Karolina Lodyga

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Karolina Lodyga - 2016

Karolina Lodyga (* 13. April 1984 in Gdynia, Polen) ist eine deutsche Schauspielerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karolina Lodyga absolvierte von 2001 bis 2003 eine Schauspielausbildung an der Berliner Schule für Bühnenkunst und anschließend von 2003 bis 2007 an der Transform Schauspielschule Berlin. Seit 2004 hatte sie mehrere Theaterengagements. Am Teatr Studio am Salzufer, einer deutsch-polnischen Studiobühne in Berlin, mit Theater-Kooperationsprojekten in Warschau, Stettin und Krakau, hatte sie von 2004 bis 2007 verschiedene Rollen in Stücken von Tadeusz Różewicz, Stanisław Ignacy Witkiewicz und in Don Juan kommt aus dem Krieg von Ödön von Horváth. Am Schlosstheater Celle übernahm sie 2007 die Hauptrolle in einer Bühnenfassung von Alice im Wunderland nach dem Roman des englischen Schriftstellers Lewis Carroll. 2008 trat sie an der Komödie Dresden als Brooke in Der nackte Wahnsinn von Michael Frayn auf.

Bekanntheit erlangte Karolina Lodyga vor allem durch ihre Hauptrolle als Katja Polauke in der Telenovela Anna und die Liebe. Sie spielte darin seit 2008 die intrigante Halbschwester der weiblichen Hauptrolle Anna. Nach 361 Folgen stieg Lodyga 2010 aus der Serie aus. Sie spielte dann unter der Regie von Dominik Graf eine durchgehende Nebenrolle in der preisgekrönten Fernsehserie Im Angesicht des Verbrechens. Im Januar 2011 war sie in der ZDF-Serie Küstenwache in einer Episodenhauptrolle (als vermeintlich entführte Ehefrau Nadja Jedenborg) zu sehen. Im Januar 2011 drehte Lodyga für einer Episode der Serie Der Kriminalist, die im November 2011 ausgestrahlt wurde; sie spielte Katya Bogner, die aus der Ukraine stammende vermeintlich schwangere Ehefrau des Inhabers einer Security-Firma. Von März 2011 bis Juni 2011 und nochmals vom 28. Oktober 2011 bis zum 29. November 2011 war sie wieder in der Rolle der Katja Polauke in der Sat.1-Telenovela Anna und die Liebe zu sehen.

2012 spielte Lodyga zusammen mit ihren ehemaligen Anna und die Liebe-Kollegen Roy Peter Link und Patrick Kalupa in einer Episode der ARD-Serie In aller Freundschaft; sie verkörperte darin die leidenschaftliche Kletterin Annika Behnke, die eine kurze Affäre mit dem besten Freund ihres Mannes hatte.[1][2] 2012 folgten Episodenrollen in den Krimi-Serien SOKO Stuttgart (Dezember 2012; als Lydia Jaspers, Lebensgefährtin des Ermordeten und Ex-Escort-Girl) und SOKO Leipzig (Dezember 2012; als russische Nachbarin und Ex-Prostituierte Katja Voshenka).

2012 war sie neben Fabian Stumm und Julia Horvath außerdem in der Dreiecksgeschichte Vater, einem Kurzfilm von Mia Meyer, zu sehen.

Im Oktober 2014 spielte Lodyga, an der Seite von Hannes Jaenicke (in der Rolle des Berliner Bauunternehmers Karlheinz Kluss), die weibliche Hauptrolle Wanda in dem ARD-Fernsehfilm ...und dann kam Wanda. Sie verkörperte darin eine junge Deutsch-Polin, die ihr Jura-Studium aus Prüfungsangst nicht abgeschlossen hat, nunmehr als Kellnerin in einem Strip-Lokal jobbt und als Kindermädchen engagiert wird. Lodyga erhielt für ihre Darstellung sehr gute Kritiken und wurde u.a. als „Entdeckung des Films“ bezeichnet.[3][4][5]

Im Oktober 2014 war Lodyga außerdem in der ZDF-Fernsehserie Herzensbrecher – Vater von vier Söhnen in einer Episodenhauptrolle zu sehen; sie spielte darin die junge polnische Pflegerin Ewa.[6] In der ZDF-Krimiserie SOKO Leipzig spielte sie in der Folge Doktor Tod (Erstausstrahlung: Januar 2015) die Rolle der Krankenschwester Sophie Meier, die als „Racheengel“ Ärzte aus der ehemaligen DDR, die im Rahmen von klinischen Teststudien für den Tod ihrer Mutter verantwortlich waren, ermordet.

In dem Fernsehfilm Eins ist nicht von dir (2015) mit Michael Gwisdek in der Hauptrolle war sie als Jessica zu sehen; sie spielte, an der Seite von David Rott, die Verlobte und zukünftige Schwiegertochter. In dem deutsch-polnischen Fernsehfilm Heimat ist kein Ort (2015) spielte sie die Medizinstudentin Jule, die Tochter der Krankenschwester Inge Kurbjuweit (Marie Gruber). In dem Kinofilm Treppe aufwärts (2015) war sie als ukrainische Thekenwirtin Dosie zu sehen. In der ZDF-Krimireihe Kommissarin Heller war sie im Januar 2016 als Irina Portner zu sehen; sie spielte die aus Russland stammende Ehefrau eines ermordeten Star-Kochs. Im März 2016 war Lodyga dann in dem Fernsehfilm Keine Ehe ohne Pause auf Das Erste als Nancy Krause zu sehen; sie spielte die Inhaberin des örtlichen Frisörsalons. Im Mai 2016 war Lodyga im Tatort: Das Recht, sich zu sorgen, dem zweiten Fall des Franken-Tatorts, in einer Hauptrolle zu sehen; sie spielte die junge polnische Putzfrau Agnieszka.[7] In der 4. Staffel der ZDF-Serie Herzensbrecher – Vater von vier Söhnen war sie in der Folge Tiefe Gräben (Erstausstrahlung: November 2016) wieder als Polin Ewa zu sehen.

In der seit 2016 ausgestrahlten ARD-Fernsehreihe Die Eifelpraxis spielt Lodyga die polnische Haushaltshilfe Danuta Masik. Im Februar 2017 war sie in der ZDF-Serie SOKO Stuttgart in einer Episodenhauptrolle zu sehen; sie spielte Alina Domzol, die tatverdächtige, aus der Ukraine stammende Haushälterin eines alleinerziehenden, erfolgreichen IT-Unternehmers. Im März 2017 war Lodyga in der ZDF-Serie SOKO München in einer weiteren Episodenhauptrolle zu sehen; sie spielte die russlanddeutsche Prostituierte Nadja Kasull.

2009 nahm sie mit vier weiteren Anna und die Liebe-Darstellern an der Sat.1-Show Yes, we can Dance teil, außerdem auch an der Kabel eins-Action-Show Fort Boyard. Lodyga lebt in Pegnitz.[8]

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Theater[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2004/2005: Weiße Ehe
  • 2005: Narr und Nonne (Hauptrolle)
  • 2006: Don Juan kommt aus dem Krieg
  • 2007: Eine alte Frau brütet
  • 2007: Alice im Wunderland (Hauptrolle als Alice)
  • 2008: Der nackte Wahnsinn

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Karolina Lodyga – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gleich 3 AudL-Stars bei "In aller Freundschaft"!. Auf promiflash.de, aufgerufen am 13. Januar 2013
  2. Folge 576: Am Abgrund. Handlung und Besetzung. mdr.de. Abgerufen am 28. Januar 2017
  3. ... und dann kam Wanda; Kritik. In: Heilbronner Stimme vom 17. Oktober 2014. Abgerufen am 24. November 2014
  4. TV-Kritik "...und dann kam Wanda": Nach Schema F, aber das gekonnt. Kritik. In: Frankfurter Neue Presse vom 18. Oktober 2014. Abgerufen am 24. November 2014
  5. Fernsehfilm „...und dann kam Wanda“. Kritik bei Tittelbach.tv vom 22. Oktober 2014. Abgerufen am 24. November 2014
  6. Herzensbrecher - Vater von vier Söhnen: Die letzte Reise. Inhalt, Besetzung und Szenenfoto (Archiv). Abgerufen am 24. November 2014.
  7. „Tatort“ aus Franken Wem gehört der verlorene Schädel?. Fernsehkritik; in: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 22. Mai 2016. Abgerufen am 22. Mai 2016.
  8. Neu-Pegnitzerin Karolina Lodyga spielt beim Franken-Tatort mit. In: Nürnberger Nachrichten vom 6. Oktober 2015. Abgerufen am 22. Mai 2016.