Karlshuld

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Karlshuld
Karlshuld
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Karlshuld hervorgehoben
Koordinaten: 48° 41′ N, 11° 17′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Neuburg-Schrobenhausen
Höhe: 375 m ü. NHN
Fläche: 29,1 km²
Einwohner: 5540 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 190 Einwohner je km²
Postleitzahl: 86668
Vorwahl: 08454
Kfz-Kennzeichen: ND, SOB
Gemeindeschlüssel: 09 1 85 139
Gemeindegliederung: 6 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 68
86668 Karlshuld
Webpräsenz: www.karlshuld.de
1. Bürgermeister: Karl Seitle (FWG)
Lage der Gemeinde Karlshuld im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen
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Über dieses Bild

Karlshuld ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Neuburg-Schrobenhausen. Sie gilt als „Metropole“ des Donaumooses.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt in der Planungsregion Ingolstadt und besteht aus den sechs Gemeindeteilen Karlshuld, Grasheim, Kleinhohenried, Kochheim, Nazibühl und Neuschwetzingen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ortschaft wurde im Zuge der ab 1790 begonnenen Trockenlegung des Donaumooses im Jahr 1795 als Kolonie von Karl Freiherr v. Eckart gegründet und nach Kurfürst Karl Theodor Carlshuld genannt.[2] Der Ort war bis 1840 Sitz einer Adelshofmark (bzw. eines Patrimonialgerichts). 1804 hatte sie bereits über 300 Einwohner – fünfmal mehr als ursprünglich geplant. Aufgrund des Zuzugs von Kolonisten gibt es in Karlshuld seit dem 19. Jahrhundert neben der katholischen auch eine evangelische Pfarrkirche, eine Besonderheit im ländlichen Raum Altbayerns, die auch kennzeichnend für die beiden Nachbargemeinden Untermaxfeld und Ludwigsmoos ist. Die Lebensbedingungen waren insbesondere in der Anfangszeit sehr hart und besserten sich im Lauf der Jahrzehnte nur wenig. 1824 wurde eine wenig später wieder geschlossene Spinnerei gegründet, daneben gab es Korbflechterei, 1898 entstand die Moorversuchsanstalt. 1910 zählte die Gemeinde 1.481 Einwohner.[3] Der Ort behielt Züge eines Notstandsgebiets, bis endlich nach 1945 der grundlegende wirtschaftliche Aufschwung Westdeutschlands einsetzte, wobei sich für Karlshuld im Lauf der Zeit die Nähe zur Industriestadt Ingolstadt immer positiver auswirkte.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Mai 1978 wurden die bis dahin selbständige Gemeinde Grasheim und Teile der Gemeinde Berg im Gau eingegliedert.[4]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist Karl Seitle (Freie Wähler). Er wurde zuletzt 2014 wiedergewählt.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in der Wahlperiode 2014/20:

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sankt Ludwig

Liste der Baudenkmäler in Karlshuld

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Karlshuld gibt es eine katholische und eine evangelisch-lutherische Kirchengemeinde sowie eine Volksschule (Grund- und Hauptschule). Im Ort hat die Raiffeisenbank Donaumooser Land eG ihren Sitz.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Wolf-Armin von Reitzenstein: Lexikon bayerischer Ortsnamen. München 2006, S. 131. (Digitalisat)
  3. Gemeindeverzeichnis 1910
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 602.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Karlshuld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien