Karlheinz Graf

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Karlheinz Graf (* 15. Juli 1950 in Straubing) ist ein deutscher Zahnmediziner. Er etablierte die wissenschaftlich orientierte, ganzheitlich-systemische Zahnmedizin und die Umwelt-Zahnmedizin. Er ist Präsident der deutschen Gesellschaft für Umwelt- und Humantoxikologie (DGUHT – aktiv für Mensch und Umwelt), Vorsitzender des Arbeitskreises Zahnmedizin in der Deutschen Gesellschaft für Umwelt- und Human-Toxikologie, 2. Vorsitzender der Deutschen Parodontose Hilfe e.V. und 2. Vorsitzender im wiss. Beirat des Forums „Natürliche Zahngesundheit und Umwelt-ZahnMedizin“ sowie qualifiziertes Mitglied der Internationalen Gesellschaft für ganzheitliche Zahnmedizin

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Graf ist in Straubing/Niederbayern geboren und aufgewachsen. Er besuchte dort die Volksschule St. Josef und das Ludwigsgymnasium, wo er im Juni 1970 das Abitur machte. Er studierte von 1970 bis 1975 Zahnmedizin an der Westdeutschen Kieferklinik der Universität Düsseldorf. Nach seiner Approbation zum Zahnarzt 1975 war er wissenschaftlicher Assistent der Abtlg. für Prothetik an der Westdeutschen Kieferklinik. Ab 1976 arbeitete er als Assistenzzahnarzt in einer zahnärztlichen Praxis in Krefeld. 1977 promovierte er am Institut für Hirnforschung der Universität Düsseldorf mit dem Thema „Zur Ontogenese des Corpus striatum bei Cercopithecus aethiops aethiops“. Von 1978 bis 1979 leistete er seinen Wehrdienst als Sanitätsoffizier (Zahnarzt) bei der Bundeswehr.

Am 13. Juni 1979 gründete er seine zahnärztliche Praxis in Straubing/Niederbayern. 1989 wurde er erst Mitglied, später qualifiziertes Mitglied der Internationalen Gesellschaft für Ganzheitliche Zahnmedizin und ist dort seit 1996 Dozent für ganzheitlich-systemische Zahnmedizin und Umwelt-Zahnmedizin. 1992 erhielt Graf die Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde ohne Bestallung als Heilpraktiker. 2004 gründete er das Kompetenz- und Therapiezentrum für Umwelt-Zahnmedizin und ganzheitlich-systemischer Zahnmedizin in Straubing/Niederbayern. 2008 trat er in die Deutsche Gesellschaft für Umwelt- und Humantoxikologie e.V. ein und leitet seitdem den Arbeitskreis „Zahnmedizin“. 2009 wurde er zum Vizepräsidenten und 2013 zum Präsidenten dieser Gesellschaft gewählt. Er leitet seit 2010, dem Tod des damaligen Präsidenten die „DGUHT – aktiv für Mensch und Umwelt“.

Seit 2001 engagiert er sich auch als jeweils 2. Vorsitzender in der „Deutschen Parodontosehilfe e.V.“ und im Forum „Natürliche Zahngesundheit und Umwelt-ZahnMedizin“. Er ist seit 2016 im wiss. Beirat des Bundesverbands „Neurodermitis e.V.“

Zu seinen praktischen und wissenschaftlichen Schwerpunkten zählt das orale Gesundheitsmanagement bei chronisch Kranken.

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ganzheitliche Zahnmedizin – Fakten, Wissenswertes, Zusammenhänge; Joh. Sonntag-Verlag 2000, ISBN 3-87758-161-7
  • Störfeld Zahn – derEinfluss von Zähnen und zahnärztlichen Werkstoffen auf die Gesundheit; Elsevier-Verlag München 2010, ISBN 978-3-437-58570-8
  • Ganzheitliche Zahnmedizin in Herzog/Bierbach Seite 73-82: Handbuch Naturheilpraxis - Behandlungsstandards und -strategien für Heilpraktiker; Elsevier-Verlag München, 3. Auflage. 2016;  ISBN 978-3-437-56522-9
  • Parodontose – über Ursachen und Risiken einer oft nicht erkannten Erkrankung; Co´Med 01/2016
  • Graf J./Graf K.: Gesundheitliche Unwägbarkeiten durch Titan – ein Praxisbericht über ein Materialproblem, das nicht nur Zahnärzte betrifft; Naturheilkunde Journal 02/2016
  • Graf J./Graf K.: Praxis der Umwelt-Zahnmedizin: Ist die labormedizinische Überprüfung wurzelbehandelter Zähne ausreichend zur gesundheitlichen Risikobeurteilung beim chronisch Kranken? Umwelt-Medizin-Gesellschaft 29; 4/2016
  • Zahnbehandlung bei Krebskranken; Naturheilkunde Journal 05/2017
  • Graf J./Graf K.: Umwelt-Zahnmedizin; AKOM Angewandte Komplementärmedizin 10/2017
  • Graf J./Graf K.: Dentale Kunststoffe und ihre Nebenwirkungen – umwelt-zahnmedizinische Einflüsse auf die Gesundheit; Co´Med 10/2017