Karla Borger

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Karla Borger
2016-08-01 Olympiamannschaft Abflug by Olaf Kosinsky-45.jpg
Karla Borger 2016
Porträt
Geburtstag 22. November 1988
Geburtsort Heppenheim, Deutschland
Größe 1,80 m
Hallen-Volleyball
Vereine




–2009
2009–2012
TSV Rot-Weiß Auerbach
1. VC Wiesbaden
USC Braunschweig
Bayer 04 Leverkusen
Allianz Volley Stuttgart
TV Villingen
Beachvolleyball
Partnerin 2009 Rieke Brink-Abeler
2008, 2010–2016 Britta Büthe
2017– Margareta Kozuch
Verein MTV Stuttgart
Deutsche Rangliste Position 2[1]
Weltrangliste Position 4[2]
Erfolge
2010 - Studenten-Weltmeisterin
2011 - Siegerin Universiade
2011 - DM-Dritte
2013 - Vize-Weltmeisterin
2013 - DM-Dritte
2014 - Dritte Grand Slam Berlin
2014 - Zweite Grand Slam Gstaad
2014 - deutsche Meisterin
2015 - Siegerin Luzern Open
2016 - Dritte Grand Slam Rio
2016 - EM-Dritte
2016 - Dritte Poreč Major
2016 - Olympia-Neunte
2016 - DM-Dritte

Stand: 13. Oktober 2016

Karla Borger (* 22. November 1988 in Heppenheim) ist eine deutsche Volleyball- und Beachvolleyballspielerin. Sie gewann die Universiade und wurde 2013 Vize-Weltmeisterin. 2014 wurde sie deutsche Meisterin und 2016 nahm sie an den Olympischen Spielen teil.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

DKB-Beach-Cup 2011

Karla Borger spielte zunächst Hallenvolleyball bei TSV Rot-Weiß Auerbach, 1. VC Wiesbaden, USC Braunschweig, Bayer 04 Leverkusen und bis 2009 in der Volleyball-Bundesliga bei Allianz Volley Stuttgart. In der Saison 2009/10 gelang Karla Borger mit der Regionalliga-Mannschaft des TV Villingen der Aufstieg in die 2. Bundesliga, wo sie bis 2012 spielte.[3]

Als Beachvolleyballerin belegte Borger bei der Junioren-Weltmeisterschaft 2008 in Brighton mit Britta Büthe den fünften Rang. 2009 bildete sie ein Duo mit Rieke Brink-Abeler. Bei den Open-Turnieren der FIVB World Tour in Osaka und Seoul belegten Borger/Brink-Abeler jeweils den 17. Platz. Anschließend unterlagen sie bei den Grand Slams in Gstaad, Moskau, Marseille und Klagenfurt sowie den Stare Jabłonki und Barcelona Open jeweils den deutschen Konkurrentinnen in der „Country Quota“. Bei der U23-Europameisterschaft in Jantarny wurde Borger mit Julia Sude Dritte. Seit 2010 spielte Borger mit Britta Büthe. In Alanya wurde das Duo im Juni 2010 Studenten-Weltmeister.[4] Bei der U23-EM in Kos erreichten Borger/Büthe den neunten Rang. Auf der World Tour kamen sie in Phuket auf den 17. Platz. 2011 steigerte sie sich mit dem 13. Rang in Mysłowice, bevor sie beim Grand Slam in Peking als Neunte erstmals in die Top Ten kamen. Das gleiche Ergebnis schafften sie bei den Grand Slams in Gstaad und Stare Jabłonki. Außerdem gewannen sie das Challenger-Turnier in Seoul und das Masters in Niechorze. Ihren bis dahin größten Erfolg feierten Borger/Büthe jedoch bei der Universiade in Shenzhen, die sie im Finale gegen die US-Amerikanerinnen Hughes/Day gewannen.[5] Bei der deutschen Meisterschaft kamen sie auf den dritten Rang.

2012 begannen Borger/Büthe mit drei 17. Plätzen bei den Brasília und Sanya Open sowie dem Grand Slam in Shanghai. Europameisterschaft in Scheveningen kamen sie als Gruppendritte in die KO-Phase und erreichten durch einen Sieg gegen die deutschen Konkurrentinnen Sara Goller und Laura Ludwig das Viertelfinale, in dem sie sich den späteren Drittplatzierten Liliana/Baquerizo geschlagen geben mussten. Beim Grand Slam in Rom wurde sie wie bei der EM Fünfte. Als Neunte in Gstaad und Stare Jabłonki gelangen ihnen weitere Top-Ten-Ergebnisse. Die deutsche Meisterschaft beendeten sie auf dem fünften Rang.

Die Saison 2013 begannen sie mit dem 17. Platz in Fuzhou. Anschließend belegten sie den neunten Platz in Shanghai und den fünften Rang in Corrientes. Auf der nationalen Smart Beach Tour gewannen sie das Turnier in Hamburg. Bei der WM in Stare Jabłonki erreichten sie als Gruppensieger die KO-Phase und gelangten mit vier weiteren Siegen als erste Europäerinnen in ein WM-Endspiel. Dies verloren sie im Tiebreak gegen die Chinesinnen Xue Chen und Zhang Xi.[6][7] Nachdem sich Büthe verletzt hatte, trat Borger bei der EM in Klagenfurt mit Elena Kiesling an. Die Vorrunde beendeten sie hinter Laura Ludwig und Kira Walkenhorst den dritten Rang; danach besiegten sie in der ersten KO-Runde Victoria Bieneck und Julia Großner, bevor sie im Achtelfinale gegen die österreichischen Schwestern Doris und Stefanie Schwaiger ausschieden. Beim Grand Slam in Berlin wurde Borger mit Julia Sude ebenso Neunte wie in Moskau und São Paulo mit Büthe. Bei der deutschen Meisterschaft 2013 belegten Borger/Büthe den dritten Rang.

Auf der World Tour 2014 gelangen ihnen durchweg Top-Ten-Platzierungen, zunächst zwei fünfte Ränge beim Grand Slam in Shanghai und den Prag Open. Bei der EM in Quartu Sant’Elena erreichten sie als Gruppenzweite die KO-Phase. Nach zwei weiteren Siegen kam es im Viertelfinale zum deutschen Duell, das Borger/Büthe gegen Ludwig/Walkenhorst verloren. Bei den Grand Slams in Moskau und Berlin wurden sie Fünfter und Dritter. In Gstaad spielten sie in einem deutschen Finale gegen Ilka Semmler und Katrin Holtwick und mussten sich in zwei Sätzen geschlagen geben. Der Grand Slam in Den Haag war das einzige internationale Turnier in diesem Jahr, das sie nicht in den Top Ten beendeten. Es folgten neunte Plätze in Long Beach und Stare Jabłonki sowie ein fünfter Platz in Klagenfurt. Mit einem Finalsieg gegen Ludwig/Sude gewannen Borger/Büthe bei der deutschen Meisterschaft 2014 ihren ersten nationalen Titel. Danach siegten sie auch beim CEV Satellite in Stuttgart. Die internationale Saison beendeten sie mit einem neunten Platz in São Paulo. Für die Saison 2014 wurde Borger von der FIVB als „Best Server“ ausgezeichnet. [8]

Im Mai 2015 gewannen Borger/Büthe bei den Luzern Open das Finale gegen die Niederländerinnen Meppelink/van Iersel und schafften damit ihren ersten Turniersieg auf der World Tour. Nach einem 25. Rang beim Grand Slam in Moskau erreichten sie als Fünfte der Poreč und Stavanger Majors und Vierte des Grand Slams in Sankt Petersburg wieder Top-Ten-Ergebnisse. Bei der WM in den Niederlanden gelangten sie als bestes von drei punktgleichen Teams ihrer Vorrundengruppe weiter, schieden dann aber in der ersten KO-Runde gegen die Kanadierinnen Pavan/Bansley aus. Beim Gstaad Major gab es ebenfalls einen 17. Platz. Nach dem neunten Rang beim Grand Slam in Yokohama litt Borger an einer Blockade des Hüftgelenks, die sie sich beim vorherigen Grand Prix in Yokohama zugezogen hatte. Daher konnte sie mit Britta Büthe nicht mehr zum letzten Vorrundenspiel antreten. Die Europameisterschaft war damit für das deutsche Duo vorzeitig beendet.[9] Danach fiel Karla Borger für den Rest der Saison 2015 aus.

Karla Borger (links) mit Britta Büthe (rechts) 2016

Anfang 2016 kamen Borger/Büthe mit einem fünften Rang bei den Maceió Open zurück zur FIVB World Tour. Beim Grand Slam in Rio de Janeiro wurden sie Dritte. Bei den folgenden Open-Turnieren erreichten sie vier fünfte und einen neunten Platz. Auch beim Grand Slam in Moskau wurden sie Fünfte. In der Vorrunde und im Achtelfinale der EM in Biel/Bienne besiegten sie die Konkurrentinnen aus Österreich und der Schweiz, bevor sie sich im deutschen Viertelfinale gegen Semmler/Holtwick durchsetzten. Durch die Halbfinal-Niederlage gegen Sluková/Hermannová wurden sie Dritte und gewannen damit die erste EM-Medaille ihrer Karriere. Nach einem neunten Platz beim Hamburg Major gewannen sie beim Major-Turnier in Poreč das deutsche Duell um den dritten Platz gegen Ludwig/Walkenhorst. Danach belegten sie den neunten Platz in Gstaad und den fünften Rang in Klagenfurt. Als siebtbestes Team der Olympia-Rangliste qualifizierten sie sich für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro. Dort kamen sie als Gruppendritte über die Playoff-Runde „Lucky Loser“ ins Achtelfinale, in dem sie sich den an Position eins gesetzten Brasilianerinnen Larissa/Talita geschlagen geben musste. Damit beendeten sie das Turnier auf dem neunten Rang. Anschließend wurden sie Fünfte des Grand Slam in Long Beach. Bei der deutschen Meisterschaft unterlagen sie im Halbfinale den Olympiasiegerinnen Ludwig/Walkenhorst und gewannen das Spiel um den dritten Platz gegen Gernert/Zautys.

Nachdem Büthe 2016 ihre Karriere beendete, spielt Borger ab 2017 an der Seite der 336-fachen Hallennationalspielerin Margareta Kozuch.[10]

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karla Borger ist die Tochter von Cordula Pütter, der Beachvolleyball-Europameisterin von 1995.[11]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Deutsche Rangliste (Stand: 12. September 2016)
  2. FIVB-Weltrangliste (Stand: 12. September 2016)
  3. TV Villingen: Karla Borger sagt endgültig tschüss. Südkurier, 24. Mai 2012, abgerufen am 7. Juli 2013.
  4. Eine erfolgreiche Wiedervereinigung. Stuttgarter Nachrichten, 28. Juni 2010, abgerufen am 6. August 2016.
  5. Universiade: Borger/Büthe gewinnen die Goldmedaille. volleyballer.de, 20. August 2011, abgerufen am 5. August 2016.
  6. Borger/Büthe verpassen WM-Titel. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 6. Juli 2013, abgerufen am 5. August 2016.
  7. Ein Mega-Erfolg. Volleyball-Magazin, August 2013, abgerufen am 5. August 2016.
  8. Walsh Jennings wins four 2014 FIVB Beach Volleyball awards FIVB, 26. Januar 2015, Aufgerufen am 18. März 2015
  9. Beach Volleyball EM: Karla Borger und Britta Büthe beenden verletzungsbedingt vorzeitig die EM 2015 in Klagenfurt. volleyballer.de, 30. Juli 2015, abgerufen am 6. August 2016.
  10. Borger/Kozuch neues Beach-Team. Deutscher Volleyball-Verband, 6. Oktober 2016, abgerufen am 13. Oktober 2016.
  11. Die Spuren der Borgers in der Bundesliga. Echo online, 16. August 2012, abgerufen am 7. Juli 2013.