Karlheinz Kopf

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Karlheinz Kopf (2014)

Karlheinz Kopf (* 27. Juni 1957 in Hohenems) ist ein Vorarlberger Abgeordneter zum österreichischen Nationalrat (Österreichische Volkspartei). Er ist seit Oktober 2013 Zweiter Nationalratspräsident und führte vom 2. August 2014 bis zum 2. September 2014 interimistisch die Amtsgeschäfte des Nationalratspräsidenten.

Ausbildung und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karlheinz Kopf wurde am 27. Juni 1957 in Hohenems geboren. Er stammt aus einer Unternehmerfamilie in Altach und dort auch von 1963 bis 1967 die Volksschule. Von 1967 bis 1972 absolvierte er die Unterstufe am Privatgymnasium Mehrerau in Bregenz und anschließend von 1972 bis 1975 die Handelsschule Bregenz. In den Jahren 1975 und 1976 absolvierte Karlheinz Kopf den Präsenzdienst.

Ab dem Jahr 1976 wurde er erstmals beruflich tätig als Assistent der Geschäftsleitung beim Textilunternehmen Huber Trikot in Götzis. 1982 wurde er dort zum Personalleiter und Prokuristen bestellt. Ebenfalls als Leiter der Personalabteilung und Prokurist wechselte Kopf im Jahr 1991 zur Wolford AG in Bregenz. Nach drei Jahren stieg Kopf im Jahr 1993 als Geschäftsführer in das Familienunternehmen seiner Frau, die Sportbau Walser GmbH mit Sitz im heimatlichen Altach ein. Von 2000 bis 2008 war er daneben auch Generalsekretär des ÖVP-Wirtschaftsbundes. Auf internationaler Ebene war er von 2003 bis 2008 in der SME UNION als Präsidiumsmitglied aktiv, von 2009 bis 2010 war er deren Co-Präsident. Von 2001 bis Jänner 2009 war Karlheinz Kopf Obmannstellvertreter der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft (SVA) und stellvertretender Vorsitzender der Trägerkonferenz im Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger.

Seit dem 28. Juni 2014 ist Karlheinz Kopf wieder im Zweitberuf neben seiner politischen Tätigkeit als Geschäftsführer der Sportbau Walser GmbH beschäftigt.

Politischer Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals politisch tätig wurde Karlheinz Kopf auf kommunaler Ebene. Von 1985 bis 1999 war er Mitglied der Altacher Gemeindevertretung. Seit 1994 ist der Wirtschaftspolitiker Kopf Abgeordneter zum österreichischen Nationalrat auf dem Direktmandat des Regionalwahlkreis Vorarlberg Süd. Im Nationalrat war er von 2008 bis 2013 Mediensprecher der ÖVP. Von 2000 bis zu seiner Wahl zum Klubobmann der ÖVP war er Generalsekretär des ÖVP-Wirtschaftsbundes.

Am 25. November 2008 übernahm er von Josef Pröll die Funktion des Klubobmanns, da dieser in die neue Bundesregierung als Vizekanzler und Finanzminister wechselte.[1][2] Beim Sonderparteitag der ÖVP am 28. November 2008 wurde Kopf zudem zum Stellvertreter von ÖVP-Obmann Josef Pröll gewählt und hatte dieses Amt bis zum Ende der Obmannschaft von Josef Pröll im April 2011 inne.[3] Bei der Angelobung des XXV. Nationalrats am 29. Oktober 2013 wurde Karlheinz Kopf zum Zweiten Nationalratspräsidenten gewählt. Zeitgleich gab er die Funktion des Klubobmanns der ÖVP-Fraktion im Nationalrat an Reinhold Lopatka weiter.

Tätigkeit als Fußballfunktionär[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karlheinz Kopfs großes Hobby ist der Fußball. Am Feld selbst während seiner aktiven Zeit als Tormann präsent, war ihm später als Funktionär besonders der Nachwuchs ein Anliegen. Dabei hat er mit der Errichtung des Stadion Schnabelholz (1991), der Nachwuchsakademie Mehrerau (2000) und dem Nachwuchskonzept des Österreichischen Fußballbunds bleibende Spuren hinterlassen. Seit 2009 ist Kopf Aufsichtsratsvorsitzender des SC Rheindorf Altach, dessen Vorsitz er schon von 1985 bis 1995 als Obmann bzw. Präsident innehatte. Von 1998 bis 2006 war er Präsident des Vorarlberger Fußballverbandes (VFV) sowie gleichzeitig Sportreferent im Österreichischen Fußballbund. Seine Funktionen im VFV und im ÖFB musste Kopf im Frühjahr 2006 aus zeitlichen Gründen aufgeben.

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karlheinz Kopf ist seit 1978 verheiratet. Seine Gattin Karin, die Schwester des Grünenpolitikers Harald Walser, stammt ebenfalls aus einer Altacher Unternehmerfamilie und ist heute Geschäftsführerin im gemeinsamen Sportstättenbau-Unternehmen. Sie haben zwei Töchter.

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karlheinz Kopf, Gerhard Hammerer (Hrsg.): Unternehmerisches Österreich, Standortbestimmung und Zukunftsperspektiven der mittelständischen Wirtschaft. Schriftenreihe des Österreichischen Wirtschaftsbundes, Wien 2002. ISBN 3-85493-069-0
  • Karlheinz Kopf, Magnus Brunner: Der Wegweiser für Österreichs Wirtschaftspolitik: erfolgreich, zukunftsreich, Österreich. Eigenverlag: Österreichischer Wirtschaftsbund, Wien 2003

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Karlheinz Kopf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Karlheinz Kopf neuer Klubchef der ÖVP, Artikel des ORF Vorarlberg vom 25. November 2008.
  2. ÖVP-Klubchef Karlheinz Kopf im Porträt. Artikel des ORF Vorarlberg vom 25. November 2008.
  3. Karlheinz Kopf zum ÖVP-Vize gewählt, Artikel des ORF Vorarlberg vom 29. November 2008.
  4. Aufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952 (PDF; 6,9 MB)