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Karoline Eichhorn

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Karoline Eichhorn (2024)

Karoline Eichhorn (* 9. November 1965 in Stuttgart) ist eine deutsche Schauspielerin und Hörspielsprecherin.

Karoline Eichhorn wurde am 9. November 1965 in Stuttgart geboren. Ihr Vater war Restaurator und kam aus Thüringen, die Mutter, eine Lektoratin, ist schlesischer Herkunft.[1] Als Kind wollte sie ursprünglich Trapezkünstlerin werden.[1] Bereits während ihrer Schulzeit an der Freien Waldorfschule am Kräherwald entwickelte Eichhorn das Interesse am Schauspiel und spielte dort im Schultheater.[1] 1986 legte sie das Fachabitur ab und besuchte danach bis 1989 die Folkwang-Schauspiel-Schule in Essen.[2]

Eichhorn ist mit dem dänischen Schriftsteller Arne Nielsen (* 1971) verheiratet und lebt mit ihm und der gemeinsamen Tochter in Hamburg.[3]

Ihr Bühnendebüt gab Eichhorn 1989 an der Schaubühne Berlin in Der Kirschgarten von Anton Tschechow in der Inszenierung von Peter Stein. Es folgten feste Bühnenengagements, so von 1990 bis 1992 unter der Intendanz von Frank-Patrick Steckel am Schauspielhaus Bochum, und unter Intendantin Andrea Breth von 1992 bis 1995 an der Schaubühne Berlin. Es folgten Gastengagements am Thalia Theater Hamburg, am Burgtheater Wien, an den Salzburger Festspielen und an den Hamburger Kammerspielen.

Film und Fernsehen

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1988 gab Eichhorn in einer Folge der Fernsehserie Oh Gott, Herr Pfarrer ihr Kameradebüt. 1995 wurde sie von Regisseur Oliver Storz in dem deutsch-französisch-österreichischen Holocaust-Film Drei Tage im April in der Hauptrolle der 20-jährigen Anna Baisch besetzt. Im selben Jahr spielte sie in Nico Hofmanns Psychothriller Der Sandmann die Fernsehredakteurin Ina Littmann, die bei ihren Recherchen einen zwielichtigen Krimiautor, gespielt von Götz George, ausspioniert und ihr 1996 den Silberner Löwe als „beste Nachwuchsdarstellerin“ einbrachte.

Seit 1996 übernimmt sie regelmäßig Gastrollen in der ARD-Krimireihe Tatort. In Frank Beyers dokumentarischen Fernsehfilm Abgehauen, der nach den Tagebüchern des Schauspielers Manfred Krug tatsächliche Ereignisse schildert, die auf die Ausbürgerung des Liedermachers Wolf Biermann aus der DDR folgten, spielte sie 1998 Ottilie Krug, die Rolle der Ehefrau des Schauspielers, der im Film von Peter Lohmeyer verkörpert wurde. Dieter Wedel besetzte sie im selben Jahr als Tanja Graf in seinem Sechsteiler Der König von St. Pauli und war, ebenfalls 1998, als junge Flüchtlingsfrau Karin Katte im Filmdrama Gegen Ende der Nacht zu sehen, wofür sie den Bayerischen Fernsehpreis und den Adolf-Grimme-Preis 1999 erhielt.

Regisseur Dominik Graf besetzte Eichhorn 2002 neben Antonio Wannek in seinem Filmdrama Der Felsen. Für ihre dortige schauspielerische Leistung erhielt sie bei der Verleihung des Bayerischen Filmpreises 2002 den Darstellerpreis. Von 2005 bis 2006 spielte sie als Julia Lehnhoff in der NDR-Mystery-Fernsehserie 4 gegen Z eine Hauptrolle.

2012 war Eichhorn Mitglied der Internationalen Jury des 61. Internationalen Filmfestivals Mannheim-Heidelberg.[4] In den Filmen Die Kirche bleibt im Dorf (2013), Täterätää! – Die Kirche bleibt im Dorf 2 (2015) und der gleichnamigen Fernsehserie (2013 bis 2018) spielte sie die Hauptrolle der Christine Häberle in schwäbischem Dialekt.

2016 übernahm Eichhorn in der zweiteiligen Fernsehreihe Emma nach Mitternacht mit Katja Riemann die Rolle der Radiomitarbeiterin Barbara Petzak. Von 2017 bis 2020 spielte sie in der Netflix-Serie Dark (Staffel 1–3) als Polizistin Charlotte Doppler eine der Hauptrollen und wurde bei der Goldenen Kamera 2018 für diese Rolle als „Beste deutsche Schauspielerin“ nominiert. Im Zweiteiler Brüder spielte sie 2017 die Rolle der Frau Rauhaus, der Mutter des von Edin Hasanović gespielten Protagonisten Jan Welke. 2024 übernahm sie in der sechsteiligen Fernsehserie Concordia – Tödliche Utopie die Rolle der Hanna Bremer.

Sprechtätigkeiten

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Seit 1991 betätigt sich Eichhorn als Hörspielsprecherin, darunter in zahlreichen Produktionen des WDR. In den vom Südwestrundfunk produzierten Folgen des ARD-Radio-Tatorts sprach sie ab 2008 die Kriminalhauptkommissarin Nina Brändle.[5]

Fernsehserien und -reihen

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Hörspiele (Auswahl)

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  • Manfred Hobsch, Ralf Krämer, Klaus Rathje: Filmszene D. Die 250 wichtigsten jungen deutschen Stars aus Kino und TV. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2004, ISBN 3-89602-511-2, S. 109 f.
Commons: Karoline Eichhorn – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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  1. a b c Karoline Eichhorn im Munzinger-Archiv, abgerufen am 20. Dezember 2022 (Artikelanfang frei abrufbar)
  2. Karoline Eichhorn bei filmportal.de , abgerufen am 21. November 2021
  3. Josef Karg: Schauspielerin Karoline Eichhorn: „Für uns Frauen über 45 ist es schwer, in dem Beruf zu überleben“. In: Augsburger Allgemeine. 12. November 2024, abgerufen am 12. November 2024.
  4. Jury-Mitglieder IFFMH 2012. (Memento des Originals vom 5. Januar 2016 im Internet Archive; PDF; 367 kB)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.iffmh.de iffmh.de; abgerufen am 5. Januar 2016.
  5. Nina Brändle alias Karoline Eichhorn. radiotatort.ard.de; abgerufen am 21. Juli 2010. @1@2Vorlage:Toter Link/www.ard.de (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2019. Suche in Webarchiven)  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.