Herzens
  2. Das Auge der Franzosen
  3. Panthergebrüll
  4. Im Duar der Beni Aïssa
  5. Der sterbende Marabut
  6. Der Erbe
  7. Ein Wiedersehen in der Sahara
  8. Der Günstling des Kaisers
  9. Teuflische Ränke
  10. Der Wolf im Schafspelz
  11. Verbrecher unter sich
  12. Ein Blitz aus heiterem Himmel
  13. Die Tochter des Schäfers
  14. Auf der Suche nach der Kriegskasse
  15. Ein deutscher Kundschafter
  16. Ein Schiffbruch auf der Mosel
  17. Der neue Hauslehrer
  18. Seltsame Wege
  19. Das Turmgespenst
  20. Abu Hassan. der Zauberer

Der Spion von Ortry[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1930 Die Liebe des Ulanen

Das Geschehen, das zwischen Frankreich und Deutschland hin und her pendelt, führt in die zweite und dritte Generation der Greifenklaus. Etliche Szenen spielen in den weitläufigen unterirdischen Gewölben und Geheimgängen von Schloss Ortry. Langsam erhellt sich das Dunkel der Vergangenheit.

(Gesammelte Werke Bd. 58)

  1. Ich ging im Wald so für mich hin
  2. Schach dem König!
  3. Die Seiltänzerin
  4. Im dunkelsten Paris
  5. Die Enkelin des Generals
  6. Ein wichtiger Fund
  7. Dietrich und Brecheisen
  8. Verspielt, Vater Heimlich!
  9. In Tharandts „Heiligen Hallen“
  10. Hieronymus Aurelius Schneffke
  11. Der alte Sonderling
  12. Verschlungene Fäden
  13. In der Schenke von Thionville
  14. Die Schatten der Vergangenheit
  15. Auf unterirdischer Fährte
  16. Eine Tat aus der Hölle
  17. Satan hilft den Seinen
  18. Man legt eine Gegenmine
  19. In der Pulvermühle
  20. Das Geheimnis des Pastellbildes
  21. Eine Brautwerbung mit Hindernissen

Die Herren von Greifenklau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1930 Die Liebe des Ulanen

In diesem letzten Roman um die Familie Greifenklau, in dem sich alle verzweigten Handlungsfäden der Tetralogie auflösen, spielt die Handlung vor dem Hintergrund des Deutsch-Französischen Krieges in Paris, Algier und schließlich vor den Toren von Sedan.

(Gesammelte Werke Bd. 59)

  1. Enthüllungen
  2. Auf Schleichwegen
  3. O weh, ein Irrtum!
  4. Ein Besuch in der Dschehenna
  5. In die Falle gegangen
  6. Blinder Eifer
  7. Durchkreuzte Pläne
  8. Wiedergefunden
  9. Im „Mittelpunkt der Unterwelt“
  10. Die Vergangenheit wird lebendig
  11. Eine Stunde des höchsten Glücks
  12. Vater und Sohn
  13. In Algier
  14. Der Löwenzahn
  15. Die „Forstgehilfen“
  16. Der Zusammenbruch
  17. Ein Husarenstreich
  18. Rallions Ende
  19. Feldwebel Pudding
  20. In der Werkstatt der Geschichte
  21. Die letzte Abrechnung

Allah il Allah![Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1931

Der Karl-May-Verlag versuchte hier eine Lücke in der Handlung des Bandes 1 (Durch die Wüste) zu schließen.

Erzählt wird die gefahrvolle Reise Kara Ben Nemsis und Hadschi Halef Omars durch die Wüste von Tunesien aus über Tripolis bis nach Ägypten. Dafür wurde durch den Verlag ein Teil des Kolportageromans Deutsche Herzen, Deutsche Helden verwendet, der im Orient spielt und für den Ablauf und das Verständnis der Haupthandlung (erzählt in den drei folgenden Bänden) nicht notwendig erschien (Die Königin der Wüste). Dieser wurde in eine neu geschriebene Rahmenhandlung eingefügt und stark bearbeitet. Neben den erforderlichen Veränderungen im Handlungsablauf wurde auch ein Teil der handelnden Personen umbenannt oder neu eingefügt. So wurde der Protagonist Oskar Steinbach in den Ich-Erzähler Kara Ben Nemsi geändert und sein Diener und Beschützer Hadschi Halef Omar in die Handlung und die Dialoge hineingeschrieben. Eine Nebenfigur wurde in Sir David Lindsay geändert und Krüger-Bei eingefügt.[1]

  1. Krüger-Bei
  2. Die Khanum der Beni Sallah
  3. Der Scheik der Beni Abbas
  4. Ein Faustkampf und ein Wettschießen
  5. Im "Bett der Steine"
  6. Der Kampf um die Oase
  7. Scheik Tarik bewährt sich
  8. Das Grab am See el Chiyam

Der Derwisch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1933 Deutsche Herzen – Deutsche Helden

Auch die Haupthandlung des Romans Deutsche Herzen, Deutsche Helden wurde vom Karl-May-Verlag tiefgreifend bearbeitet.

Der erste Teil des nun dreibändigen Romans spielt in Istanbul, Tunis und im Wilden Westen und schildert das Schicksal der deutschen Familie Adlerhorst, deren Mitglieder durch die Ränke von Verbrechern in der ganzen Welt zerstreut und versklavt wurden.

An der Zusammenführung dieser vom Orient über Nordamerika bis nach Russland verstreuten Familie sind viele bekannte Gestalten wie Winnetou, Old Firehand, Sam Hawkens, Will Parker, Dick Stone und Sir David Lindsay beteiligt.

Im Tal des Todes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1934 Deutsche Herzen – Deutsche Helden

Der zweite Teil dieses dreibändigen Romans spielt im Wilden Westen. Im Tal des Todes, einem Ort des Grauens, laufen schließlich die Schicksalsfäden derer zusammen, von denen im Band Der Derwisch die Rede war.

Zobeljäger und Kosak[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1934 Deutsche Herzen – Deutsche Helden

Ein Mitglied der Familie Adlerhorst ist weiterhin verschollen. Die lange Suche endet unter Verbannten in Sibirien.

Das Buschgespenst[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1935 Der verlorne Sohn

Eine Schmugglerbande an der Grenze nach Böhmen nutzt die soziale Notlage der Bevölkerung skrupellos aus, bis der Detektiv Franz Arndt eine atemberaubende Jagd auf das Buschgespenst und seine Kumpane beginnt.

Der Fremde aus Indien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1939 Der verlorne Sohn

Der Fremde aus Indien ist eine geheimnisumwobene Gestalt, die eines Tages in der alten Hauptstadt auftaucht. Er wird zum Widersacher des unheimlichen Hauptmanns, dem zahlreiche Verbrechen anzulasten sind. Allmählich klären sich weit zurückliegende Ereignisse zugunsten eines unschuldig Bestraften auf.

Der Peitschenmüller[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1958 Der Weg zum Glück

Die vielen Handlungsstränge von Karl Mays Kolportageroman Der Weg zum Glück wurden vom Karl-May-Verlag so bearbeitet, dass sich jeweils abgeschlossene Romane bzw. Erzählungen ergaben, die dann in sechs verschiedenen Bänden veröffentlicht wurden. Die Handlung spielt meist in den bayerischen Bergen. Neben dem kauzigen Wurzelsepp tritt auch der Märchenkönig Ludwig II. auf.

Gegenstand der hier veröffentlichten Geschichten sind Liebe und Hass, Jagd auf einen Wilderer und Rettung aus Bergnot.

Der Silberbauer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1959 Der Weg zum Glück

Die dunkle Vergangenheit des tyrannischen Peitschenmüllers wirft ihren Schatten auf den hochmütigen Silberbauern, mit dem seine Untaten verknüpft sind. Für die Klärung der Fragen sorgt der Wurzelsepp.

Der Wurzelsepp[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1960 Der Weg zum Glück
  1. Der Geldprotz
  2. Der Samiel

Der Geldprotz ist eine Schmugglergeschichte an der böhmischen Grenze.

Der Samiel, ein skrupelloser Räuber, dessen Identität niemand kennt, findet im schlauen Sepp seinen Meister.

Ritter und Rebellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1960 Der beiden Quitzows letzte Fahrten
  1. Suteminn, der Einsame
  2. Der Falkenmeister
  3. Wildwasser

Der Karl-May-Verlag bearbeitete hier Karl Mays ersten Roman Der beiden Quitzows letzte Fahrten und zerteilte ihn in drei abgeschlossene Erzählungen.

Die drei Erzählungen spielen im Mittelalter und berichten von der Befriedung der Mark Brandenburg durch Burggraf Friedrich von Nürnberg. Sein großer Widersacher ist der zwielichtige Raubritter Dietrich von Quitzow.

Der Waldläufer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1959 Le Coureur de Bois
Titelbild einer frühen deutschen Ausgabe von “Le Coureur de Bois” mit einem Aquarell von Wilhelm Schäfer

Karl May bearbeitet einen fremden Roman, indem er Gabriel Ferrys unter Waldläufern, Komantschen und Apatschen spielenden Roman Le Coureur de Bois für die Jugend nacherzählte. In diesem Band sind Geschichten enthalten, die die Keimzellen für nachfolgende Reiseerzählungen bildeten. Später berühmt gewordene Figuren treten hier in ihrer ursprünglichen Gestaltung auf. So gilt der Komantsche Falkenauge als Vorbild für Winnetou.

  1. Einleitung
  2. Die Bonanza
  3. Der letzte Mediana
  4. Die Insel im Rio Gilo
  5. Das Lager
  6. Im Goldthale
  7. Falkenauge
  8. Ein Savannengericht
  9. Die Belagerung
  10. Die Verfolgung
  11. Schluss

Old Firehand[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1967 frühe Texte

Dieser Band enthält verschiedene frühe Texte Karl Mays in der Rohfassung, bei der er die Charaktere erstmals vorstellt. Sie bildeten die Keimzellen für die nachfolgenden Reiseerzählungen. Figuren wie Winnetou, Old Firehand oder Sam Hawkens treten in ihrer ursprünglichen Form auf. In der Erzählung Inn-nu-woh, der Indianerhäuptling heißt Winnetou noch Inn-nu-wuh und ist ein Sioux-Häuptling.

  1. Inn-nu-woh, der Indianerhäuptling
  2. Old Firehand
  3. Die Rose von Kahira
  4. Ein Wüstenraub
  5. Die Both Shatters
  6. Die Gum
  7. Aqua benedetta
  8. Ein Selfmademan
  9. Der Afrikaander
  10. Die Rache des Ehri
  11. Ibn el 'amm
  12. Sklavenrache
  13. Maghreb-el-aksa
  14. Die beiden Kulledschi

Die meisten Erzählungen stammen aus der Zeitschrift Frohe Stunden.

Schacht und Hütte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1968 Sammelband

Dieser Sammelband mit Aufsätzen und Geschichten aus Karl Mays Anfangszeit enthält folgende Texte:

Titelblatt der Zeitschrift von 1876, Verlag H. G. Münchmeyer
  1. Das Gewissen
  2. Wanda
  3. Die Fastnachtsnarren
  4. Weltall - Erde - Mensch
  5. Schätze und Schatzgräber
  6. Mit Dampf um den Erdball
  7. Verteidigung eines Vielverkannten
  8. Bete und arbeite!
  9. Die Helden des Dampfes
  10. Ein königlicher Proletarier
  11. Des Menschen Wille ist sein Himmelreich
  12. Ehrlich währt am längsten
  13. Gedenke des Todes!
  14. Über Freundschaft
  15. Herbstgedanken
  16. Haus- und Familienreden 1
  17. Haus- und Familienreden 2
  18. Ein Lichtspender
  19. Mit dem Dampfross
  20. Ein jetzt Vielgenannter
  21. Der Kanal von Suez
  22. Geographische Predigten

Es handelt sich dabei zumeist um Frühwerke, die in von May selbst redaktionell betreuten Zeitschriften (Der Beobachter an der Elbe, Schacht und Hütte und Deutsches Familienblatt) erschienen sind.

Frühere Ausgaben enthielten noch die zeitweilig May zugeordneten Erzählungen Fundgrube „Vater Abraham“ (tatsächlich von August Peters) und Ein Fang. Der Text Die Liebe nach ihrer Geschichte, ein Auszug aus Das Buch der Liebe, wurde nach dessen Aufnahme in die Gesammelten Werke (Band 87) ebenfalls entfernt.

Der Habicht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1967 Der Weg zum Glück

Auch in diesem Band wird eine aus dem Kolportageroman Der Weg zum Glück herausgelöste Einzelerzählung veröffentlicht. Wie ein Habicht drohend über Schloss Steinegg kreisend, lauert der habsüchtige Baron Alberg über dem Erbe seiner Stieftochter, der jungen Schlossherrin Hilda. Aber auch in dieser bayerischen Geschichte treten der Wurzelsepp und König Ludwig II. auf und wenden alles zum Guten.

Der verlorene Sohn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1985 Der verlorne Sohn

Der Försterssohn Gustav Brandt wird des Doppelmordes an Baron von Helfenstein und dem Verlobten von dessen Tochter Alma angeklagt. Mit Hilfe zweier Schmiede, die den wahren Mörder beobachtet haben, kann er fliehen. Brandt wird in Madagaskar durch Diamantenfunde reich und kehrt 20 Jahre später als Fürst von Befour zurück. Nun nimmt er den Kampf gegen den Mörder Franz von Helfenstein auf. Er besiegt ihn und wird vom König zum Ritter des Hausordens geschlagen.

Sklaven der Schande[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1993 Der verlorne Sohn

Dieser Band enthält einen Teil des Kolportageromans Der verlorne Sohn. In dieser Kriminalgeschichte, die im Königreich Sachsen spielt, beschreibt May auch das dort um 1870 herrschende soziale Elend.

Der Eremit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1994 Der verlorne Sohn

Dieser Band enthält einen weiteren Teil des Kolportageromans Der verlorne Sohn. Der Roman spielt in den 1860er Jahren und zeigt Karl May als Beobachter und Kritiker sozialer Missstände seiner Zeit.

  1. Der Eremit
  2. Gefangene der Not
  3. Anhang:
Die Münchmeyer-Romane (Dr. E. A. Schmid, 1919)
Der verlorene Sohn (Otto Eicke, 1936)

Die Kinder des Herzogs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1995 Waldröschen

Es handelt sich hierbei um einen weiteren, ausgegliederten Teil des Kolportageromans Das Waldröschen. Die Erzählung berichtet vom Beginn der Fehde der Brüder Cortejo gegen die Grafen von Rodriganda. Im Mittelpunkt der Abenteuer steht der Held Karl Sternau. Orte der Handlung sind Spanien, Frankreich und Deutschland.

Das Rätsel von Miramare[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1996 Der Weg zum Glück und Deutsche Herzen – Deutsche Helden

Dieser Band enthält die Erzählungen:

  1. Das Rätsel von Miramare
  2. In den Gewölben von Schloss Grafenreuth

Sie wurden aus den ursprünglichen Kolportageromanen ausgegliedert und bearbeitet.

Die Titelgeschichte aus Der Weg zum Glück erzählt vom Wurzelsepp und dem bayerischen Märchenkönig Ludwig II. Die Spuren einer Mädchenhändlerbande führen die Helden bis nach Triest an die Adriaküste.

Im zweiten Teil wird das Schicksal der Familie Adlerhorst in Deutschland so zu Ende erzählt, wie es von Karl May in Deutsche Herzen – Deutsche Helden dargestellt wurde – das Ende in „Zobeljäger und Kosak“ ist eine Erfindung der Bearbeiter des Karl-May-Verlags.

Old Shatterhand in der Heimat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1997 Biografische Schriften

Dieser Sammelband enthält eine Anzahl von Texten, wie zum Beispiel:

  1. In der Heimath
  2. Offene Briefe eines Gefangenen
  3. Hinter den Mauern
  4. Ange et Diable
  5. Repertorium C. May
  6. Ziege oder Bock
  7. Otto-Victor-Fragment
  8. Ein wohlgemeintes Wort
  9. Sklaven des Ehrgeizes
  10. Ein Präriebrand
  11. 'Villa Bärenfett'
  12. Wasserrast auf dem Marsche
  13. 'Löffel begraben'
  14. Präriebrand in Texas
  15. Das Straußenreiten der Somal
  16. Zum erstenmal an Bord
  17. Der Schlangenmensch
  18. Eine Seehundsjagd
  19. Die Todeskaravane
  20. Freuden und Leiden eines Vielgelesenen

Auf der See gefangen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1998 Sammelband Frühe Winnetou-Erzählungen

Prinz Max von Schönberg-Wildauen wird beschuldigt, einen Berliner Juwelier ermordet zu haben. Um dem Gefängnis zu entgehen, flieht er nach Amerika und wird dort Kapitän und ein bekannter Piratenjäger. Der Bruder seiner Verlobten glaubt an die Unschuld des Prinzen und macht sich auf die Suche nach den wahren Schuldigen. In Amerika findet er Unterstützung von berühmten Westmännern und Winnetou. Sie jagen den Schwarzen Kapitän durch die Prärie und nehmen ihn schließlich auf hoher See gefangen.

  1. Auf der See gefangen (Lief teilweise unter dem Titel Auf hoher See gefangen, Roman von 1877/78)
  2. Winnetou (Bearbeitung der Erzählung von 1875 Inn-nu-woh, der Indianerhäuptling, 1878)
  3. Ein Oelbrand (Jugenderzählung von 1882/83)
  4. Aufsatz von Ekkehard Bartsch: „Karl Mays Winnetou – Die Entwicklung einer literarischen Gestalt“

Abdahn Effendi[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2000 Sammelband

Abdahn Effendi ist ein Schmuggler an der persisch-türkischen Grenze. Dort betreibt er, unterstützt von türkischen Grenzwächtern, sein verbrecherisches Geschäft und drangsaliert Ben Adl, den Sohn des abgesetzten persischen Grenzkommandanten, und seine Frau, die Tochter des ebenfalls abgesetzten türkischen Grenzkommandanten. Kara Ben Nemsi und Halef klären die Verbrechen auf und rehabilitieren die früheren Grenzkommandanten.

  1. Abdahn Effendi (Reiseerzählung)
  2. Merhameh (Reiseerzählung)
  3. Schamah (Reiseerzählung)
  4. Eine Weihnachtsfeier in Damaskus (Reiseerzählung)
  5. Der Zauberteppich (Gleichnis für Zieger)
  6. Eine Pilgerreise in das Morgenland (Gedichte)
  7. Reise nach Egypten (Reisebeschreibung)
  8. Gleichnis von den Zeitun-Beduinen
  9. Babel und Bibel (Erstfassung des 2. Aktes und Skizzen)
  10. Wege zum Gipfel – Dramatische Bruchstücke
  11. An alle meine lieben Gratulanten (Geburtstagsdanksagungen)
  12. Briefe über Kunst
  13. Mein Glaubensbekenntnis
  14. Theater (Aufsatz)
  15. Sûr le Rapprochement Franco-Allemand (Aufsatz)
  16. Sitara, das Land der Menschheitsseele (Vortrag)

May verarbeitet hier die Eindrücke seiner Orient-Reise von 1899/1900, bei der einen ganz neuen Blick gewann. Es findet sich hier auch die Erstfassung des 2. Aktes seines einzigen abgeschlossenen Theaterstücks Babel und Bibel, um das er so schwer gerungen hat wie um kaum eines seiner Werke. Die Briefe über Kunst und weitere Aufsätze runden das Bild von Mays späten Jahren ab.

In fernen Zonen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1999 Biografische Schriften

Dieser Band über Karl Mays Weltreisen enthält folgende Texte:

  1. Karl Mays Reisen und ihre Wirklichkeit (Vorwort, von Hans Wollschläger)
  2. Karl May und die Frühreisenlegenden (von Amira Sarkiss)
  3. Karl Mays Orientreise 1899/1900 (von Ekkehard Bartsch und Hans Wollschläger, mit Mays Tagebuch der Orientreise)
  4. Karl May in Amerika (von Dr. Dieter Sudhoff)
  5. Detektive (Nachwort, von Lothar Schmid).

Dem Buch lagen Mays Reisetagebücher, in die Heimat verschickte Briefe und Postkarten, Fotografien und durch die Reise unmittelbar inspirierte Textstellen zu Grunde.

Am Marterpfahl[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2001 Biografische Schriften

Dieser Band enthält keine belletristischen Texte, sondern folgende Verteidigungs- und Prozeßschriften:

  1. Ein Schundverlag (Prozeßschrift, in der Karl May mit seinem ehemaligen Verleger Heinrich Gotthold Münchmeyer abrechnet)
  2. Ein Schundverlag und seine Helfershelfer
  3. An die 4. Strafkammer des Königl. Landgerichts III in Berlin (Streitschrift, die Gericht und Presse im Sinne Mays gegen Rudolf Lebius beeinflussen sollte)

Der Bowie-Pater[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2003 Sammelband

Die Titelgeschichte ist ein unvollständig gebliebenes Kapitel aus dem Roman Die Juweleninsel, das aus Gründen der Logik nicht mehr übernommen wurde. Der Bowie-Pater ist ein berüchtigter Indianertöter.

  1. Der Bowie-Pater
  2. Der Ölprinz
  3. Ein Dichter
  4. Vom Tode erstanden
  5. Jagd auf wilde Truthühner in Texas
  6. Jemmys Bärenabenteuer
  7. Häuptling Feuerwasser
  8. Der erste Elk
  9. Im Mistake-Canyon
  10. Tui Fanua
  11. Ein Abenteuer auf Ceylon
  12. Ein Stücklein vom alten Dessauer
  13. Der Amsenhändler
  14. Im Seegerkasten
  15. Die verhängnisvolle Neujahrsnacht

Von Ehefrauen und Ehrenmännern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2004 Biografische Schriften

Diese Sammlung biografischer und polemischer Schriften aus den Jahren 1899 bis 1910 enthält folgende Texte:

  1. Frau Pollmer, eine psychologische Studie (Rechenschaft über die Ehe mit Emma Pollmer und deren Scheitern)
  2. Karl May und seine Gegner
  3. An den Dresdner Anzeiger
  4. Offener Brief an den Haupt-Redakteur der 'Kölnischen Volkszeitung' Herrn Dr. phil. Hermann Cardauns
  5. Aus dem Lager der May-Gemeinde
  6. Die 'Rettung' des Herrn Cardauns
  7. Ist Cardauns rehabilitiert?
  8. An die deutsche Presse!
  9. Herr Rudolf Lebius, sein Syphilisblatt und sein Indianer
  10. Die Schundliteratur und der Früchtehunger
  11. Die Schund- und Giftliteratur und Karl May, ihr unerbittlicher Gegner (Streit mit dem Kolportageverleger Münchmeyer)
  12. Aphorismen über Karl May
  13. Zur Abwehr
  14. Meine Beichte
  15. Auch 'Über den Wassern'
  16. Lebius, der 'Ehrenmann'
  17. Zeugenaussage für Klara May

Die Schund- und Giftliteratur und Karl May, ihr unerbittlicher Gegner wurde von Franz Langer verfasst.

Meine dankbaren Leser[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2005 Biografische Schriften

Dieser Band enthält den Text Karl May als Erzieher und Die Wahrheit über Karl May oder Die Gegner Karl Mays in ihrem eigenen Lichte von einem dankbaren May-Leser. Außerdem findet sich hier ein Beitrag von Christoph F. Lorenz: Die Wahrheit über Karl May? oder Ein Autor sucht seine wahren Leser. Als Anhang gibt es eine große Auswahl von Briefen dankbarer Leser.

Die von May anonym veröffentlichte Broschüre enthielt 187 Verehrerzitate, empfehlende Worte deutscher Bischöfe und 27 Pressestimmen.

Das Buch der Liebe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2006 erschien zuerst 1876

Das Buch der Liebe erschien im Jahr 1876 und kann als Karl Mays Erstlingswerk gelten. Es bestand aus drei Abteilungen:

  1. ohne Titel (möglicherweise vollständig von Karl May)
  2. Die Geschlechtskrankheiten des Menschen und ihre Heilung. Mit besonderer Berücksichtigung der Syphilis, ihrer Entstehung und Folgen (vermutlich nicht von Karl May)
  3. Die Liebe nach ihrer Geschichte. Darstellung des Einflusses der Liebe und ihrer Negationen auf die Entwickelung der menschlichen Gesellschaft (teilweise von Karl May)

Dieses Buch war im Königreich Preußen und in Österreich-Ungarn verboten.

Deadly Dust[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2008 Winnetou-Trilogie

Der Band enthält die beiden älteren Erzählungen, die Karl May im Jahre 1893 nach der erforderlichen Überarbeitung in den Band Winnetou III aufnahm.

Die Erzählung Deadly Dust (Tödlicher Staub) – erschienen im Jahr 1880 – handelt von der Jagd auf Verbrecher, die Goldsucher berauben und töten.

  1. An der großen Westbahn
  2. Die Stakemen
  3. Unter den Comanchen
  4. In Californien

In der Erzählung Im wilden Westen Nordamerikas – erschienen 1882/83 – wird erstmals Winnetous Tod geschildert. Im Zusammenhang damit taucht – auch zum ersten Mal – das Gedicht Ave Maria auf und markiert den Ursprung der Old-Shatterhand-Legende.

  1. Die Railtroublers
  2. Helldorf-Settlement
  3. Am Hancock-Berg

Im fernen Westen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Winnetou und Ribanna; erste Winnetou-Darstellung aus dem Jahr 1879.
2011 Winnetou-Trilogie & Deutsche Herzen – Deutsche Helden

Dieser Band setzt mit der Titelerzählung Im fernen Westen die im vorherigen Band, Deadly Dust, begonnene Veröffentlichung jener Erzählungen fort, die May später überarbeitet in die Winnetou-Trilogie aufnahm. Dieser Text war die Grundlage für die zweite Hälfte von Winnetou II und gehört selbst zu den ältesten Buchveröffentlichungen Mays. Im fernen Westen (1879) ist eine Bearbeitung der Erzählung Old Firehand (1875) für die Jugend. Der wesentliche Unterschied besteht darin, dass Old Firehands Tochter Ellen, in die sich der Ich-Erzähler verliebt, durch einen Sohn namens Harry ausgetauscht und die Liebesbeziehung eliminiert wurde. Zu den Grundzügen des Inhalts (Beziehungen der Figuren, Brand eines Öltals, Eisenbahnüberfall, Überfall auf Old Firehands Festung) siehe hier.

Den zweiten Teil des Bandes bildet der Text Der Fürst der Bleichgesichter. Dies ist ein Ausschnitt aus dem Roman Deutsche Herzen – Deutsche Helden (1885–1888), der innerhalb der Gesammelten Werke stark bearbeitet bereits in Im Tal des Todes (Kapitel 1–6) erschienen war. Im Gegensatz zu der hier präsentierten Fassung wurden in Band 62 von Verlagsseite die Originalfiguren in jene aus den Reiseerzählungen bekannte Figuren (Winnetou, Old Firehand, Sam Hawkens, u. a.) umgewandelt, der Hauptheld Oskar Steinbach eliminiert und weitere Textveränderungen vorgenommen.

Beide Texte werden mit Nachworten von Christoph F. Lorenz zur Werkgeschichte abgeschlossen.

Verschwörung in Wien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2014 Der Weg zum Glück, Der verlorne Sohn, Frühwerk
  1. Verschwörung in Wien
  2. Aus dem Kelch des Schicksals
  3. Der Doppelgänger
  4. Die Laubtaler
  5. Im Wasserstäder
  6. Das Dukatennest
  7. Zerrissen (Fragment)
  8. Der verlorene Sohn (Fragment)
  9. In den Eiern (Fragment)
10. Der Herrgottsengel (Fragment)

Die Titelerzählung Verschwörung in Wien ist das zehnte Kapitel (Herzenskrämpfe) des Kolportageromans Der Weg zum Glück und spielt zeitlich zwischen den Bänden Der Peitschenmüller/Der Silberbauer (abgesehen vom Ende) und Das Rätsel von Miramare. In Wien kommt es zur Wiederbegegnung zwischen dem einstigen Liebespaar Murenleni und Krikelanton, die beide mittlerweile gefeierte Sänger geworden sind, aber deren Lebenswandel sich gegensätzlich entwickelt hat. Zudem gibt es ein Wiedersehen mit Fex, der für die Anerkennung seiner adligen Abstammung prozessiert. Sowohl Fex als auch Leni werden Opfer eines Verbrechens, das Wurzelsepp zusammen mit einem neuen Helden, dem Grafen von Senftenberg, aufzuklären versucht. Das Ende leitet dann zur Mädchenhändler-Episode in Triest über. Die Übergänge zwischen den vorher im Rahmen der Gesammelten Werke veröffentlichten Episoden des Kolportageromans erfolgen nicht nahtlos, da die Wien-Episode laut eigenen Angaben von Verlagsseite kaum bearbeitet wurde: Beispielsweise stammt das glückliche Ende zwischen Murenleni und Krikelanton am Ende des Silberbauer-Bandes nicht von May, der vielmehr in der Wien-Episode deren endgültigen Bruch schildert, und der Übergang zur Triest-Episode leidet durch die verlagsseitige Streichung der Paula Kellermann in Das Rätsel von Miramare.

Die Texte Aus dem Kelch des Schicksals und Der Doppelgänger enthalten Episoden aus dem Kolportageroman Der verlorne Sohn (Kapitel Ein Magdalenenhändler bzw. Gottes Strafgericht), die von Franz Kandolf umgeschrieben wurden und in den 1930er Jahren in Zeitschriften erschienen waren. In Aus dem Kelch des Schicksals wird der Buchbinder Wilhelm Heilmann, der unschuldig im Zuchthaus gesessen hat, bereits am Tag seiner Entlassung eines neuen Verbrechens beschuldigt und in Untersuchungshaft genommen. Während May dessen weiteres Schicksal offen ließ, fügte Kandolf der Episode die Aufklärung des alten und des neuen Verbrechens hinzu. Der Hauptmann einer Schmugglerbande befindet sich in Der Doppelgänger auf der Flucht und stürzt einen Deutschamerikaner, der ihm ähnlich sieht, von einem Felsen, um dessen Identität anzunehmen. Beide Episoden sind in einer späteren Verlags-Bearbeitung – teilweise unter Rückgriff auf Kandolfs Fassungen – auch im Band Der verlorene Sohn (Kapitel 1–3 bzw. 18–20) enthalten.

Bei Die Laubtaler, Im Wasserständer, Das Dukatennest und dem Fragment In den Eiern handelt es sich um Humoresken. Die erste und dritte Erzählung sind Überarbeitungen, die May an den früheren Fassungen Ausgeräuchert (Professor Vitzliputzli, 5. Erzählung) bzw. Im Seegerkasten (Der Bowie-Pater, 14. Erzählung) vornahm. Verlagsseitige Bearbeitungen der zweiten und dritten Erzählung liegen im Band Professor Vitzliputzli (Erzählung 7 bzw. 13) vor. Zu den Erzgebirgischen Dorfgeschichten gehören die beiden Fragmente Der verlorene Sohn und Der Herrgottsengel. Während das erste Fragment mit dem ähnlich lautenden Kolportageroman nichts zu tun hat, handelt es sich bei dem zweiten um den abweichenden Beginn der gleichnamigen Dorfgeschichte aus dem Band Der Waldschwarze. Ebenfalls zum Frühwerk gehört Zerrissen, eine Sammlung an Skizzen, die teilweise mit der Posse Die Pantoffelmühle in Zusammenhang stehen.

Der Sammelband wird durch Kommentare Christoph F. Lorenz zu den Entstehungsumständen und literarischen Hintergründen der Texte ergänzt.

Briefwechsel mit Friedrich Ernst Fehsenfeld I[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2007 Briefwechsel

Der Band enthält den Briefwechsel zwischen Karl May, Felix Krais und Friedrich Ernst Fehsenfeld in den Jahren von 1891 bis 1906.

Der Verleger Fehsenfeld war Mitbegründer des Karl-May-Verlags. Er trat 1891 an Karl May heran, nachdem er eine Erzählung von ihm gelesen hatte. Er empfahl ihm, die Erzählungen aus ihrer Zerstückelung in den Zeitschriften herauszuholen, sie in Bücher zu fassen und sie so der Jugend und dem ganzen deutschen Volke zu schenken.

Briefwechsel mit Friedrich Ernst Fehsenfeld II[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2008 Briefwechsel

Der Band enthält den Briefwechsel zwischen Karl May, Felix Krais und Friedrich Ernst Fehsenfeld in den Jahren von 1907 bis 1912.

Briefwechsel mit Sascha Schneider[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sascha Schneider (r.) mit Karl May, 1904
2009 Briefwechsel

In diesem Band stellt sich die Freundschaft zwischen Karl May und dem Künstler Sascha Schneider (1870–1927) dar. Die Briefe stammen aus dem Zeitraum 1903 bis 1910. Anschließend folgt der Briefwechsel mit Klara May nach Mays Tod bis 1927. Der Anhang enthält das Vorwort von Johannes Werner und eine Besprechung von Paul Kühn zu Sascha Schneider – Titelzeichnungen zu den Werken Karl Mays aus dem Jahre 1905. Abbildungen der Titelzeichnungen und weiterer Schneider'scher Werke sind eingestreut.

Briefwechsel mit Joseph Kürschner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Joseph Kürschner
2013 Briefwechsel

Die chronologisch angeordneten Briefe dieses Bandes lassen sich drei Gruppen zuordnen:

  • Briefwechsel mit dem Herausgeber Joseph Kürschner von 1882 bis 1897 bezüglich Mays Mitarbeit an den Blättern Vom Fels zum Meer und Illustrirte Welt sowie an anderen Projekten (dazu im Anhang Kürschners Aufruf: An Deutschlands Schriftstellerwelt, 1884)
  • Briefwechsel zwischen Kürschner, dem Verleger Hermann Zieger und Hugo Fritzsche aus dem Jahr 1901 über den Sammelband China. Schilderungen aus Leben und Geschichte, Krieg und Sieg (1901), über Mays Reiseerzählung Et in terra pax, die den Großteil der belletristischen Abteilung des China-Buches ausmacht, und über die von Ferdinand Lindner für Mays Erzählung geschaffenen Illustrationen (dazu im Anhang Mays Gleichnis für Zieger, der Prospekt für China und Kürschners Vorwort der Buchausgabe, jeweils 1901)

Der Briefband wird mit einem umfassenden Vorwort von Hartmut Vollmer eingeleitet. Der Anhang enthält zudem Nachruf und Erinnerung anlässlich Kürschners Tod 1902.

Sonderbände[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Reihe der Gesammelten Werke (und Briefe) wird seit 1997 von Sonderbänden ergänzt. Ihr Erscheinungsbild entspricht jenem der Grünen Bände, kann aber in Farbe (blau statt grün) und Größe (Großbände) abweichen. Die bisher erschienen Bände können grob folgenden Themen zugeordnet werden:

  • Biographien & Chroniken: Karl-May-Chronik (5 Bde. + Begleitbuch, Dieter Sudhoff & Hans-Dieter Steinmetz), Karl May und seine Zeit (Gerhard Klußmeier & Hainer Plaul), Winnetous Blutsbruder (Christian Heermann), 365 Tage Karl May (Hans-Dieter Steinmetz)
  • Aspekte zu Leben und Werk: Im Reiche des roten Adlers (Anton Haider), Karl May auf sächsischen Pfaden (Christian Heermann), Karl Mays Friedenswege (Holger Kuße), Karl May und die Musik (mit CD, Hartmut Kühne & Christoph F. Lorenz), Nscho-tschi und ihre Schwestern (Katharina Maier), Old Shatterhand vor Gericht (Jürgen Seul), Zwischen Himmel und Hölle (Dieter Sudhoff / Christoph F. Lorenz)
  • Orte in Leben und Werk: Auf Karl Mays Fährte (Reinhard F. Gusky, Willi Olbrich, Roderich Haug & Falk Klinnert), Auf Winnetous Spuren (Thomas Jeier), Karl-May-Atlas (Hans-Henning Gerlach), Mit Kara Ben Nemsi durch den Orient (Karlheinz Eckardt)
  • Buchausgaben & Illustrationen: Carl Lindeberg (Stefan Schmatz & Friedhelm Spürkel), Der geschliffene Diamant (Lothar Schmid & Bernhard Schmid), Karl-May-Bibliografie 1913–1945 (Wolfgang Hermesmeier & Stefan Schmatz), Traumwelten – Bilder zum Werk Karl Mays (3 Bde., Wolfgang Hermesmeier & Stefan Schmatz)
  • Thematische Sammelbände mit May-Texten: An der Quelle des Löwen (Jagd), Auf Tod oder Leben (Kampf), Chronik eines Weltläufers (Hans Imgram, chronologisierte Anordnung von May-Texten), Durchs wilde Lukullistan (Essen & Trinken), Ein Lesebuch, Erkämpftes Glück (Liebe), Mein Hengst Rih, Der Riesenochsenfrosch (Humor), Unter Volldampf (Eisenbahn)
  • Fremdsprachige Ausgaben: Vinnetv Tomus Tertius (Latein, Johannes Linnarz)
  • Film, Bühne und andere Adaptionen: Figurenwelten nach Karl-May (Malte Ristau & Wolfgang Willmann), Ich war Winnetous Schwester (Marie Versini), Karl-May-Filmbildgeschichten (Michael Petzel), Karl-May-Filmbuch (Michael Petzel), Karl-May-Stars (Michael Petzel)
  • Vorgeschichten & Fortsetzungen: Fürst und Junker (3 Bde., Friedrich Axmann, redigiert von Karl May, Vorgeschichte zu Der beiden Quitzows letzte Fahrten), Hadschi Halef Omar (Jörg Kastner, Prequel zum Orientzyklus), Die Schatten des Schah-in-Schah (Heinz Grill, alternative Fortsetzung zu Im Reiche des silbernen Löwen I-II), Die Verschwörung der Schatten (Otto Eicke, alternative Fortsetzung zu Im Reiche des silbernen Löwen I-II)
  • Sammelbände zu May-verwandten Themen: Die blaue Schlange (Karl-May-Geschichten), Karl May in Hohenstein-Ernstthal 1921–1942 (Hans-Dieter Steinmetz, Wirkungsgeschichte, Briefe), Winnetous rote Brüder (klassische Indianergeschichten)

Im Folgenden sind Sonderbände mit solchen May-Texten aufgeführt, die nicht bereits in der Hauptreihe erschienen sind:

Im Reiche des roten Adlers[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Brief Karl Mays an Leopold Gheri
2006 Briefwechsel Untertitel: Karl May und Tirol von Anton Haider

Dieser Band dokumentiert Mays Beziehungen zu Tirol und enthält

  • Briefwechsel mit Gräfin Anna Jankovics von 1894 bis 1907: eine freundschaftliche Beziehung mit einer Leserin
  • Briefwechsel mit Marie und Henriette Schrott von 1902 bis 1913 u. a. bezüglich der Trennung von Mays erster Ehefrau Emma, die im Hotel Penegal der Familie Schrott vollzogen wurde, und den Nachwehen der Scheidung (mit Briefen an und von Klara May)
  • Briefwechsel mit dem Redakteur Leopold Gheri von 1902 bis 1911, der sich während der Presseangriffe für May einsetzte und in Der Kunstfreund Mays Briefe über Kunst (1906/07) veröffentlichte (mit Briefen an und von Klara May)

Die Beziehungen zu den Briefpartnern, diese selbst und das Ehedrama auf der Mendel werden ausführlich beleuchtet. Überdies enthält der Band Gheris (Verteidigungs-)Schriften über May, einen Briefwechsel (1928–1937), in dem Gheri über seine Erinnerungen an May berichtet, sowie Beispiele aus dessen eigenem dichterischen Schaffen.

Karl May und die Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1999 Ernste Klänge & Nachlass

Dieser Band widmet sich Mays musikalischem Werk ebenso wie der Bedeutung der Musik in Mays Leben und in der Rezeption. Dem Buch liegt eine CD mit Einspielungen ausgewählter Kompositionen sowie Beiträgen aus der Rezeption bei.

Manuskript von Vergiß mich nicht
  • Kompositionen (mit Einführung und Kommentierung von Hartmut Kühne):
  1. An die Sterne
  2. Ave Maria der Gondolieri am Traghetto della Salute
  3. Nottourne
  4. Wanderlied (auf beiligender CD enthalten)
  5. Serenade
  6. Warnung
  7. Ständchen
  8. Weihnachts-Cantate
  9. Oster-Cantate (Partitur des Chorals)
  10. Vaterunser (ohne Partitur)
  11. Ständchen aus „Die Pantoffelmühle“ (auf beiligender CD enthalten)
  12. Ave Maria, 1. Fassung für Männerchor in Es-Dur
  13. Vergiß mich nicht (auf beiligender CD enthalten)
  14. Ave Maria, 2. Fassung für gemischten Chor in B-Dur (auf beiligender CD enthalten)
  15. Nun gehst du hin in Frieden (auf beiligender CD enthalten)
  16. Ich fragte zu den Sternen (ohne Partitur)
  17. Eingangschor aus „Die Pantoffelmühle“ (auf beiligender CD enthalten)
  18. Aennchens Lied aus „Die Pantoffelmühle“
  19. Der Jesuit aus „Die Pantoffelmühle“
  20. Blind und doch sehend (auf beiligender CD enthalten)
  • „Die Pantoffelmühle“. Posse mit Gesang und Tanz in acht Bildern (mit Einführung von Christoph F. Lorenz)

Weitere Beiträge:

  • Karl Mays musikalisches Leben und Streben (von Hartmut Kühne)
  • Die Barden des Hakawati – Musik um, für und an Karl May (von Christoph F. Lorenz)
  • Kleine Archäologie der Karl-May-Musiken (von Michael Petzel)

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gert Ueding (Hrsg.): Karl-May-Handbuch. Königshausen & Neumann, Würzburg 2001. ISBN 3-8260-1813-3 (ausführliches Handbuch)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wikisource: Karl May’s Gesammelte Werke – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Lothar und Bernhard Schmid (Hrsg.): Der geschliffene Diamant. Karl-May-Verlag 2003, ISBN 3-7802-0160-7, S. 445 f