Karl von Pfeufer

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Karl von Pfeufer
Marmorbüste auf dem Grab von Carl Pfeufer von Anton Hess auf dem Alten Südlichen Friedhof in München

Carl Sebastian von Pfeufer, auch Karl (von) Pfeufer (* 22. Dezember 1806 in Bamberg; † 13. September 1869 in Pertisau am Achensee), war ein deutscher Mediziner.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Carl Sebastian von Pfeufer war ein Sohn des Arztes Christian Pfeufer und studierte ab 1824 ebenfalls Medizin in Erlangen und Würzburg, wo er 1831 promoviert wurde. Anschließend war er Assistent bei Johann Lukas Schönlein und eine praktische Tätigkeit in München.

1839 wurde er als Nachfolger Schönleins zum Professor und Direktor der Medizinischen Klinik nach Zürich berufen und trat diese Stellung 1840 an. Zusammen mit seinem Freund Jakob Henle begründete er 1844 die bis 1869 erschienene "Zeitschrift für rationelle Medicin". Gemeinsam stellten sie sich die Aufgabe, physiologische und pathologische Tatsachen auf physikalische und chemische Prozesse zurückzuführen.

1844 wurde Pfeufer als Professor der Arzneimittellehre in Heidelberg Nachfolger von Theodor Bischoff (1807–1882). 1848 war er Mitglied des Vorparlaments.[1] 1852 ging er als Leiter der Zweiten Klinik nach München. Nach einer weiteren Cholera-Epidimie 1854 in München setzte sich Pfeufer für einen Lehrstuhl für Hygiene an der Universität München ein. Dieser wurde dann mit Max von Pettenkofer besetzt. Im Jahr 1858 wurde er zum Mitglied der Leopoldina gewählt.

Grabstätte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Grabstätte von Carl Pfeufer befindet sich auf dem Alten Südlichen Friedhof in München (Gräberfeld 34 – Reihe 1 – Platz 13/16) Standort. Das Grabmal mit der Steinbüste stammt von Anton Heinrich Hess.[2]

Familienmitglieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der spätere bayerische Innenminister Sigmund von Pfeufer (1824–1894) war sein jüngerer Halbbruder.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Karl von Pfeufer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bundesarchiv: Mitglieder des Vorparlaments und des Fünfzigerausschusses (PDF-Datei; 79 kB)
  2. Claudia Denk, John Ziesemer: „Kunst und Memoria, Der Alte Südliche Friedhof in München“ (2014), Grabstätte 175, S. 482