Karl Philberth

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Karl Friedrich Philberth (* 5. November 1929 in Neustadt bei Coburg) ist ein deutscher Theologe, Physiker und Sachbuchautor.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Philberth wurde als Sohn von Josef Philberth und seiner Frau Klara (geb. Wolf) geboren. Er studierte an der Universität München, wo er 1956 als Diplomgeograf abschloss. 1961 wurde er an der Universität Paris promoviert. Er war der jüngere Bruder von Bernhard Philberth, mit dem er auch wissenschaftlich eng zusammenarbeitete und mit dem er unter anderen das Buch Das All – Physik des Kosmos verfasste.

In seinen Büchern behandelt er das Verhältnis zwischen Physik und christlichem Glauben.[1] Er erhielt zahlreiche Patente, unter anderen für eine spezielle Bauform eines Transformators (1982, gemeinsam mit Bernhard Philberth)[2], und er entwickelte eine Sonde zur Erkundung von Eisschilden, der er selbst die Bezeichnung Philbert-Sonde (Philberth Probe) gab. Das Cold Regions Research and Engineering Laboratory (CRREL) bezeichnete diesen Bohrer als bedeutende Entwicklung bei der Erforschung von thermischen Energiehaushalten in polaren Eisschilden. Zwei Bohrungen mit Philbert-Sonden, die 60 m und 259 m Tiefe erreichten, wurden 1965 und 1966 vom CRREL bei Camp Century in Grönland niedergebracht. Während der zweiten Internationalen Glaziologischen Grönlandexpedition (EGIG) (1967/68) erreichten Bohrungen mit Philberth-Sonden auf der Station Jarl-Joset 230 m und 1000 m Tiefe und führten zu neuen technischen und wissenschaftlichen Erkenntnissen.[3][4]

Am 3. Juli 1972 wurde er zusammen mit seinem Bruder Bernhard durch Bischof Rudolf Graber in Regensburg zum katholischen Priester geweiht.[5]

1976 bis 1978 Publikationen über die Einlagerung von radioaktivem Abfall in geologische Eis-Schichten, nach langjährigen Arbeiten über den Wärmehaushalt in Eisschichten und noch früheren Arbeiten seines Bruders über radioaktiven Abfall in Eis ab 1958

1986 Gründung der PH-Stiftung gemeinsam mit seinem Bruder Bernhard um Kollege-Studenten auf den Philippinen zu fördern

1990 war er Gastprofessor für philosophische Gegenwartsfragen an der philosophisch-theologischen Hochschule Heiligenkreuz in Österreich.[5]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das All – Physik des Kosmos. 2. Auflage. Christiana, Stein am Rhein, 1994, ISBN 3-7171-0821-2. (mit Bernhard Philberth)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Orbis geographicus: Adressar géographique du monde. World directory of geography. Geographisches Weltadressbuch, Teil 2. International Geographical Union, International Cartographic Association, F. Steiner, Wiesbaden, 1967, S. 138

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Karl Philbert: Vom Buddhismus zum Glauben. Auf: www.vision2000.at
  2. Core lamination for shell-type cores, particularly for transformers, United States Patent 4365224. Publiziert 21. Dezember 1982.
  3. Self-contained thermal probes for remote measurements within an icesheet (PDF; 254 kB) H. AAmot
  4. Karl Philberth: Die thermische Tiefbohrung in Station Jarl-Joset und ihre theoretische Auswertung. In: Polarforschung, Nr. 54, 1984, S. 43–49
  5. a b Philbert-Biografien