Karlukische Sprachen

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Die hier vorgeschlagene Klassifikation (»uigurische Sprachen« mit zwei Untergruppen, »west-« und »ostuigurische Sprachen«) und somit auch das hier vorgeschlagene Lemma ist in keiner der beiden angeführten Quellen belegt. Höchst kontrovers ist insbesondere die nicht belegte Behauptung zu beurteilen, Usbekisch sei zu den »uigurischen Sprachen« (oder genauer gesagt zu den »westuigurische Sprachen«) zu zählen.

Die karlukischen Sprachen oder südosttürkischen Sprachen sind ein Zweig der Turksprachen. Sie umfassen heute das Westkarlukische und das Ostkarlukische mit insgesamt etwa 35 Millionen Muttersprachlern. Die tschagataische Literatursprache, belegt ab dem 15. Jahrhundert, beruht auf karlukischer Grundlage – zusätzlich hat sie allerdings viel Vokabular aus dem Persischen aufgenommen – und kann als unmittelbarer Vorläufer der modernen karlukischen Sprachen angesehen werden.

Heutige karlukische Sprachen und ihre Dialekte sind:

  • Westkarlukisch

Yugur und Salarisch werden heute zwar teilweise zu den südosttürkischen oder karlukischen Sprachen gezählt, sind aber Abkömmlinge anderer geographischer Zweige der Turksprachen. Yugur ist wahrscheinlich eine nordöstliche (sibirische) Turksprache, Salarisch entstammt dem oghusischen Zweig.[3]

Das Altuigurische zählt ebenfalls zum nordöstlichen oder sibirischen Zweig (es ist eine Frühform des West-Yugurischen oder nahe mit ihm verwandt), ist also kein direkter Vorläufer des sogenannten modernen Uigurischen.

Sprache Sprecherzahl hauptsächlich verbreitet in folgenden Ländern (mit Sprecherzahlen)
Usbekisch 24 Mio. Usbekistan 20 Mio., Afghanistan 1,5 Mio., Tadschikistan 1 Mio., Kirgisistan 750.000,
Kasachstan 400.000, Turkmenistan 300.000, VR China (Autonomes Gebiet Xinjiang) 2.500 (von ca. 12.400 Usbeken)
Uigurisch 8 Mio. VR China (Autonomes Gebiet Xinjiang) 7,2 Mio., Kirgisistan 500.000, Kasachstan 300.000, Usbekistan
Yugur 5.000 VR China (Provinz Gansu)
Ainu 7.000 VR China (Autonomes Gebiet Xinjiang)
Ili Turki 120 VR China (Autonomer Bezirk Ili im Autonomen Gebiet Xinjiang)

Referenzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Lars Johanson Discoveries on the Turkic Linguistic Map (PDF; 305 kB)
  2. Lars Johanson Discoveries on the Turkic Linguistic Map (PDF; 305 kB), S. 19.
  3. Lars Johanson, Éva Csató The Turkic languages, 1998, S. 83.