Karl Wilhelm Nose

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Karl Wilhelm Nose

Karl Wilhelm Nose (auch Carl; * 18. November 1753 in Braunschweig; † 22. Juni 1835 in Endenich bei Bonn) war ein deutscher Arzt und Mineraloge.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nose studierte Medizin und nach erfolgreicher Approbation ließ er sich als Arzt in Augsburg nieder. Später wechselte er im selben Beruf nach Elberfeld.

Als Privatier ließ sich Nose erst in Köln nieder, später dann für einige Zeit in Bonn. Die letzten Jahre seines Lebens verbrachte er in Endenich. Dort fand er dann auch seine letzte Ruhestätte.

Neben seinem Brotberuf interessierte sich Nose vor allem für die Naturwissenschaften. Über die Chemie kam er dann bald zur Mineralogie und veröffentlichte auf diesem Gebiet einige für die zeitgenössische Forschung wichtige Schriften. Aber auch Geographie und Geschichte fanden sein Interesse. 1808 beschrieb Nose ein Mineral vulkanischen Ursprungs, das er – da es dem Spinell ähnlich war – Spinellan nannte. Der Chemiker Martin Heinrich Klaproth nannte dieses Mineral später Nosean, zu Ehren Karl Wilhelm Noses.

1789 erstbeschrieb er Sanidin.

Ehrungen und Mitgliedschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Versuch einiger Beiträge zur Chemie, 1778
  • Abhandlung vom Mennigebrennen. Besonders in Deutschland. Lochner, Nürnberg 1779 (Digitalisat).
  • Über einige besonders gebildete Quarzdrusen. In: Schriften der Gesellschaft naturforschender Freunde zu Berlin. Bd. 8 (1788), S. 260–270 (Digitalisat).
  • Reißblei in Kupfergrün. In: Crell’s Annalen. 1788.
  • Ueber das Schiefergebirge, 1789 (mit der Erstbeschreibung von Sanidin)
  • Orographische Briefe über das Siebengebirge und die benachbarten, zum Theil vulkanischen Gegenden beyder Ufer des Niederrheins, Erster Teil, westliche Rheinseite, Frankfurt 1789, zweiter Teil, östliche Rheinseite, Frankfurt 1790.
  • Orographische Briefe an Becher über die sauerländischen Gebirge in Westfalen, 1791
  • Gründe eines Arztes, der medicinischen Praxis zu entsagen und sich über die am Krankenbette begangenen Fehler zu beruhigen. Gebhard & Körber, Frankfurt am Main 1791 (Digitalisat).
  • Beiträge zu den Vorstellungsarten über vulkanische Gegenstände, 3 Teile, 1792, 1793, 1794
  • Beschreibung einer Sammlung von meist vulkanisirten Fossilien die Déodat de Dolomieu von Malta aus nach Augsburg und Berlin versandte. Gebhard & Körber, Frankfurt am Main 1797 (Digitalisat).
  • Mineralogische Studien über die Gebirge am Niederrhein. Nach der Handschrift eines Privatisirenden herausgegeben von Johann Jakob Nöggerath. Hermann, Frankfurt am Main 1808 (Digitalisat).
  • Über die Bimssteine und deren Porphyre. Thiriaert, Köln 1819.
  • Historische Symbola, die Basalt-Genesis betreffend, 1820
  • Kritik der geologischen Theorie, besonders der von Breislak und jener ähnlichen. 2 Bde. Weber, Bonn 1821/22 (Digitalisate: Bd. 1; Bd. 2).
  • Beschluß der Kritik der bisherigen geologischen Theorie, 11834

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wikisource: Karl Wilhelm Nose – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. J. D. F. Neigebaur: Geschichte der kaiserlichen Leopoldino-Carolinischen deutschen Akademie der Naturforscher während des zweiten Jahrhunderts ihres Bestehens. Friedrich Frommann, Jena 1860, S. 234
  2. Acta Academiae Theodoro-Palatinae, Bd. 7, 1794, S. 17