Karl Schuke Berliner Orgelbauwerkstatt
| Karl Schuke Berliner Orgelbauwerkstatt | |
|---|---|
| Rechtsform | GmbH |
| Gründung | 1950 |
| Sitz | Berlin, Deutschland |
| Branche | Musikinstrumentenbau |
| Website | www.schuke-berlin.de |
Die Karl Schuke Berliner Orgelbauwerkstatt GmbH ist ein deutsches Orgelbauunternehmen aus Berlin.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Karl Schuke Berliner Orgelbauwerkstatt GmbH ist ein deutsches Orgelbauunternehmen mit Sitz in Berlin. Die Geschichte des Unternehmens reicht bis in das frühe 19. Jahrhundert zurück und ist eng mit der Entwicklung des deutschen Orgelbaus verbunden. Über viele Generationen hinweg wurde die Entwicklung der Werkstatt von Orgelbauern und Persönlichkeiten aus dem unmittelbaren familiären Umfeld geprägt. Bis heute versteht sich das Unternehmen als in familiärer Tradition stehend und sieht die Kontinuität seiner handwerklichen und kulturellen Werte als wesentlichen Bestandteil seiner Identität.[1]
Die Ursprünge der Werkstatt gehen auf den Orgelbaumeister Gottlieb Heise zurück, der im Jahr 1820 in Potsdam eine Orgelbauwerkstatt gründete. Nach seinem Tod wurde das Unternehmen zunächst von Carl Ludwig Gesell und später von dessen Sohn Carl Eduard Gesell weitergeführt. Im Jahr 1894 übernahm Alexander Schuke als Schüler Carl Eduard Gesells die Werkstatt und entwickelte sie zur Alexander Schuke Orgelbauanstalt Potsdam weiter. Unter seiner Leitung entstanden zahlreiche Orgeln im In- und Ausland.
Nach dem Tod Alexander Schukes im Jahr 1933 übernahmen seine Söhne Hans-Joachim Schuke und Karl Schuke gemeinsam die Leitung des Unternehmens.[2] Während der Zeit der Orgelbewegung widmeten sich die Brüder verstärkt dem Bau mechanischer Schleifladenorgeln und orientierten sich an einer neuentdeckten barocken Klangauffassung. Bereits in dieser Zeit entwickelte sich das Unternehmen zu einer überregional bekannten Werkstatt des deutschen Orgelbaus.
Vor dem Hintergrund der politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen der Nachkriegszeit entschieden sich die Brüder Schuke im Jahr 1950, zusätzlich zur Potsdamer Werkstatt einen weiteren Standort im Westteil Berlins aufzubauen.[3] Ziel war es, die Zukunft des Unternehmens auch unter den Bedingungen der deutschen Teilung langfristig abzusichern. Die Berliner Werkstatt entstand zunächst als Zweitbetrieb der Potsdamer Werkstatt.[2]
1953 übernahm Karl Schuke die Leitung des Berliner Standortes, aus dem später die eigenständige Karl Schuke Berliner Orgelbauwerkstatt hervorging.[2] Während die Potsdamer Werkstatt im Zuge der politischen Entwicklungen in der DDR später verstaatlicht wurde, blieb die Berliner Werkstatt unter Karl Schuke in Familienhand bestehen. Bis 1966 arbeitete das Unternehmen in einer ehemaligen Tischlerei in Berlin-Lichterfelde. Im selben Jahr wurde ein neues Werkstattgebäude in Berlin-Zehlendorf errichtet, das bis heute Unternehmensstandort ist.
Karl Schuke prägte die Werkstatt über Jahrzehnte hinweg sowohl handwerklich als auch klanglich und künstlerisch. Sein Wirken stand für die Verbindung traditioneller Handwerkskunst mit einer konsequent an Raum, Musik und Klang orientierten Orgelgestaltung. Bereits früh setzte er sich für die Rückkehr zu mechanischen Schleifladenorgeln und einer historisch orientierten Bauweise ein. Unter seiner Leitung entstanden zahlreiche Neubauten, Restaurierungen und internationale Projekte.[4]
1976 übertrug Schuke die Leitung einem Mitarbeiterteam (bis 1994).[5] In den folgenden Jahrzehnten entwickelte sich die Werkstatt zu einem international tätigen Unternehmen des Orgelbaus.[2] Schuke-Orgeln entstanden unter anderem für Kirchen, Konzertsäle, Hochschulen, Rundfunkanstalten und kulturelle Einrichtungen im In- und Ausland.[6] Internationale Aufmerksamkeit erhielt die Werkstatt unter anderem durch Projekte in Japan, Korea, Australien, Island, Israel und den Vereinigten Staaten.[7] Weitere internationale Projekte entstanden unter anderem in Fukui und Daegu.[8] Besonders bekannt wurde das Unternehmen durch Projekte für die Berliner Philharmonie.[9]
Berichte und Veröffentlichungen dokumentierten die Arbeit der Werkstatt über viele Jahrzehnte hinweg und beschrieben sowohl die handwerkliche Fertigung als auch die internationale Bedeutung der Instrumente. Zahlreiche Veröffentlichungen thematisierten die besondere Verbindung aus traditioneller Handarbeit, technischer Präzision und klanglicher Individualität der Instrumente. Dabei wurden sowohl die Werkstatt selbst als auch ihre Orgelbauer und Mitarbeiter wiederholt Gegenstand regionaler und überregionaler Berichterstattung. Dokumentiert wurden unter anderem die Fertigung großer Konzertorgeln, Restaurierungen historischer Instrumente, internationale Projekte sowie die handwerklichen Arbeitsabläufe innerhalb der Werkstatt. Neben seiner praktischen Tätigkeit veröffentlichte der langjährige Mitarbeiter und Orgelbauer Ernst Bittcher (* 1928) Beiträge zur Orgelgestaltung, zu historischen Gehäuseformen und zur Entwicklung des modernen Orgelbaus.[10]
Darüber hinaus prägten verschiedene Persönlichkeiten die Entwicklung des Unternehmens über mehrere Generationen hinweg. Neben Karl Schuke gehörten hierzu unter anderem langjährige Mitarbeiter, Konstrukteure, Intonateure und Orgelbauer, die teilweise über Jahrzehnte hinweg an der Entwicklung und Umsetzung bedeutender Projekte beteiligt waren.
Nach dem Tod Karl Schukes entschieden sich seine Kinder, die das Unternehmen geerbt hatten, die Leitungspositionen zum langfristigen Erhalt der Werkstatt nicht mehr innerhalb der Familie zu besetzen, sondern Persönlichkeiten einzusetzen, die sich durch fachliche Kompetenz und handwerkliche Erfahrung ausgezeichnet hatten.[11] So übernahm der Orgelbauer Martin Schwarz ab 2011 die Leitung der Werkstatt.[12]
Neben Neubauten widmete sich die Werkstatt der Restaurierung historischer Instrumente. Dabei spielte die Auseinandersetzung mit historischen Gehäuseformen, Prospektgestaltungen und traditionellen Windladensystemen eine wichtige Rolle.[13] Das Unternehmen realisierte Projekte für Kirchen, Hochschulen und Konzertsäle unterschiedlicher Größenordnungen.[14]
Im Jahr 2025 übergab die Familie Schuke das Unternehmen an neue Eigentümer. Ziel dieser Entscheidung war es, die handwerkliche, kulturelle und wirtschaftliche Kontinuität der Werkstatt dauerhaft zu gewährleisten. Die Familie Schuke bleibt dem Unternehmen bis heute eng verbunden und begleitet dessen Entwicklung als Teil des Beirates des Unternehmens.
Mit ihrer Verbindung aus traditioneller Handwerkskunst, langjähriger Erfahrung und internationaler Projekttätigkeit zählt die Karl Schuke Berliner Orgelbauwerkstatt zu den bekannten deutschen Orgelbauunternehmen der Nachkriegszeit.
Werkliste (Auswahl)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Orgeln der Karl Schuke Berliner Orgelbauwerkstatt GmbH werden mittlerweile in der ganzen Welt gespielt. Bis zum Ausscheiden aus der Alexander Schuke Potsdam Orgelbauanstalt im Dezember 1952 war Karl Schuke auch dort maßgeblich beteiligt an Bestandsaufnahmen, Reparaturen, Wiederaufbauten zerstörter Orgeln und zahlreichen Neubauten. Zu seinen Arbeiten in Deutschland gehören unter anderem die nachfolgend aufgeführten.
In der sechsten Spalte der Tabelle bezeichnet die römische Zahl die Anzahl der Manuale, ein großes „P“ ein selbstständiges Pedal, ein kleines „p“ ein nur angehängtes Pedal und die arabische Zahl in der siebten Spalte die Anzahl der klingenden Register.
| Jahr | Opus | Ort | Gebäude | Bild | Manuale | Register | Bemerkungen |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1949 | Strasburg (Uckermark) | St. Marien | II/P | 28 | im Gehäuse und m. Pedalregistern von Kaltschmidt 1849, Umdisponierung 1973 durch Fahlberg | ||
| 1955 | 20 | Wadern | Evangelische Kirche | I/P | 7 | ||
| 1955/58 | 27 | Berlin-Schöneberg | Dorfkirche Alt-Schöneberg | II/P | 15 | → Orgel | |
| 1956 | 29 | Düsseldorf-Holthausen | Klarenbachkirche | III/P | 40 | → Orgel | |
| 1956 | 31 | Berlin-Lichterfelde | Dorfkirche Giesensdorf | I/P | 4 | → Orgel | |
| 1956 | 37 | Berlin-Wedding | Himmelfahrtskirche |
|
I/P | 5 | Interimsorgel, 1960 verkauft und durch Neubau selbiger Firma ersetzt |
| 1956 | 40 | Berlin-Lankwitz | Dorfkirche | I/P | 6 | → Orgel | |
| 1957 | 43 | Berlin-Kreuzberg | St. Thomas (Chororgel) | I/P | 6 | Das Instrument stand vorher im Gemeindehaus und wurde 1958 als Chororgel in der Kirche aufgestellt; geteilte Schleifen. → Orgel | |
| 1957–1958 | 47 | Berlin-Hansaviertel | St. Ansgar | III/P | 31 | 2008 Restaurierung durch Friedrich Fleiter → Orgel | |
| 1957 | 50 | Berlin-Schmargendorf | Evangelische Kreuzkirche | II/P | 17 | → Orgel | |
| 1958 | 54 | Berlin-Rudow | Dorfkirche Rudow | II/P | 19 | → Orgel | |
| 1958 | 55 | Berlin-Schöneberg | Kirche zum Heilsbronnen | III/P | 42 | ||
| 1958 | 63 | Emden | Neue Kirche (Emden) | II/P | 20 | mit Kupferpfeifen im Pedalprospekt | |
| 1958 | 66 | Berlin-Kreuzberg | Ölbergkirche (Kreuzberg) | II/P | 12 | ||
| 1958 | 68 | Berlin-Schöneberg | Nathanaelkirche | III/P | 32 | → Orgel | |
| 1955–1959 | 70 | Mülheim an der Ruhr | Petrikirche | IV/P | 59 | Disposition Siegfried Reda, Denkmalschutz, 2001 saniert[15]→Orgel | |
| 1959 | 84 | Saarbrücken | Schlosskirche | III/P | 33 | neobarocke Disposition | |
| 1960 | 88 | Berlin-Wedding | Himmelfahrtskirche | II/P | 18 | →Orgel | |
| 1960 | 90 | Greetsiel | Greetsieler Kirche | I/p | 6 | Hinter historischem Prospekt von Johann Friedrich Constabel (1738) | |
| 1961 | 91 | Berlin-Lichterfelde | Martin-Luther-Kirche | II/P | 23 | → Orgel | |
| 1960 | 92 | Düsseldorf-Wersten | Stephanuskirche | III/P | 30 | → Orgel | |
| 1960 | 94 | Berlin-Lichterfelde | Pauluskirche | III/P | 34 | → Orgel | |
| 1961 | 104 | Berlin-Wilmersdorf | Schwedische Kirche | II/P | 11 | →Orgel | |
| 1961 | 109 | Frankfurt-Sachsenhausen | Dreikönigskirche | III/P | 48 | Disposition von Helmut Walcha | |
| 1962 | 114 | Braunschweig | Braunschweiger Dom | IV/P | 55 | → Orgel | |
| 1962 | Hannover | Reformierte Kirche | II/P | 15 | →Orgel | ||
| 1962 | 116 | Trier | Konstantinbasilika | II/P | 30 | → Orgel | |
| 1962 | 118 | Hamburg-Wellingsbüttel | Lutherkirche | III/P | 37 | ||
| 1958–1962 | 119 | Berlin-Charlottenburg | Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche | IV/P | 62 | seit 1985 mehrfach umgebaut → Orgel
2018 Erweiterung mit Midi-Synthesizer und digitalen Registern[16] | |
| 1963 | 136 | Berlin-Moabit | Erlöserkirche | II/P | 23 | → Orgel | |
| 1964 | 141 | München | Maria vom Guten Rat | II/P | 26 | → Orgel | |
| 1964 | 143 | Berlin-Charlottenburg | Kirche am Lietzensee | III/P | 34 | → Orgel | |
| 1964 | 153 | Berlin-Charlottenburg | Kapelle der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche | I/P | 5 | →Orgel | |
| 1964 | 155 | Berlin-Friedenau | Philippus-Kirche | II/P | 18 | → Orgel | |
| 1965 | 167 | Bunde | Reformierte Kirche | II/P | 23 | Hinter historischem Prospekt von Hinrich Just Müller (1793)
→ Orgel | |
| 1965 | 174 | Hürth-Efferen | Friedenskirche (Hürth) | II/P | 8 | ||
| 1965 | 184 | Berlin-Tiergarten | Berliner Philharmonie | IV/P | 72 | 1992 Renovierung und Überarbeitung; 2008 Reinigung und Überarbeitung nach dem Brand; 2011 neuer, fahrbarer Spieltisch | |
| 1966 | 192 | Berlin-Buckow | Gemeindezentrum Neu-Buckow | II/P | 12 | 1993 auf II/13 erweitert, 2014 überholt → Orgel | |
| 1966 | 196 | Ratingen | Evang. Stadtkirche | II/P | 25 | → Orgel | |
| 1967 | 204 | Wuppertal | Immanuelskirche | IV/P | 54 | → Orgel | |
| 1967 | 205 | Darmstadt-Kranichstein | Schlosskapelle | I | 5 | ||
| 1967 | 206 | Düsseldorf-Benrath | Dankeskirche | II/P | 23 | überholt 2002 → Orgel | |
| 1967 | 207 | Düsseldorf-Grafenberg | Melanchthonkirche | IV/P | 50 | → Orgel | |
| 1968 | 218 | Essen | Kreuzeskirche | IV/P | 70 | überholt 2015 → Orgel | |
| 1968 | 220 | Essen-Rellinghausen | Ev. Kirche | IV/P | 41 | ||
| 1968 | 229 | Berlin-Friedenau | Zum Guten Hirten | III/P | 42 | 1972 erweitert auf 42 Register durch die Erbauerfirma, 2013 Einbau Setzeranlage, Orgel | |
| 1968 | 230 | Berlin-Charlottenburg | Eosander-Kapelle im Schloss Charlottenburg | II/P | 26 | ||
| 1968 | 232 | Bad Oeynhausen-Rehme | Laurentiuskirche | II/P | 21 | ||
| 1969 | 237 | Düsseldorf-Hassels | Anbetungskirche | II/P | 23 | 2022 abgebaut zugunsten eines elektronischen Instruments → Orgel | |
| 1969 | 238 | Ohmstede | Ohmsteder Kirche | II/P | 27 | Disposition von Karl Schuke und Landeskirchenmusikdirektor Artur Kalkoff[17] | |
| 1969 | 244 | Darmstadt | Pauluskirche | IV/P | 55 | 2013 von ursprünglich 53 auf 55 Register und um Setzeranlage erweitert | |
| 1970 | 249 | Berlin-Schöneberg | St. Norbert | III/P | 27 | →Orgel | |
| 1970 | Essen-Heidhausen | Jonakirche | II/P | 21 | überholt 2023 → Orgel | ||
| 1970 | 260 | Goslar | Marktkirche St. Cosmas und Damian | III/P | 37 | 2012 von Orgelbauern Hartwig und Tilmann Späth (Freiburg) umgebaut, renoviert und auf IV/P/58 erweitert.→ Orgel | |
| 1971 | 267 | Nachrodt-Wiblingwerde | Evangelische Kirche Nachrodt | II/P | 19 | → Orgel | |
| 1971 | 270 | Berlin-Neukölln-Britz | Hephatakirche | II/P | 15 | Beitrag zur Orgel | |
| 1972 | 273 | Hagen | Matthäuskirche | II/P | 27 | Prospektentwurf von Peter Grote | |
| 1973 | Hannover | Hochschule für Musik, Theater und Medien, Raum E33 | II/P | 15 | → Orgel | ||
| 1975 | 311 | Helmstedt | St. Stephani | III/P | 36 | hinter dem historischen Prospekt von David Beck (1583–1584) | |
| 1975 | 316 | Essen | Friedenskirche | II/P | 24 | mit Koppelmanual; 2004 durch den Orgelbaumeister Amadeus Junker in der Epiphanias-Kirche in Bochum mit einem neuen Prospekt wiederaufgebaut[18] | |
| 1977 | 325 | Bad Fallingbostel | St. Dionysius | II/P | 22 | ||
| 1977 | 326 | Trier | St. Matthias | III/P | 39 | ||
| 1978 | 323 | Sankt-Augustin-Hangelar | Christuskirche | II/P | 12 | am 6. März 1978 im Gemeindehaus aufgestellt, 1984 in die dann erbaute Christus-Kirche versetzt[19] | |
| 1978 | 332 | Varel | Schlosskirche | III/P | 47 | Unter Verwendung des Gehäuses von Philipp Furtwängler (1861)[20] | |
| 1978 | Borby | Kirche Borby | II/P | 20 | mit Pfeifenmaterial aus der Vorgängerorgel, 2001 renoviert und umintoniert, Orgel | ||
| 1981 | 357 | Frankfurt am Main | Alte Oper | III/P | 60 | 2010 Überarbeitung | |
| 1985 | 405 | Reykjavík | Domkirche | III/P | 33 | ||
| 1986 | 408 | Würzburg | Neubaukirche, Aula der Universität | IV/P | 64 | ||
| 1988 | 431 | Schopfheim | Evangelische Stadtkirche | II/P | 34 | 1999 Neuaufbau nach Kirchenbrand → Orgel | |
| 1988 | 439 | München | Hochschule für Musik und Theater, Unterrichtsraum A26 | III/P | 38 | → Orgel | |
| 1989 | 446 | Detwang | St. Peter und Paul | II/P | 17 | 1.188 Pfeifen | |
| 1989 | 448 | Münster | St. Lamberti | IV/P | 55 | ||
| 1989 | 450 | Coburg | Morizkirche | III/P | 54 | Unter Verwendung des historischen Prospekts und der vier verbliebenen Register von Wolfgang-Heinrich Daum (1740) → Orgel | |
| 1990 | 454 | Frankfurt-Schwanheim | Martinuskirche | II/P | 21 | Gefertigt nach einer Disposition des Kantors M.H. Hoffmann; der Prospekt gleicht dem der Vorgängerorgel von 1928 des Orgelbauers Weigle und berücksichtigt das Rundfenster in der Giebelwand | |
| 1991 | Bayreuth | Schlosskirche | III/P | 47 | 2019 Generalüberholung durch Schuke | ||
| 1991 | Berlin-Frohnau | Johanneskirche | III/P | 40 | Übernahme von 23 Registern des Vorgängerinstruments (A. Schuke 1936, op. 156) → Orgel | ||
| 1992 | 473 | Würzburg | Unsere Liebe Frau | III/P | 45 | ||
| 1994 | Schlüchtern | Stadtkirche St. Michael | III/P | 37 | |||
| 1994 | 482 | Schöningen | St. Vincenz | III/P | 33 | Neubau hinter historischem Hauptwerkprospekt von Jonas Weigel/Johann Friedrich Besser (1658); Rekonstruktion des Rückpositivs | |
| 1995 | 492 | Hamburg-Niendorf | Kirche am Markt | II/P | 29 | Hinter historischem Prospekt von Johann Daniel Busch (1770) | |
| 1996 | 500 | München | Zu den heiligen zwölf Aposteln | II/P | 38 | → Orgel | |
| 1996 | 501 | Frankfurt-Praunheim | Auferstehungskirche | II/P | 17 | ||
| 1997 | Naila | Stadtkirche | II/P | 36 | → Orgel | ||
| 1997 | 506 | Weißenohe | St. Bonifatius | II/P | 23 | Hinter historischem Prospekt (1724) | |
| 1998 | 515 | Berlin-Baumschulenweg | Krematorium, Große Feierhalle | II/P | 12 | → Orgel | |
| 1999 | 518 | Bielefeld | Zionskirche Bethel | III/P | 45 | 2018 durch Schuke Austausch eines Registers | |
| 1999 | 520 | Berlin-Britz | Dorfkirche Britz | II/P | 16 | → Orgel | |
| 2000 | 522 | Bundang (Südkorea) | Kath. Kirche St. John Parish | IV/P | 65 | ||
| 2002 | 535 | Gelsenkirchen | Evangelische Altstadtkirche |
|
III/P | 45 | Vox humana 8′ in eigenem Schwellwerkkasten |
| 2002 | 537 | Krakau | Musikakademie Krakau | III/P | 29 | ||
| 2003 | 542 | Denver (USA) | Lamont School of Music, Denver University | III/P | 40 | ||
| 2004 | 544 | Fukui (Japan) | Harmony Hall | IV/P | 70 | ||
| 2004 | 546 | Fulda | St. Bonifatius | II/P | 31 | ||
| 2005 | 550 | Luxemburg | Philharmonie Luxembourg |
|
IV/P | 82 | |
| 2008 | Hermannsburg | Große Kreuzkirche Hermannsburg | II/P | 31 | 1967 ursprünglich für eine Essener Kirche gebaut. 2008 in Hermannsburg eingebaut, um ein Register erweitert und neu intoniert. | ||
| 2008 | 554 | Frankfurt-Bornheim | Johanniskirche | II/P | 32 | Unter Verwendung des Prospekts und 4 Registern von Walcker (1874) | |
| 2009 | 555 | Trondheim | Strinda kirke | III/P | 39 | ||
| 2010 | Oslo | Pauluskirche | IV/P | 65 | Unter Verwendung von erhaltenen Registern von Albert Hollenbach (1892; II/P/18) | ||
| 2010 | Schleswig | Schleswiger Dom | IV/P | 64 | Sanierung und Erweiterungsumbau der Orgel von Marcussen (1963; III/P/51) hinter Prospekt von 1701 | ||
| 2010 | 557 | Detmold | Heilig-Kreuz-Kirche (Hochschule für Musik Detmold) | III/P | 62 | Disposition in Tradition der deutsch-französischen Romantik | |
| 2011 | 559 | Berlin-Heiligensee | Dorfkirche | II/P | 16 | ||
| 2011–2013 | 561 | Berlin-Zehlendorf | Paulus-Kirche | III/P | 44 | In französisch-symphonischer Tradition von Aristide Cavaillé-Coll; ergänzt um einen Neubau in barockem Stil von Rowan West | |
| 2010–2012 | 567 | Kattowitz | Philharmonie Kattowitz | III/P | 36 | ||
| 2017 | 568 | Berlin-Mitte | Kapelle der Versöhnung | II/P | 9 | + 18 Extensionen und Transmissionen; „Klang der Versöhnung“: es gibt vier spezielle Register, die Musik aus den USA, England, Frankreich und Russland intonieren können, denn diese Länder waren die Besatzungsmächte in der Viersektorenstadt.
Die Orgel besitzt eine elektrische Einzeltonsteuerung für die Schleifladen→Orgel | |
| 2017 | Neubrandenburg | Marienkirche | IV/P | 70 | in Zusammenarbeit mit Johannes Klais Orgelbau → Orgel | ||
| 2022 | 577 | Kleinmachnow | Neue Kirche | II/P | 26 | mit sieben Reihen, drei Transmissionen und einem Vorabzug, elektrische Ton- und Registertraktur; Indienststellung am 2. Oktober 2022[21] |
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Uwe Pape, Wolfram Hackel, Christhard Kirchner (Hrsg.): Lexikon norddeutscher Orgelbauer. Band 4: Berlin, Brandenburg und Umgebung. Pape, Berlin 2017, ISBN 978-3-921140-06-2, S. 516–517.
- Karl Schuke Berliner Orgelbauwerkstatt (Hrsg.): Von der Freude, Orgeln zu bauen. Berlin 1972.
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Homepage
- Uwe Pape: Schuke, Karl (Ludwig). In: Ludwig Finscher (Hrsg.): Die Musik in Geschichte und Gegenwart. Zweite Ausgabe, Personenteil, Band 15 (Schoof – Stranz). Bärenreiter/Metzler, Kassel u. a. 2006, ISBN 3-7618-1135-7 (Online-Ausgabe, für Vollzugriff Abonnement erforderlich)
- Orgel-Verzeichnis Schmidt: Karl Schuke Berliner Orgelbauwerkstatt
- Organ index: Karl Schuke Berliner Orgelbauwerkstatt
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Sandra Busch: Pfeifen für 100 Jahre. In: Frankfurter Rundschau. 19. September 2008.
- 1 2 3 4 Karl Schuke Berliner Orgelbauwerkstatt (Hrsg.): Von der Freude, Orgeln zu bauen. Berlin 1972, S. 22–23.
- ↑ Uwe Pape, Wolfram Hackel, Christhard Kirchner (Hrsg.): Lexikon norddeutscher Orgelbauer. Band 4: Berlin, Brandenburg und Umgebung. Pape, Berlin 2017, ISBN 978-3-921140-06-2, S. 516.
- ↑ Piet Bron: Organ Database. Abgerufen am 29. Mai 2026.
- ↑ Uwe Pape, Wolfram Hackel, Christhard Kirchner (Hrsg.): Lexikon norddeutscher Orgelbauer. Band 4: Berlin, Brandenburg und Umgebung. Pape, Berlin 2017, ISBN 978-3-921140-06-2, S. 517.
- ↑ Karl Schuke Berliner Orgelbauwerkstatt (Hrsg.): Von der Freude, Orgeln zu bauen. Berlin 1972, S. 16–17.
- ↑ Schuke-Orgeln für die ganze Welt. In: Berliner Woche. 5. September 2012.
- ↑ Bericht über die Schuke-Orgel in Daegu. In: Daegu Ilbo. 13. Mai 1999 (koreanisch).
- ↑ Königliche Hoheit Die Orgel in der Philharmonie Berlin wird 60. Abgerufen am 28. Mai 2026.
- ↑ Karl Schuke Berliner Orgelbauwerkstatt (Hrsg.): Von der Freude, Orgeln zu bauen. Berlin 1972, S. 92–93.
- ↑ Führung Orgelbauwerkstatt Karl Schuke. Abgerufen am 28. Mai 2026.
- ↑ Altes Handwerk: Handwerkskultur made in Berlin. Abgerufen am 28. Mai 2026.
- ↑ Karl Schuke Berliner Orgelbauwerkstatt (Hrsg.): Von der Freude, Orgeln zu bauen. Berlin 1972, S. 18–21.
- ↑ Passau: Größte Domorgel der Welt wird saniert. Abgerufen am 28. Mai 2026.
- ↑ Mülheim an der Ruhr, Petrikirche. In: Organ index. Abgerufen am 29. Mai 2026.
- ↑ Berlin Charlottenburg – Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche – Orgel Verzeichnis – Orgelarchiv Schmidt.
- ↑ Wolfgang Runge: Kirchen im Oldenburger Land. Band III: Kirchenkreise Oldenburg 1 und 2. Oldenburg 1988, ISBN 3-87358-298-8, S. 322 f.
- ↑ orgel-information.de: Orgel in Essen, Friedenskirche. Abgerufen am 29. Mai 2026
- ↑ Ev. Kirchengemeinde St. Augustin und Hangelar. Abgerufen am 29. Mai 2026.
- ↑ Orgel in Varel. Abgerufen am 29. Mai 2026.
- ↑ Orgel in Kleinmachnow, Neue Kirche, abgerufen am 29. Mai 2026.































































